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Jun
27

Amerika dominiert die WM – der Heimvorteil wirkt

Brasilien, Argentinien, Kolumbien, Chile, Uruguay, USA, Costa Rica, Mexiko – die Hälfte der 16 Achtelfinalisten bei der Weltmeisterschaft 2014 kommen vom amerikanischen Kontinent. Dass es so viele wie nie sind, unterstreicht selbst im hochentwickelten Profifußball unserer Tage die Bedeutung des Heimvorteils.

Allein Ecuador ist in der Vorrunde aus Sicht der amerikanischen Verbände CONCACAF und CONMEBOL auf der Strecke geblieben. Das macht 88 Prozent Erfolgsquote für die Teams jenseits des Atlantiks. Ein derart starkes Abschneiden bei einem Weltturnier hatte noch kein Kontinentalverband in der Breite vorzuweisen.

Europa, das 2006 noch alle vier und 2010 drei Halbfinalisten stellte, kämpft nur noch mit einem Mini-Aufgebot von sechs Teams um den Titel. Allerdings hat dieses Aufgebot es durchaus in sich. Allein Griechenland und die Schweiz sind klassische Underdogs für den weiteren Verlauf – wie auch die afrikanischen Vertreter Nigeria und Algerien.

Vier gefährliche Europäer gegen das amerikanische Oktagon

Belgien hat sich sehr abgeklärt gezeigt und kann tatsächlich der Rolle als Überraschungsteam gerecht werden. In einem wahrscheinlich erscheinenden Viertelfinale gegen Argentinien müsste die Mannschaft dann die Karten auf den Tisch legen.

Der Sieger dieses Duell sollte es im Halbfinale mit den Niederländern zu tun bekommen, die im nächsten Gegner Mexiko beinahe ein härteres Los erwartet als im Viertelfinale gegen den Sieger aus Costa Rica gegen Griechenland.

Frankreich hat sich nach der Blamage von 2010 erstaunlich stark gezeigt und strotzt nun vor Selbstvertrauen. Nach einem Sieg gegen Nigeria ist wohl eine Neuauflage des 82er und 86er Klassikers gegen Deutschland zu erwarten.

Brasilien vor südamerikanischem Abnutzungskampf

Die DFB-Elf ist trotz der fußballerisch dürftigen Vorstellung gegen die USA bei zugegeben auch schwierigen Bedingungen nach jetzigem Stand das heißeste europäische Eisen im Feuer. Der Spielplan sorgt dafür, dass das Traumfinale für viele – die Begegnung gegen Gastgeber Brasilien – bereits im Halbfinale stattfinden würde.

Dieses müssen die Brasilianer aber erst einmal erreichen. Denn in Achtelfinalgegner Chile und dem Viertelfinallos Kolumbien oder Uruguay erwarten die Selecao erst einmal echte Brocken vom eigenen Kontinent. Alle drei Teams sind nach den bisherigen Erkenntnissen größere Aufgaben als die drei Vorrundengegner des Gastgebers. Hier wird es einen Abnutzungskampf geben. Profiteur könnte am Ende vielleicht doch ein Europäer sein. Thomas Müller hat mit vier Toren sicher noch nicht fertig…

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