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Dez
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Die Bundesliga-Hinrunde der Saison 2013/14 in Zahlen

Fußball ist ein Zahlenspiel, bei dem Erfolg in Toren und Punkten gemessen wird. Doch in der Hinrunde der Bundesligasaison 2013/14 haben noch ganz andere Zahlen eine Rolle gespielt.

0
Nicht einen einzigen Auswärtspunkt hat Hannover 96 bei seinen acht Auftritten auf fremden Plätzen errungen. Damit „jagen“ die Niedersachsen den Rekord des 1. FC Nürnberg aus der Saison 1983/84. Die Franken verloren damals sämtliche 17 Auswärtsspiele der Saison und stiegen fast folgerichtig ab.

1
Am 16. Spieltag brachten die Spieler des FSV Mainz 05 und von Borussia Mönchengladbach im direkten Duell gemeinsam einen einzigen Schuss auf das Tor zustande. Weitere 15 Versuche landeten neben oder über dem Kasten. Das Spiel endete 0:0. Irgendwie logisch.

1
Einen Punkt hatte Aufsteiger Eintracht Braunschweig nach dem 7. Spieltag auf dem Konto. In Kombination mit dem Torverhältnis von 3:18 haben die Löwen den schlechtesten Bundesligastart aller Zeiten hingelegt. Die nächsten zehn Spiele brachten immerhin zehn Punkte bei 7:14 Toren.

2
Mit dem 1. FC Nürnberg und Eintracht Frankfurt brachten zwei Klubs das Kunststück fertig, kein einziges Heimspiel zu gewinnen. Der FC Bayern machte es genau andersherum: Die Münchner gewannen alle neun Heimspiele der Hinrunde. Zusammen mit den acht Heimsiegen aus der Rückrunde der Vorsaison macht das 17 Heimsiege in 17 Heimspielen des Kalenderjahres 2013.

3
Die Bundesliga ist die einzige Top-Fünf-Liga in Europa, in der bis Weihnachten im Schnitt mehr als drei Tore pro Spiel fielen (486 in 152; 3,2 Tore pro Spiel).

3
Bei seinem Bundesligadebüt gelangen Borussia Dortmunds Neuzugang Pierre-Emerick Aubameyang am 1. Spieltag gleich drei Tore beim 4:0-Sieg gegen den FC Augsburg. Damit ist der Gabuner erst der sechste Spieler der Bundesliga-Geschichte, der sich zum Start dreifach in die Torschützenliste eintrug.

8
Acht Elfmeter verhängten die Schiedsrichter am 14. Spieltag – so viele wie seit 27 Jahren nicht mehr an einem einzelnen Spieltag. Jeweils drei Elfmeter wurden in den Partien 1899 Hoffenheim gegen Werder Bremen (4:4) sowie FSV Mainz 05 gegen Borussia Dortmund (1:3) verhängt. Sämtliche acht Strafstöße wurden verwandelt.

12
Lediglich zwölf Minuten benötige Hannovers Angreifer Mame Diouf am 10. Spieltag gegen 1899 Hoffenheim (1:4), um mit der Gelb-Roten Karte vom Platz zu fliegen – Bundesliga-Rekord. Besonders originell: Der Platzverweis kam ohne ein einziges Foulspiel zustande. Den ersten Karton setzte es wegen Reklamierens, den zweiten holte sich der Senegalese nach einer vermeintlichen Schwalbe ab.

15
Bayern-Coach Pep Guardiola blieb als erster Trainer in der Geschichte der Bundesliga in seinen ersten 15 Ligaspielen ohne Niederlage. Der Spanier ist dabei, den Rekord weiter auszubauen. Aktuell steht er bei 16. Ein Ende scheint nicht in Sicht.

16
Unglaubliche 16-mal standen dem 1. FC Nürnberg in der Hinrunde Pfosten oder Latte im Weg. Kein Wunder, dass der Club einen nicht gerade begehrten Bundesligarekord eingefahren hat (siehe „17“).

17
An den ersten 17 Spieltagen – also in der kompletten Hinrunde – ist der 1. FC Nürnberg ohne Sieg geblieben. Das ist natürlich Bundesligarekord. Imposant auch die Zahl von elf Unentschieden. Hier wurde der alte Rekord um ein Remis verfehlt (1. FC Köln, 12 Unentschieden nach 17 Spieltagen; Saison 1991/92).

24
In der Hinrunde hat der FC Augsburg 24 Punkte gesammelt – genauso viele wie in den Hinrunden 2011/12 (15) und 2012/13 (9) zusammen.

34
Gerade einmal 34 Sekunden ab Anpfiff hat der Braunschweiger Karim Bellarabi am 6. Spieltag im Spiel bei Borussia Mönchengladbach (1:4) benötigt, um die Gelbe Karte zu sehen – Saisonrekord.

44
Mit 44 Punkten hat Bayern München den eigenen Punkterekord aus dem Jahr 2005 für eine Bundesliga-Hinrunde eingestellt. Anmerkung mit Sternchen: Aufgrund der Klub-WM haben die Bayern dafür nur 16 Spiele benötigt. Mit 42:8 Treffern ist das Torverhältnis zudem deutlich besser als vor acht Jahren (35:12).

74
Wer viele Tore sehen wollte, war bei den Spielen von 1899 Hoffenheim goldrichtig. 36 Treffer erzielten die Kraichgauer in ihren 17 Spielen der Hinrunde und kassierten sogar 38 Buden. Alle 21 Minuten fiel damit bei Hoffenheimer Spielen ein Tor. Bundesligarekord ist das aber nicht. Den hält der 1. FC Köln. In der FC-Meistersaison 1977/78 waren in den ersten 17 Spielen mit Beteiligung der Geißböcke sogar 79 Tore gefallen (Torverhältnis: 51:28).

81
Am 3. Spieltag verbuchte der FC Bayern beim 2:0-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg unglaubliche 81 Prozent Ballbesitz. Das ist Bundesligarekord seit der Erfassung dieser Werte in der Saison 2004/05 – und vermutlich auch darüber hinaus.

1000
Die Hinrunde brachte das 1000. torlose Unentschieden der Bundesliga-Geschichte. Schauplatz war das Niedersachsenderby zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig am 12. Spieltag.

11448
Bayern München spielte in der Hinrunde laut „Opta“ ligaweit die meisten Pässe. 11448-mal insgesamt und 715-mal pro Spiel wanderte die Kugel durch die Reihen der Roten. Irgendwie muss man ja auf bis zu 81 Prozent Ballbesitz kommen (s.o.).

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So hoch ist die statistische Wahrscheinlichkeit, im deutschen Lottosystem „6 aus 49“ sechs Richtige plus Superzahl zu ziehen. Eine ziemlich dürftige Quote. Vergleichbar mit der Wahrscheinlichkeit, mit der Bayer Leverkusens Stürmer Stefan Kießling am 9. Spieltag den Ball per Kopf just durch das einzige Loch im Hoffenheimer Tornetz in den Kasten beförderte. Diese Szene ist ein Unikat in bislang 15460 Spielen der 1. Bundesliga (inklusive Relegations- und Wiederholungsspielen).

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