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Okt
26

DFB-Pokal: Welche Klubs sind die Stolpersteine?

Pokal-Titelverteidiger VfL Wolfsburg gegen Meister Bayern München sowie das Duell zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach sind die großen Kracher in der zweiten Runde des DFB-Pokal 2015/16. Im Schatten dieser Spiele deuten sich aber auch Favoritenstürze an. Aktives Abseits nennt die größten Stolpersteine für die etablierten Vereine.

Borussia Dortmund (1. BL) – SC Paderborn (2. BL)

Bei Borussia Dortmund läuft es wieder. Das 1:5 bei Bayern München vor drei Wochen ist verdaut, spätestens mit dem 5:1 gegen den FC Augsburg am vergangenen Sonntag hat der BVB wieder in die Spur als „Best of the Rest“ hinter den Münchnern gefunden. Mit der legendären Südtribüne im Rücken scheint für den Pokalfinalisten des Vorjahres gegen einen Zweitligisten am Mittwoch (19 Uhr) der Weg ins Achtelfinale vorgezeichnet.

Gegner SC Paderborn ist aber kein gewöhnlicher Zweitligist (mehr). Seit der schillernde Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg Mitte Oktober das Traineramt beim Bundesliga-Absteiger übernahm, wehte ein frischer Wind durch die Reihen der Ostwestfalen. Mit den beiden 2:0-Siegen gegen Eintracht Braunschweig und Union Berlin im Rücken ist der Mannschaft des „Tigers“ auch in Dortmund ein forscher Auftritt zuzutrauen.

Dortmund bleibt klarer Favorit, aber gegen die mutigen und defensiv gut organisierten Paderborner wird die Mannschaft von Thomas Tuchel ein hartes Stück Arbeit erwarten.

Stolperfaktor für Dortmund: 25 Prozent.

SC Freiburg (2. BL) – FC Augsburg (1. BL)

Nach dem dramatischen Bundesliga-Abstieg strebt der SC Freiburg in der 2. Bundesliga der direkten Rückkehr ins Oberhaus entgegen. Augsburg zahlt dagegen in dieser Saison die Zeche für die sensationelle Europapokal-Qualifikation. Nach steiler Entwicklung seit dem Bundesliga-Aufstieg vor vier Jahren befindet sich der FCA nach dem 10. Spieltag als Bundesliga-Schlusslicht in einer tiefen Krise.

Das enge Freiburger Stadion verbreitet gerade unter Flutlicht eine besondere Atmosphäre. Der SC hat am Mittwoch (19 Uhr) gegen den Bundesligisten nichts zu verlieren, ist den Augsburgern aber moralisch aktuell weit voraus – und fußballerisch gewiss keine Klasse schlechter.

Stolperfaktor für Augsburg: 50 Prozent.

FSV Frankfurt (2. BL) – Hertha BSC (1. BL)

Eine mutmaßlich langweilige Paarung eröffnet die 2. Runde am Dienstagabend (19 Uhr) im Stadion des FSV Frankfurt. Die Hertha steht in der Bundesliga mit 17 Punkten nach dem 10. Spieltag als Tabellenfünfter glänzend da, während sich der FSV im Mittelmaß der 2. Liga eingefunden hat.

Hertha hat allerdings einen handfesten Pokal-Komplex: Obwohl das Endspiel seit 1985 alljährlich im heimischen Olympiastadion stattfindet, haben die Berliner den Einzug in ihr „Wohnzimmer“ stets verpasst – meist überaus frühzeitig und durchaus blamabel. Ein tristes Aus beim FSV würde in die Reihe von Namen wie Bielefeld, Worms, Koblenz oder Wuppertal passen, die für Hertha in den vergangenen Jahren Endstation waren.

Für Hertha spricht neben dem aktuellen Lauf der Fakt, dass der in der Liga gesperrte Torjäger Vedad Ibisevic im Pokal spielberechtigt ist. Die Frankfurter haben aber ebenfalls Rückenwind: Am Freitag drehte der FSV gegen Aufstiegsanwärter VfL Bochum einen 0:2-Rückstand noch in einen 3:2-Sieg.

Stolperfaktor für Berlin: 30 Prozent.

Carl Zeiss Jena (Regionalliga) – VfB Stuttgart (1. BL)

Eine scheinbar leichte Aufgabe erwartet den VfB Stuttgart am Mittwoch (20.30 Uhr) beim drei Klassen tiefer spielenden FC Carl Zeiss Jena. Doch zum einen haben die Jenenser in der 1. Runde bereits den großen Hamburger SV aus dem DFB-Pokal befördert, zum anderen ist das Stuttgarter Spiel unter Trainer Alex Zorniger vor allem eines: instabil.

Erstliga-Novize Zorniger hatte sich bei seinem Amtsantritt im Juli auf die Fahnen geschrieben, den VfB mit ultra-aggressivem Fußball von der Abstiegszone fernzuhalten. Dort aber steht der Deutsche Meister von 2017 nach knapp einem Drittel der Saison. Am vergangenen Samstag genügte den zuweilen kopflos agierenden Schwaben bei Bayer Leverkusen (3:4) eine 3:1-Führung nach knapp einer Stunde nicht einmal zu einem Unentschieden.

Stuttgart ist eine Wundertüte auf der Suche nach der Balance. Offensiv lautet das Urteil manchmal hui, hinten aber eigentlich immer pfui. In einem K.O.-Spiel wiegt diese Schwäche doppelt. Zorniger muss aufpassen: Nach dem Fehlstart in der Liga würde das Pokal-Aus bei einem Viertligisten seine Skeptiker noch lauter werden lassen.

Stolperfaktor für Stuttgart: 40 Prozent.

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