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Feb
05

Ausrüsterdeal mit Arsenal: Puma überflügelt adidas und Nike

Puma hat zum Großangriff auf die Sportbekleidungs-Marktführer adidas und Nike geblasen. Das Herzogenauracher Unternehmen überweist dem FC Arsenal ab der kommenden Saison 40 Millionen Euro jährlich, um das Team bis 2019 mit Trikots und Teamsportbedarf ausrüsten zu dürfen – Weltrekord. Doch die Konkurrenz arbeitet bereits am Gegenschlag.

Zwischen all den Last-Minute-Transfers der letzten Januarwoche ist die Meldung über den Vertragsabschluss zwischen dem FC Arsenal und Puma ein wenig untergegangen. Dabei bedeutet der Deal zwischen dem 13-maligen englischen Meister und dem fränkischen Sportbekleidungshersteller wirtschaftlich einen Vorstoß in eine neue Dimension.

Zwar hüllen sich die Gunners ebenso wie Puma offiziell in Schweigen über den genauen Umfang des Deals, doch mehrere englische Zeitungen berichten unter Berufung auf Quellen aus dem Klub-Umfeld, dass in den kommenden fünf Spielzeiten insgesamt 200 Millionen Euro nach Nord-London fließen werden. Hinzu kommt selbstredend noch die reichhaltige Ausstattung der Mannschaft mit Trikotsätzen und weiterem Teamsportbedarf in Wert von hunderttausenden von Euro.

Alte adidas-Bestmarke gesprengt

Damit hat sich Puma die Krone aufgesetzt und den vermeintlich übermächtigen Konkurrenten Nike und dem Erzrivalen adidas eine lange Nase gezeigt. Das legen zumindest zahlreiche Erhebungen über die Höhe der laufenden Ausrüsterkontrakte im Profifußball nahe. So hat das renommierte „Manager Magazin“ im Sommer 2013 die aktuellen Zahlen der drei höchstdotierten Sponsorenverträge von adidas, Nike und Puma veröffentlicht.

Die teuersten adidas-Teams in der Saison 2013/14:
Real Madrid: 36 Millionen Euro
FC Chelsea: 35 Millionen Euro
Bayern München: 25 Millionen Euro

Die teuersten Nike-Teams in der Saison 2013/14:
FC Barcelona: 33 Millionen Euro
Manchester United: 31 Millionen Euro
Juventus Turin: 14 Millionen Euro

Die teuersten Puma-Teams der Saison 2013/14:
Borussia Dortmund: 7 Millionen Euro
Newcastle United: 4 Millionen Euro
Girondins Bordeaux: 2,5 Millionen Euro

Während adidas in der laufenden Saison 96 Millionen Euro und Nike 78 Millionen Euro an ihre drei europäischen Aushängeschilder überweisen, zahlt Puma seinen drei Top-Klubs insgesamt „nur“ 13,5 Millionen Euro. Indem Puma sich mit dem FC Arsenal nun aber einen „Big Fish“ für gleich 40 Millionen Euro geangelt hat, setzt sich das Unternehmen zur neuen Saison in der Einzelwertung an die Spitze.

Trikotsatz von Manchester United der begehrteste der Welt

Doch adidas und Nike sind entschlossen zum Gegenschlag. Das Objekt der Begierde heißt Manchester United, das noch bis 2015 jährlich 31 Millionen Euro von Nike erhält. Obwohl der englische Rekordmeister sportlich ins Straucheln geraten ist, lassen sich mit den Trikots der Red Devils besonders in Asien Abermillionen verdienen.

Laut englischen Medienberichten haben sich Nike und adidas beim Wettbieten mittlerweile auf 80 Millionen Euro pro Saison hochgeschaukelt. Dieser Wert ist bereits doppelt so hoch wie die Zuwendung Pumas an den FC Arsenal. Doch es ist wohl davon auszugehen, dass sogar die 100-Millionen-Marke fallen wird.

Diese Zahl erscheint umso surrealer wenn man bedenkt, dass die meisten Amateurklubs keine oder nur sehr wenig Unterstützung beim Kauf von Vereinsbedarf, Trikots und Sportbekleidung erhalten. Sie sind auf preisgünstige Anbieter von hochwertigem Teamsportbedarf angewiesen. Besonders im Internet finden sich aber immer mehr dieser Shops, die Amateurvereinen gute Produkte zu fairen Preisen bieten.

1 Kommentar

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  1. Asanka sagt:

    Schon interessant, wie sich Puma nun aufstellt und Sponsorengelder freimacht. Ist zwar nicht das Gleiche, wie mit der KKR und Hertha BSC, aber ich glaube, es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch solche Sportausrüster in geringeren Dimensionen, auf den Plan treten.

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