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Okt
29

Die ausgeglichenste Bundesliga aller Zeiten?

Dieser Artikel ist eine Antwort auf meinen Beitrag „Bayern ist so gut wie durch – Der Trend geht zum Zwischenfazit“ vom 26. September. Wer die Tabelle lesen kann, weiß seit dem 9. Spieltag aber nicht nur, dass die Meisterfrage noch offen ist (wer hätte das gedacht?!), sondern auch, dass mindestens zehn Mannschaften zugleich um Europa und gegen den Abstieg kämpfen.

Der erste Sieg von Bayer Leverkusen beim FC Bayern nach 23 Jahren war schon ein starkes Stück. Ok, Bayer spielte phasenweise auch mit 13 Mann. Immerhin war die Vorlage von Philipp Lahm zum 1:0 der Leverkusener ebenso unnachahmlich wie die eiskalte Vollstreckung von Jerome Boateng zum 2:1-Siegtreffer für die Gäste vom Rhein. Damit ist nicht nur der Vorsprung der Bayern auf den neuen Tabellenzweiten aus Schalke auf läppische vier Punkte zusammengeschrumpft. Auch Bayer hat durch die drei Punkte seine Ansprüche auf einen Champions-League-Platz unterstrichen.

Noch viel bemerkenswerter ist aber die (tabellarische) Entwicklung des Hamburger SV. Nach dem dritten Spieltag noch punktlos, liebäugelte so mancher HSV-Anhänger nach dem 2:0 im Freitagsspiel in Augsburg schon mit der Champions League-Teilnahme. Immerhin stand man zumindest für knapp 20 Stunden auf Platz vier!

Nur drei Vereine scheinen oben gesetzt

Nachdem alle 18 Mannschaften ein Viertel der Saison gespielt haben, muss man wohl attestieren, dass wir in diesem Jahr das breiteste Mittelfeld aller Zeiten haben. Dass die Bayern zu 100 Prozent die Champions League erreichen werden und – trotz der gestrigen Niederlage – Top-Favorit auf die Meisterschaft bleiben, steht wohl außer Frage. Auch die Schalker steuern mit ihren abgeklärten Leistungen in der Liga ganz klar Richtung Königsklasse. Aufgrund der Qualität im Kader wird auch Borussia Dortmund die Top 3 erreichen.

Doch dahinter ist alles offen wie nie. Die vor zwei Spieltagen gefühlt fast schon abgestiegenen Stuttgarter sind nun bereits Achter. Die starken Hannoveraner liegen nur auf Platz 10. Die in der letzten Woche abgeschlachteten Gladbacher waren gestern kurz vor 19 Uhr den Abstiegsrängen sehr viel näher als dem Europapokal. Nun liegt die Favre-Elf gerade einmal drei Zähler hinter dem Champions-League-Qualifikationsplatz vier.

Ich könnte noch sehr viel mehr Beispiele anführen. Worauf ich letztlich hinauswill, ist dies: Die Bundesliga ist offen wie selten – zumindest im Kampf um Platz vier bis sechs. Aufsteiger Frankfurt behauptet noch einen ordentlichen Vorsprung auf die stärker eingeschätzte Konkurrenz. Doch das kann sich in den kommenden Wochen genauso ändern wie die miese Tabellenplatzierung der Wolfsburger. Womöglich aber auch nicht. Genau das macht die Bundesliga so interessant.

P.S.: Was den Abstieg angeht, kann ich meine Prognose vom Saisonstart nur wiederholen: Fürth und Augsburg bleiben da unten. Die beiden Klubs aus Bayern erhalten bald Gesellschaft von der „Würstchenbude“ aus Düsseldorf.

1 Kommentar

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  1. Nils sagt:

    Die Niederlage der Bayern gestern, war ja mal ein schlechter Scherz…. unfassbar.

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