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Dez
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Die Bundesliga-Hinrunde der Saison 2014/15 in Zahlen

Fußball ist ein Zahlenspiel, bei dem Erfolg in Toren und Punkten gemessen wird. Doch in der Hinrunde der Bundesligasaison 2014/15 haben noch ganz andere Zahlen eine Rolle gespielt.

0
Werder Bremen gab beim 0:6 im Auswärtsspiel beim FC Bayern am 8. Spieltag keinen einzigen Torschuss ab. Das gab es seit Beginn der Datenerfassung in der Saison 1993/94 noch nie. Werder holte in München auch keinen einzigen Eckball heraus.

1,65
Bei den Spielen mit Beteiligung des Hamburger SV (9:19 Tore) fallen so wenige Treffer wie bei keinem anderen Team. Deutlich mehr Unterhaltung bot die Frankfurter Eintracht (34:34 Tore/4,0 Tore pro Spiel).

4
Gerade einmal vier Gegentore hat Bayern München um Torhüter Manuel Neuer in der Hinrunde hinnehmen müssen. Ein beängstigender Bestwert, der einen weiteren Rekord in der Rückrunde quasi vorprogrammiert: Die Unterbietung der „ewigen“ Bestmarke von nur 18 Gegentoren – natürlich ebenfalls gehalten von Neuers Bayern aus der Triple-Saison 2012/13. P.S.: Die 13 Zu-null-Spiele der Bayern sind natürlich auch Rekord in einer Hinrunde.

4
Zwischen dem Tabellenletzten SC Freiburg (15 Punkte) und dem Zehnten SC Paderborn (19) liegen nach 17 Spieltagen nur vier Punkte. So wenige zwischen den Rängen 18 und zehn waren es seit Einführung der Drei-Punkte-Regel vor 19 Jahren allein in der Saison 2000/01.

5
Mit Bayern München bliebt zum fünften Mal eine Mannschaft in der Bundesliga-Hinrunde ohne Niederlage (14 Siege, drei Remis). Den Bayern selbst gelang dieses Kunststück zum dritten Mal (letztmals in der Vorsaison), weiterhin waren HSV 1982/83 und Leverkusen 2009/10 in der ersten Halbserie nicht zu besiegen.

9
Nach nur neun Sekunden erzielte der Leverkusener Karim Bellarabi am 1. Spieltag bei Borussia Dortmund (2:0) den schnellsten Treffer der Bundesliga-Historie. Giovane Elber (Bayern München/Saison 1997/98) war mit elf Sekunden dagegen ein regelrechter „Lahmarsch“.

9
Der Hamburger SV stellte mit neun erzielten Toren nach 17 Spielen einen neuen Klub-Negativrekord auf. Nur Eintracht Frankfurt (1988/89) und – natürlich – Tasmania Berlin (1965/66) mit jeweils acht Toren nach 17 Spielen waren noch schlechter.

9
Neun der aktuellen 18 Bundesliga-Trainer kommen aus dem Ausland. Das gab es noch nie. Es sind: Pep Guardiola (Spanien/Bayern München), Peter Stöger (Österreich/1. FC Köln), Jos Luhukay (Niederlande/Hertha BSC), Huub Stevens (Niederlande/VfB Stuttgart), Lucien Favre (Schweiz/Borussia Mönchengladbach), Viktor Skripnik (Ukraine/Werder Bremen), Roberto Di Matteo (Italien/Schalke 04), Kasper Hjulmand (Dänemark/Mainz 05) und Tayfun Korkut (Türkei/Hannover 96).

10
Borussia Dortmund hat in der Hinrunde häufiger verloren als jede andere Mannschaft. Eine derart schlechte Bilanz hat es in der sechseinhalbjährigen Ära von Trainer Jürgen Klopp nicht einmal nach 34 Spieltagen gegeben.

11
Bayern München hat zur Winterpause elf Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger VfL Wolfsburg. Nie zuvor ging ein Herbstmeister mit so einem großen Vorsprung in die Rückrunde.

13
Für die meisten Menschen ist die 13 eine Unglückszahl – nicht so für Arjen Robben. In seinen 13 Einsätzen verließ der Bayern-Star 13-mal als Sieger den Platz und war an 13 Toren direkt beteiligt (zehn Tore, drei Vorlagen).

17
Seit Einführung des Freistoßsprays am 8. Spieltag sind 17 Freistöße in zehn Runden direkt verwandelt worden (1,7 pro Spieltag), an den sieben Spieltagen zuvor waren es lediglich 6 (0,86). Der Grund: Die Mauer kann den Abstand zum Schützen durch „Trippeln“ hinter dem Rücken des Schiedsrichters nicht mehr verringern, die Schützen erhalten dadurch günstigere Winkel. Und die Fans freuen sich über spektakuläre Tore.

21
Seit Einführung der gelb-roten Karte im Jahr 1991 gab es nie so wenige Platzverweise wie in der abgelaufenen Hinrunde (21).

35,44
Schneller als die meisten Bundesbürger auf dem Fahrrad war der Dortmunder Pierre-Emerick Aubameyang in der Hinrunde mit seinen Beinen unterwegs. Verglichen mit Usain Bolt ist der Wert des Gabuners allerdings nichts: Bei seinem Weltrekord über 100 Meter (9,58 Sekunden) erreichte „Thunter-Bolt“ 2009 in Berlin 44,72 km/h.

54
Fußballerisch war das 1:0 des Hamburger SV gegen Bayer Leverkusen am 10. Spieltag Magerkost, dafür brachte die Partie mit 54 Fouls einen Saisonrekord im Bereich der „zwischenmenschlichen Kontakte“. Gerade einmal acht Fouls wurden dagegen am 16. Spieltag zwischen Bayern München und dem SC Freiburg (2:0) verzeichnet.

82,3
Paderborns Moritz Stoppelkamp schoss ein Tor für die Geschichtsbücher, als er am 4. Spieltag kurz vor dem eigenen Strafraum gegen seinen Ex-Klub Hannover aus 82,3 Metern abzog und traf. Bundesliga-Rekord!

197,1
Kein Spieler hat in der Hinrunde mehr Meter auf dem Spielfeld gemacht als der Bremer Zlatko Junuzovic. Seine 197,1 km entsprechen fast fünf Marathonläufen, aufgeteilt in 17 Abschnitte. Pro 90 Minuten ist allerdings der Freiburger Vladimir Darida mit 12,6 km Spitzenreiter. Dabei ist der Tscheche insgesamt „nur“ 190,4 km gelaufen.

216
Irrwitzige 216 Ballkontakte hatte Bayerns Xabi Alonso am 6. Spieltag beim 2:0-Sieg des FCB in Köln. Zum Vergleich: Die FC-Spieler waren zusammen gerade einmal 254-mal an der Kugel.

365
Nach 365 Minuten kassierte der 1. FC Köln erst das erste Gegentor (beim 0:1 am 5. Spieltag bei Hannover 96). Torhüter Timo Horn war dabei als erster Schlussmann in der 52-jährigen Liga-Geschichte in seinen ersten vier Spielen im Oberhaus ohne Gegentreffer geblieben.

507
Der Hamburger SV musste 507 lange Minuten warten bis zum ersten Saisontor durch Nicolai Müller am 6. Spieltag gegen Eintracht Frankfurt (1:2). Das ist Bundesliga-Negativrekord.

1127
Mit Rafinha auf dem Platz blieb Bayern München in dieser Hinrunde 1127 Minuten ohne Gegentor – neuer Bundesliga-Rekord. Die Serie riss erst am 17. Spieltag beim 2:1 in Mainz.

2046
Nicht wenige behaupten, dass der Absturz von Vizemeister Borussia Dortmund mit nachlassendem Engagement der Spieler einhergeht. Zumindest die Laufdaten sprechen eine andere Sprache: In der Hinrunde haben die BVB-Spieler 2046 km zurückgelegt (120,3 pro Spiel), das bedeutet den klaren Spitzenplatz vor Gladbach und Hoffenheim.

540000
So viele Euro muss Marco Reus wegen jahrelangen Fahrens ohne Führerschein berappen. „Rolls Reus“, seit November verletzt, muss damit bis auf weiteres auch privat auf die Bremse treten. Naja, vielleicht gibt’s ja jetzt Angebote von Aston Villa oder den Blackburn Rovers. Ansonsten bleibt er bis auf weiteres immobile.

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