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Mai
02

32. Spieltag: Dortmund Meister, Tabelle bitte einfrieren!

In der oberen Tabellenhälfte sind nach dem 32. Spieltag schon fast alle Entscheidungen gefallen. Und auch im Süden des Tableaus stellt sich gerade ein Bild dar, das (fast) nach einem vorzeitigen Abpfiff der Saison schreit.

Dass Borussia Dortmund verdient Deutscher Meister geworden ist, bedarf eigentlich keiner Worte mehr. Um die Huldigung aber nicht ganz zu übergehen, beschränke ich mich auf die Kurzfassung: schönster Fußball, sympathische Truppe, olé olé. Über diesen Meister kann sich jedenfalls keiner beklagen – allenfalls ein paar Unverdrossene in Gelsenkirchen. Ihnen sei gesagt: Der nächste Titel kommt bestimmt! Um es mit Christoph Daums Worten zu sagen: Jede verpasste Deutsche Meisterschaft erhöht rein statistisch die Wahrscheinlichkeit, dass es irgendwann klappt.

Diese Worte können sich auch die Leverkusener zu Herzen nehmen, die nach dem 0:2 in Köln quasi auf dem zweiten Platz einzementiert sind. Bayer ist sicherlich ein verdienter Champions League-Teilnehmer in der kommenden Saison. Zum Problem für Bayer – wie auch für den BVB – dürfte werden, dass man vermutlich nicht in einem der ersten beiden Lostöpfe landen wird und daher vermutlich harte Brocken zugelost bekommt.

Aus diesem Grund sollte der FC Bayern unbedingt den dritten Platz halten, den er nach dem 4:1 gegen Schalke gerade wieder übernommen hat. Immerhin sind die Bayern das deutsche Aushängeschild in Europa und in der Königsklasse auch in schlechten Jahren mindestens für das Achtelfinale gut. Außerdem wird der FCB dank der Vorleistungen der letzten Jahre vermutlich eine eher leichte Gruppe zugelost bekommen und viele Punkte sammeln (wichtig für die Fünfjahreswertung).

Nicht auszudenken dagegen, wenn Hannover es tatsächlich auf Platz 3 schaffen würde! Respekt vor den Leistungen der 96er in dieser Saison, aber in der Quali-Runde würden Mannschaften wie der Tabellenvierte aus Spanien (derzeit Villarreal) oder England (derzeit ManCity) winken. Und selbst wenn man sich da durchsetzen würde, wäre Hannover in der Gruppenphase ein heißer Kandidat für den Lostopf 4. Drei Schwergewichte stünden somit bevor, eine gute Performance in der CL wäre fast ausgeschlossen. Und der mühsam erarbeitete vierte Champions League-Startplatz für die Bundesliga könnte schnell wieder futsch sein. Dann schon lieber Europa League. Da hat man leichtere Gegner (und kann weniger Schaden anrichten).

Für diesen Wettbewerb hat sich auch Mainz 05 so gut wie sicher qualifiziert. Nimmt man die ganze Saison zusammen, haben sie sich das verdient – zumal ambitionierte und eigentlich besser besetzte Mannschaften, wie Hamburger SV, zu blöd waren, die 05er noch abzufangen.

Hinter den 05ern beginnt die Egal-Zone der Liga. Interessant wird es erst ab Werder Bremen und dem 1. FC Köln auf den Plätzen 13 und14. Beide haben 38 Punkte auf dem Konto und könnten theoretisch sogar noch Neunter werden – dort steht derzeit Hoffenheim mit 40 Zählern –, aber genauso gut noch absteigen.

Auf den kritischen Plätzen stehen derzeit St. Pauli (zu 99 Prozent weg), Gladbach (wieder im Rennen um den Relegationsplatz) und Frankfurt, die mit Abstand schlechteste Rückrundenmannschaft. Die SGE kann zwar mit einem Sieg gegen Köln am 33. Spieltag zumindest die Relegation sichern, doch einzig die Kölner Launenhaftigkeit lässt einen derzeit daran glauben. In einer Hinsicht wäre der Frankfurter Abstieg in jedem Fall eine runde Sache: So würde auch der letzte merken, dass die große Zeit von Christoph Daum abgelaufen ist…

Daher ist mein persönlicher Wunsch, die aktuelle Tabelle einzufrieren. Besser kann es in dieser verrückten Saison nämlich kaum noch kommen – zumindest, sofern man kein St.Paulianer, Gladbacher oder Frankfurter ist.

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