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Jul
21

Alles schaut auf den Krösus: RB Leipzig muss hoch

Vor dem Saisonstart in der 2. Bundesliga am Freitag gilt RB Leipzig als haushoher Favorit. Nachdem der Durchmarsch im Vorjahr verpasst wurde, ist der Bundesliga-Aufstieg für den Dosen-Klub nun Pflicht – einzig in Leipzig sieht man das nicht so.

„Der Aufstieg ist keine Pflichtaufgabe“, sagte Ralf Rangnick, in Personalunion Trainer und Sportdirektor der Sachsen, vor dem Start in die neue Saison. Angesichts der astronomischen Ausgaben von 15,6 Millionen Euro in neue Spieler – die 17 Konkurrenten investierten auf dem Mercato zusammen lediglich 10,2 Millionen – kann das Motto nur „do or die“ lauten.

Konkurrenten gesucht

Nicht von ungefähr haben in einer jüngst veröffentlichten Umfrage durch den Sport-Informations-Dienst (SID) zwölf der 18 Zweitligatrainer den von Red Bull üppigst alimentierten Verein als Favoriten auf den Aufstieg genannt. Kein zweiter Verein drängt sich wirklich auf: Freiburg verfügt nach dem unglücklichen Abstieg zwar immer noch über einen guten Kader, hat aber auch sechs Leistungsträger um Admir Mehmedi (Leverkusen) und Jonathan Schmid (Hoffenheim) abgegeben. Einnahmen von rund 20 Millionen haben zumindest die Kassen der sparsamen Breisgauer gefüllt, die kaum investierten und ihren Weg der Entwicklung von Talenten weitergehen.

Kaiserslautern und Düsseldorf haben zwar einen großen Namen, sind aber in den vergangenen drei beziehungsweise zwei Spielzeiten teilweise krachend an der Bundesliga-Rückkehr gescheitert. Inwiefern der SC Paderborn nach dem Verlust von Trainer André Breitenreiter (Schalke) und einiger Leistungsträger zum Favoritenkreis zu zählen ist, lässt sich noch nicht beantworten.

Auch das Potenzial des 1. FC Nürnberg, von Fast-Aufsteiger Karlsruher SC, von Eintracht Braunschweig, des VfL Bochum oder von Union Berlin muss mit einem Fragezeichen versehen werden. Es könnte so werden wie in der Vergangenheit: Die 2. Bundesliga ist eine riesige Wundertüte, in der nahezu jeder Verein um den Aufstieg, aber auch gegen den Abstieg spielen kann.

Leipzigs Millionentruppe unter massivem Druck

Einzig Leipzig wird mit dem Abstieg zu 0,0 Prozent etwas zu tun haben. Der ohnehin schon starke Kader wurde unter anderem verstärkt mit sechs (!) Spielern vom Schwesterklub Red Bull Salzburg, der deutschen Sturmhoffnung Davie Selke (Werder Bremen) und dem Lauterer Verteidiger-Talent Willi Orban. Sie alle hätten bequem auch in der 1. Liga Anstellung gefunden.

Da ist es kaum übertrieben zu behaupten, dass RB auf nahezu jeder Position in der 2. Bundesliga am besten besetzt ist. Das macht die Sachsen automatisch zum FC Bayern des Unterhauses: gefürchtet, aber auch gehasst. Jede Niederlage wird von weiten Teilen Fußballdeutschlands bejubelt werden, das ist gewiss.

Die Hoffnung, vom Aufstieg der Leipziger ein weiteres Jahr „verschont“ zu werden und womöglich sogar Mäzen Dietrich Mateschitz die Lust am „Projekt“ zu nehmen, ist auf jeden Fall existent. Allein dürfte sie 2015/16 im Gegensatz zur Vorsaison schnell im Keim erstickt werden. Leipzig in der 1. Liga ist nicht zu verhindern. Und dann wird RB auch in Dortmund, Schalke oder Leverkusen auf Spielerjagd gehen.

Tipp: Fußballromantiker sollten die kommende Saison mit Darmstadt in der 1. Liga genießen. Ist RB erst einmal oben angekommen, wird es für derartige Underdogs kein Biotop mehr geben.

1 Kommentar

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  1. kmr sagt:

    Eher langweiliger Beitrag. Am Besten in die 11. Liga pilgern.

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