«

»

Mai
27

Allergrößter Respekt! Ein Finale, das bleiben wird

Das Champions-League-Finale 2013 wurde als großes Fußballspiel angekündigt, am Ende ist es ein noch größeres geworden. Was der FC Bayern und Borussia Dortmund geboten haben, war absolutes Weltniveau. Auch wenn sich die Fußballwelt bereits weiterdreht, wird man zumindest in Deutschland noch in Jahrzehnten über dieses Spiel sprechen.

Nach dem Abpfiff eines jeden Fußballspiels kann man sich die üblichen „Was wäre wenn“-Fragen stellen. Sie mögen müßig sein, zugleich bieten in Sieg und Niederlage aber auch die Möglichkeit, die Absolutheit eines Endresultats zu relativieren.

In einer Parallelwelt

Für mich ist klar, dass in einer Parallelwelt, in der dem BVB in seinen bärenstarten 25 Auftakt-Minuten das 1:0 gelungen wäre, ein womöglich noch höherklassiges Spiel herausgekommen wäre. Für mich ist außerdem wahrscheinlich, dass die Partie sich zugespitzt hätte, wenn Franck Ribéry und Dante sowie Robert Lewandowski des Feldes verwiesen worden wären.

Mathematisch exakt

So aber hat letztlich mit Bayern München die Mannschaft mit 2:1 gewonnen, die in 60 der 90 Minuten das Spiel bestimmt hat. Der Fußball ist selten mathematisch exakt, in diesem Fall war er es. Darüber, dass der FC Bayern der verdiente Sieger dieses Wettbewerbs ist, kann es keinen Zweifel geben. Das Dramatische ist, dass es dieses Mal allerdings einen Verlierer gab, der die Niederlage nicht verdient hatte.

Dortmund besser als Barcelona

Der BVB hat sich nicht demontieren lassen, wie das Gros der Bayern-Gegner in der Bundesliga oder der große FC Barcelona in den Halbfinalspielen. Im Gegenteil: In allen drei Wettbewerben der Saison 2012/13 war Borussia Dortmund die einzige Mannschaft, die den „Roten“ in einem Alles-oder-Nichts-Spiel Paroli geboten hat.

Dortmund gehört ein Henkel des Pokals

Dass dies gelungen ist, hat nichts mit einer Parallelwelt zu tun. Ein schwächerer BVB als der aktuelle hätte den FC Bayern nie so stark gemacht wie er heute ist. So gehört Dortmund zumindest ein Henkel des Pokals, der nun als Ganzes mindestens ein Jahr lang in den „heiligen Hallen“ der Säbener Straße stehen wird.

Das Finale vom Samstag markiert den (vorläufigen?) Höhepunkt der „Phoenix-aus-der-Asche-Story“, die der deutsche Fußball seit der Jahrtausendwende geschrieben hat. Auch wenn es aus nationaler Sicht wünschenswert wäre, dass es nicht das letzte deutsch-deutsche Champions-League-Finale war, so markiert der 25.5.2013 doch ein besonderes Datum: weil es das erste war.

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Sie können diese HTML-Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*