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Okt
14

Die fünf besten Songs über Lukas Podolski

Treue Leser dieses Blogs haben möglicherweise schon mitbekommen, dass ich eine gewisse Bewunderung für Lukas Podolski hege. Dass ich mit dieser Haltung nicht alleine dastehe, zeigt die Vielzahl an Liedern, die völlig zu Recht über den bis dato 111-fachen Nationalspieler gedichtet wurden. Hier sind die besten fünf.

Ab wann ist man alt? Jeder hat da vermutlich seine eigenen Theorien. Sobald man gesiezt wird, wäre so ein Ansatz. Sobald man mehr Haare in der Nase als auf dem Kopf hat, ein anderer. Ich persönlich bin ein Anhänger der folgenden Theorie: Man ist alt, sobald der eigene Lieblingsfußballer jünger ist als man selbst.

Was das angeht, müsste ich Lukas Podolski eigentlich verfluchen. Denn ich selbst zählte gerade einmal 22 Jahre und drei Monate, als ich am 22. November 2003 auf der Südtribüne des Rhein-Energie-Stadions stehend Augenzeuge des Bundesligadebüts eines gewissen Lukas Podolski wurde. Der hatte damals gerade einmal 18 Lenze, trug im Gesicht noch die letzten Spuren der Pubertät und auf dem Kopf erstaunlicherweise fast den gleichen Haarschnitt wie heute.

Der „Prinz“ spielte sich rasend schnell in die Herzen nicht nur der FC-Fans. Zehn Tore in seiner ersten Bundesliga-Saison und geniale Sprüche wie „Wenn der Ball auf dem linken Fuß ist, ist er meistens drin, das ist wie in der A-Jugend“ machten ihn schnell zum Liebling der Nation. Aus seiner erfrischenden Art leitet sich die Vielzahl an Chansons über „LP10“ ab, von denen ich die für mich besten fünf in chronologischer Reihenfolge zusammengestellt habe.

The Mann Mann Mann Manns – „Podolski“ (2004)

Die vier Kölner um den Schauspieler Daniel Wiemer waren vermutlich die ersten, die Lukas Podolski besungen haben. Das Lied war kein Chart-Erfolg, ist dafür aber eine unglaublich schöne Liebeserklärung an das „Goldknie“ des damaligen Teenies, die ich heute noch nach großen Poldi-Momenten vor mich hin summe.

Beste Textzeile: „Dein linker Fuß ist wie ein Liebesgruß. Es fehlt nur, dass du übers Wasser gehen kannst.“

Jürgen Milski & Libero 5 – „Lu-Lu-Lu-Lukas Podolski“ (2006)

Der Star der ersten Big-Brother-Staffel mischte in den 2000ern nicht nur beim Gewinnspiel-Sender „9Live“ ganz vorne mit („Hot Button Runde! Leute, lasst mich net hängen“), sondern entwickelte sich auch zu einer Grande im Après-Ski- und Ballermann-Hits-Metier („Heute fährt die 18 bis nach Istanbul.“).

Als bekennender FC-Fan unternahm Jürgen im WM-Jahr 2006 gemeinsam mit Libero 5 den Versuch, Poldi mit einer gesungenen Hommage in Köln zu halten. Brachte nix, der Prinz wechselte nach dem Abstieg des Geißbock-Klubs zum FC Bayern.

Beste Textzeile: „Manche die sind faule Millionäre, doch dir geht es einfach um die Ehre.“

Fünf vor Zwölf – „Poldi kommt nach Haus'“ (2009)

Nach drei mäßigen Jahren in München kehrte Podolski 2009 nach Köln zurück. Der FC kratzte sein letztes Geld zusammen und mobilisierte mehrere Investoren, um den „verlorenen Sohn“ heimholen zu können. Über 20.000 Menschen strömten zu Podolskis erstem Training ins Rhein-Energie-Stadion, RTL übertrug sogar das „Welcome-back“-Spiel zwischen Köln und dem FC Bayern live.

Passend zur Heimkehr-Thematik bediente sich die Kölner Combo „5 vor 12“ bei der 1996er-EM-Hymne „Football’s coming home“ und textete den Song auf Podolski um. Hat trotzdem irgendwie nicht so richtig gezündet, die Nummer.

Beste Textzeile: „Geißbock auf der Brust, stürmt er neben Nova. Und sein linker Fuß schießt und nach Europa.“

Brings feat. Lukas Podolski – „Halleluja“ (2012)

Zugegeben, „Halleluja“ von der Kölner Band Brings ist kein Lied über Podolski. Der bekennende Brings-Fan hat es aber geschafft, dass die Gruppe im Frühjahr 2012 eine neue Version ihres 2010er Hits herausbrachte, an der auch Podolski „musikalisch“ mitwirken durfte.

Beste Textzeile: Dialog Peter Brings/Lukas Podolski am Anfang des offiziellen Musikvideos: „Hey Poldi, kannste eijentlich singe?“ „Hey Peter, kannste eijentlich Fußball spille.“ Zumindest die Antwort auf die erste Frage wurde in den folgenden knapp 200 Sekunden ziemlich eindeutig mit „Nääh“ beantwortet…

Fan-Gesang FC Arsenal – „Lukas Podolski, he scores when he wants“ (2012 – ?)

Englische Fußballfans sind für ihre oft geistreichen Fangesänge bekannt. Was den „Poldi-Song“ angeht, kann man das nicht unbedingt behaupten. Die Zeile „He scores when he wants“ hatte nämlich bis Juni 2012 noch Arsenal-Star Robin van Persie gehört.

Als der Torjäger anschließend zu Manchester United wechselte, textete der Anhang den Song der Einfachheit halber auf Neuzugang Podolski um. Der scorete bis zu seiner schweren Muskelverletzung im August 2013 zwar nicht unbedingt wie er wollte, ein blindes Huhn war er aber auch nicht: Nach 46 Spielen für Arsenal stehen bislang 18 Tore und 13 Vorlagen zu Buche.

Erst kürzlich wurde der Song übrigens noch einmal umgetextet, dieses Mal sogar auf eine wirklich kreative Weise. Nachdem Arsenal-Mittelfeldstar Jack Wilshere Anfang Oktober von einem Fanreporter beim Rauchen fotografiert und dafür von Trainer Arsène Wenger gerüffelt wurde, stimmte der Gunners-Anhang nach Wilsheres Tor zum 1:1 bei West Bromwich im darauffolgenden Spiel an: „Jack Wilshere, he smokes when he wants!“

P.S.: Es ist in Deutschland etwas untergegangen, aber auch Arsenals Abwehrchef Per Mertesacker erfreut sich bei den Arsenal-Fans großer Beliebtheit, wie dessen persönlicher Song belegt.

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