«

»

Sep
03

Einmal ist einmal zu viel – Der Fall Kevin Pezzoni

Politisch folgt Deutschland den Grundsätzen der Demokratie. Eine Partei, die nur 0,1 Prozent der Wähler hinter sich bringt – und sei sie noch so laut und unverschämt – wird in diesem Land niemals etwas zu sagen haben. Im Fußball ist das seit der letzten Woche anders: Eine Minderheit hat den Fußballer Kevin Pezzoni als Spieler des 1.FC Köln abgewählt.

Mit Fußballprofis muss man kein Mitleid haben, heißt es oft. Sie haben ihr Hobby zum Beruf gemacht, stehen im Rampenlicht und verdienen überdurchschnittlich viel Geld. Auf den ersten Blick leben diese wenigen Auserwählten den Traum der meisten Männer.

Schaut man aber genauer hin, stellt man fest, dass der Profifußball ein knallhartes Geschäft ist. Wer seine Leistung nicht bringt, wird früher oder später von seinem Verein aussortiert. Das ist hart, folgt aber den Konventionen, denen sich jeder unterordnet, der einen Profivertrag unterschreibt. Auch der Fußballer Kevin Pezzoni ist am vergangenen Freitag aussortiert worden. Allerdings nicht von seinem Verein, sondern von einer besonders renitenten Minderheit seiner „Anhänger“.

Das Signal ist verheerend: Die Vertragsauflösung Pezzonis – egal, ob sie nun vom Verein oder vom Spieler ausging – hat einer Minderheit Recht gegeben. Seit Freitag glauben ein paar Idioten, die sich maximal mit ihrem Verein identifizieren, aber auch ein Höchstmaß an Dummheit und Rücksichtslosigkeit mitbringen, dass sie den Weg des Fußballs bestimmen können, indem sie den Protagonisten nur ausreichend zusetzen. Es ist ein trauriges Beispiel, das Schule machen wird, wenn nichts unternommen wird.

Darum heißt es, spätestens jetzt einzugreifen. Die Täter müssen mit allen juristischen Mitteln belangt werden. Die Mehrzahl der „guten“ Fans, die wissen, dass sie mit ihrer Liebe zu einem Verein nicht das Recht auf Siege erworben haben, müssen die einzelnen Gewalttäter ächten und bloßstellen. Noch sind es wenige. Doch bereits 10 oder 20 Idioten reichen aus, um das Leben eines Menschen zu zerstören. Auch hier gilt: Einer ist bereits einer zu viel.

P.S.: Kevin Pezzoni ist zu wünschen, dass er bald wieder ohne Angst vor einem Fehlpass Fußball spielen darf. Unterstützt ihn dabei: http://www.facebook.com/Kevin.Pezzoni

1 Kommentar

1 Ping

  1. Pro Kevin sagt:

    Was da gerade alles abgeht, ist echt ein Skandal. Man sollte allmählich drüber nachdenken, Intelligenztests am Stadioneingang zu machen. Wegen mir auch Tests der Emotionalen Intelligenz.
    Pezzoni war nie der Knaller, aber Drohungen gehen gar nicht. Im Stadion darf man ihn nach nem Fehlpass verfluchen. Aber nach dem Spiel ist Schluss.
    Ich hoffe, dass die Szene mit aller Härte reagiert. Wer Spieler bedroht, der ist mindestens ein Stalker auf dem besten Weg zum Gewalttäter.

  1. Vertragsauflösung mit Pezzoni "falsches Signal" sagt:

    […] Sinclair bestätigt Trennung von Strauss-Kahn Emotionen: 11* In Blogs gefunden: Einmal ist einmal zu viel Der Fall Kevin Pezzoni Aktives AbseitsDas Signal ist verheerend: Die Vertragsauflösung Pezzonis egal ob sie nun vom Verein oder vom […]

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Sie können diese HTML-Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*