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Jun
06

Die Fußball-EM 2016 in Zahlen

Bei der Fußball-Europameisterschaft 2016 sind erstmals 24 Mannschaften dabei. Während die 5 Neulinge vor allem die Turnierluft genießen wollen, strebt Deutschland seinen 4. Titel an. Um all diese Themen dreht es sich vom 10. Juni bis zum 10. Juli in Frankreich. Die EM in Zahlen.

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Die Nationaltrainer von Island, Irland und Nordirland haben keinen einzigen Spieler nominiert, der in der heimischen Liga unter Vertrag steht.

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Allein das englische Nationalteam besteht ausschließlich aus Spielern, die in der heimischen ersten Liga spielen. Deutschland reist mit zehn Legionären nach Frankreich. Zum Vergleich: Bei der WM vor zwei Jahren standen nur sieben Profis aus dem Ausland im DFB-Aufgebot.

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Zweimal ist der amtierende Weltmeister bislang auch Europameister geworden: Frankreich setzte sich 2000 in Belgien/Niederlande die kontinentale Krone auf, Spanien vor vier Jahren in Polen/Ukraine. Deutschland scheiterte als amtierender Weltmeister 1976 und 1992 jeweils im Finale.

3
Die Niederlande sind in der „ewigen“ EM-Tabelle die Nummer drei, wurden zudem Dritter bei der letzten Weltmeisterschaft – für das Turnier in Frankreich konnte sich die Elftal aber nicht qualifizieren.

4
Deutschland peilt nach dem vierten WM-Titel vor zwei Jahren auch den vierten Gewinn der Europameisterschaft an. Dieses Ziel hat auch Spanien nach seinen Erfolgen von 1964, 2008 und 2012 im Blick. Frankreich würde mit dem dritten Titel nach 1984 und 2000 mit diesen beiden Top-Nationen gleichziehen.

4
Mit England, Irland, Nordirland und Wales haben sich vier der fünf Nationen von den britischen Inseln für die EM 2016 qualifiziert. Allein die Schotten verpassten das Ticket.

5
Frankreich ist bereits zum fünften Mal Gastgeber eines großen Turniers. 1938 und 1998 fand die WM im Hexagon statt, 1960 und 1984 die EM-Endrunde. Bei den letzten beiden „Heimspielen“ gewann Frankreich den Titel. Auch dieses Mal gilt die Equipe Tricolore als heißer Anwärter auf den Turniersieg.

5
Fünf Mannschaften nehmen 2016 zum ersten Mal an einer EM-Endrunde teil: Albanien, Island, Nordirland, Slowakei und Wales. Mehr Debütanten gab es nie. Dies ist allerdings auch auf die Aufstockung von 16 auf 24 Teilnehmer zurückzuführen.

6
Mit 6:1 besiegten die Niederlande im Jahr 2000 im Viertelfinale Jugoslawien. Es ist der höchste Sieg bei einer EM-Endrunde.

7
Die deutschen Dauerbrenner Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski bestreiten ihr siebtes großes Turnier. Für beide ist es die vierte EM nach 2004, 2008 und 2012. Werden sie eingesetzt, ziehen sie mit dem deutschen Rekordhalter Lothar Matthäus gleich, der 1980, 1984, 1988 und 2000 gespielt hat. 1992 war der Rekordnationalspieler verletzt, 1996 wurde er nicht berücksichtigt.

9
Der Franzose Michel Platini ist mit neun Toren EM-Rekordschütze – alle erzielt bei der für Frankreich siegreichen EURO 1984. Von den aktiven Spielern sind Platini der Schwede Zlatan Ibrahimovic und der dreimalige Weltfußballer Cristiano Ronaldo (Portugal) am dichtesten auf den Fersen. Beide benötigten für ihre fünf Treffer aber jeweils drei Endrunden. Unter den nominierten deutschen Spielern ist Lukas Podolski mit vier Treffern (2008: 3, 2012: 1) der erfolgreichste EM-Torschütze.

10
Gespielt wird bei der EURO in zehn Stadien. Das größte ist das Stade de France in St. Denis vor den Toren von Paris (80.000 Plätze), wo unter anderem das Eröffnungsspiel und das Finale stattfinden. Die kleinste Arena steht in Toulouse (33.000).

11
Deutschland hat bislang keines seiner elf Auftaktspiele bei einer EM verloren (sechs Siege, fünf Unentschieden). England hat bislang keines seiner acht Auftaktspiele gewonnen (je vier Remis und Niederlagen).

11
Joachim Löw hat bereits elf EM-Spiele als Nationaltrainer auf dem Buckel. Das ist international Platz eins gemeinsam mit Ex-Bundestrainer Berti Vogts. Drei weitere Spiele sind Löw in der Vorrunde garantiert, er wird sich damit mit Abstand allein an die Spitze setzen.

12
Juventus Turin und der FC Liverpool sind jeweils mit zwölf Spielern bei der EM vertreten. Das ist Höchstwert. Der deutsche Rekordmeister Bayern München folgt mit neun Profis auf Rang fünf.

12
Spanien, Sieger der Endrunden 2008 und 2012, ist seit 12 EM-Spielen ungeschlagen. Rekord!

15
Die EURO 2016 ist die 15. EM-Endrunde. Das erste Turnier fand 1960 statt. Die Weltmeisterschaft geht dagegen 2018 in Russland bereits in seine 21. Endrunde.

16
In stolzen 16 EM-Spielen haben die Maurermeister aus Italien hinten die Null gehalten. Das ist Rekord.

18
Der Engländer Marcus Rashford von Manchester United ist am 31. Oktober 1997 geboren und mit 18 Jahren und acht Monaten der jüngste Teilnehmer der EURO 2016.

22
In den Kadern von Island und Nordirland stehen Spieler aus 22 verschiedenen Klubs. Der russische Nationaltrainer Leonid Sluzki bediente sich dagegen bei nur acht Vereinen.

23
Deutschland hat die meisten Siege in der EM-Geschichte verbucht: 23. Auch die 43 Spiele der Auswahl des DFB sind der Spitzenwert.

24
Erstmals nehmen 24 Teams an der EM teil. Die sich daraus ergebende Zahl von 51 Begegnungen ist somit ebenfalls Rekord. Von 1960 bis 1976 waren nur vier Teams bei der Endrunde vertreten, von 1980 bis 1992 acht, ab 1996 dann 16.

25
Das günstigste Ticket kostet in der Vorrunde 25 Euro. Für eine Finalkarte der höchsten Preisklasse werden auf regulärem Weg 895 Euro fällig.

40
Der ungarische Stammtorhüter Gabor Kiraly wird mit 40 Jahren zum ältesten EM-Teilnehmer aufsteigen. Noch hält Lothar Matthäus mit 39 Jahren den Rekord. Matthäus weist auch die längste Zeitspanne zwischen seinem ersten und letzten Einsatz (20 Jahre und 6 Tage) auf.

42
Der EM-Pokal ist 42 cm hoch und wiegt zehn Kilogramm. Materialkosten: knapp 15.000 Euro. Ideeller Wert: unbezahlbar.

49
Immerhin 49 EM-Spieler stehen nicht bei einem Erstligisten unter Vertrag. 36 dieser Spieler sind in England aktiv, acht in der 2. Bundesliga.

67
Gerade einmal 67 Sekunden ab Anpfiff benötigte der Russe Dimitri Kiritschenko 2004 im Gruppenspiel gegen Griechenland (Endstand 2:1) für das schnellste EM-Tor.

139
Knapp ein Viertel der 552 EM-Spieler verdient sein Geld in England, exakt 139 an der Zahl. Das DFB-Team hat drei England-Legionäre: Bastian Schweinsteiger (Manchester United), Mesut Özil (FC Arsenal) und Emre Can (FC Liverpool). Deutschland stellt mit 65 Profis das zweitgrößte Kontingent.

301
Insgesamt 301 Millionen Euro schüttet die UEFA an Prämien an die 24 EM-Teilnehmer aus. Der neue Europameister erhält mit 27 Millionen Euro logischerweise den Löwenanteil.

680
Wer sein Panini-Album füllen will, benötigt 680 Klebebildchen. 96 Euro muss man dafür investieren – und das auch nur in dem unwahrscheinlichen Fall, dass man keine Dublette hat.

6500
Aus 96 Ländern sind rund 6500 freiwillige Helfer (Volunteers) in Frankreich im Einsatz.

92.000
Auf die Fanmeile am Eiffelturm in Paris passen 92.000 Menschen – mehr als in das Stade de France.

125.000
Das Halbfinale bei der EM 1964 zwischen Spanien und Ungarn in Madrid sahen 125.000 Zuschauer – wohl ein Rekord für die Ewigkeit. Bei der EM 1972 wollten das Halbfinale zwischen der Sowjetunion und Ungarn im belgischen Anderlecht gerade einmal 1700 Menschen sehen – mit Abstand der Minuswert.

740.000
Sollte Belgien zum ersten Mal Europameister werden, erhält jeder Spieler der Roten Teufel 740.000 Euro Titelprämie. Vergleichsweise günstig käme der DFB davon: Sollte Weltmeister Deutschland zum vierten Mal Europameister werden, erhält jeder Spieler 300.000 Euro Prämie.

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