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Aktives Abseits-Presseschau – Wie Journalismus funktioniert

Treue Leser meines Blogs haben es längst bemerkt: Mein Artikel vom Montag über die vereinslosen Nationalspieler hat scheinbar Anklang gefunden. Bild.de, T-Online.de und das Handelsblatt können nicht irren. Hier der Ticker.

Montag, 8. August 2011, 11:30 Uhr:
Auf Aktives Abseits geht der Artikel „Wenn die Sommerpause länger dauert – Nie waren mehr Stars arbeitslos“ online
http://www.aktives-abseits.de/wenn-die-sommerpause-langer-dauert-%E2%80%93-nie-waren-mehr-stars-arbeitslos/

Mittwoch, 10. August 2011, 23:39 Uhr:
Bild.de bringt einen deutlich kürzeren, aber in der Kernaussage identischen Beitrag mit dem Titel „Brutaler Absturz! Früher Helden, jetzt arbeitslos“
http://www.bild.de/sport/fussball/nationalmannschaft/jetzt-sind-wir-arbeitslos-19332076.bild.html

Donnerstag, 11. August 2011, 13:14 Uhr:
Handelsblatt.com zieht nach mit „Arbeitslose Ex-Nationalspieler – Der tiefe Fall der jungen Wilden“
http://www.handelsblatt.com/sport/fussball/nachrichten/der-tiefe-fall-der-jungen-wilden/4487644.html#image

Donnerstag, 11. August 2011, 19:11 Uhr:
T-Online.de bringt einen Artikel mit dem Thema „Sechs ehemalige Nationalspieler ohne Job“
http://sport.t-online.de/timo-hildebrand-andreas-hinkel-und-co-sechs-ehemalige-nationalspieler-ohne-job/id_48816414/index

Fortsetzung folgt?

Um eines klar zu stellen: Ich bin weder überrascht noch eingeschnappt. Ich weiß, wie das Geschäft läuft. Auch ich selber kann mich nicht davon frei machen, über Artikel von Kollegen schon auf eine gute Themenidee gestoßen zu sein. Das oben genannte Beispiel zeigt aber dem unbedarften Leser anschaulich, wie die Abläufe sind: Wenn einer ein interessantes Thema hat, verbreitet es sich wie ein Lauffeuer im Netz. Jedes Portal liefert zudem logischerweise einen Text, der „unique“ ist. Hier wird was gekürzt, da etwas ergänzt, dort ein wenig umgestellt – am Ende hat man einen einzigartigen Text, der allenfalls noch Parallelen, aber keinesfalls mehr identische Formulierungen mit der Quelle aufweist. Verboten ist das nicht, noch nicht einmal verwerflich. Es ist einfach nur normal.

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