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Feb
03

Das Faxen dicke – Wenn sich das mit Choupo-Moting nicht mal rächt

Wegen eines streikenden Fax-Gerätes wechselt Stürmer Eric-Maxim Choupo-Moting nun doch nicht vom Hamburger SV zum 1. FC Köln. Besser so, werden manche sagen. Vielleicht überdenken sie das aber noch einmal. Denn als gäbe es so etwas wie einen Fluch, haben viele Spieler erst so richtig Karriere gemacht, nachdem ihr Wechsel zum 1.FC Köln gescheitert war. Ein paar Beispiele gefällig?

Laurent Blanc (Weltmeister 1998, Europameister 2000)
War vor der Saison 1995/96 ein heißer Kandidat für die Abwehr. Aufgrund seines Alters (war bereits 29) verpflichtete der FC lieber einen jungen Deutsch-Argentinier, dessen Name heute noch für viele Köln-Fans der Inbegriff des Niedergangs ist: Christian Dollberg (11 BL-Spiele).

Andrej Shevchenko (Europas Fußballer des Jahres 2004)
Ebenfalls 1995 war beim FC der Ukrainer Andrej Shevchenko im Gespräch. Ein Spielerberater hatte den damals 18-jährigen für kleines Geld angeboten. Köln verzichtete, Shevchenko blieb noch ein paar Jahre in Kiew und machte später im Trikot des AC Mailand eine Weltkarriere. Trotzdem war es die richtige Entscheidung, Shevchenko nicht zu holen, hätte er doch gegen Holger Gaißmayer und Stefan Kohn einen überaus schweren Stand gehabt…

Shinji Kagawa (einer der überragenden Spieler der Bundesliga-Hinrunde)
Bevor sich Borussia Dortmund im vergangenen Sommer für 350.000 Euro die Dienste des kleinen Mittelfeldspielers sicherte, wurde der dem 1.FC Köln auf dem Silbertablett serviert. Die Geißböcke hielten damals wenig von der Idee, einen Japaner zu verpflichten. Der FC investierte das Geld lieber in Konstantinos Giannoulis. Dass Köln mittlerweile auf den bundesligaweiten Trend, Japaner zu holen, aufgesprungen ist, muss an dieser Stelle nicht extra erwähnt werden. Jeder hofft halt auf den „zweiten Kagawa“ – dabei hätte mir der erste schon gereicht…

Diese drei Herren sind verbrieft. Bei meiner Recherche bin ich aber in diversen Internet-Foren noch auf andere Namen gestoßen. Viele davon (u.a. der junge Raul Gonzalez Blanco) wirken so weit hergeholt, dass da eigentlich nichts Wahres dran sein kann. Aber beim 1. FC Köln weiß man ja nie…

Und um noch einmal auf den Anfang zurück zu kommen: Was das mit der Welt-Karriere angeht, bin ich bei Choupo-Moting ziemlich entspannt. Spieler, über die im Internet so genannte „Highlight“-Videos kursieren, in denen bereits Schüsse, die neben(!) dem Tor landen, mit einer Wiederholung bedacht werden, helfen selbst dem 1.FC Köln nicht weiter. Sonst hätte man ja auch gleich Manasseh Ishiaku behalten oder Marius Ebbers zurückholen können.

2 Kommentare

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  1. Anonymous sagt:

    Da hat sich der Autor mit seinem Urteil über Choupo-Moting wohl geirrt …

  2. Heibel sagt:

    Ja, da habe ich mich geirrt. Gebe aber zu bedenken, dass der Artikel fast vier Jahre alt ist. Damals war Choupo zwar ein pfeilschnelles Sturmtalent, aber eben auch ohne Torinstinkt. Den hat er mittlerweile. Davor Hut ab!

    Was soll man sagen? Das Internet vergisst halt nicht ;-)

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