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	<title>Aktives Abseits</title>
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	<description>Fußballblog von Sportjournalist Marco Heibel</description>
	<lastBuildDate>Mon, 21 May 2012 08:30:15 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Bayern verliert das CL-Finale – Pech, Dummheit oder falsche Spielidee?</title>
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		<pubDate>Mon, 21 May 2012 07:19:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heibel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nun ist das eingetreten, was unbedingt verhindert werden sollte: Bayern München hat es Bayer Leverkusen gleichgetan und sich – wie die „Werkself“ vor zehn Jahren – das „Vize-Triple“ gesichert. Vor allem der Verlust der Champions League war unnötig. Unerklärlich war er aber nicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nun ist das eingetreten, was unbedingt verhindert werden sollte: Bayern München hat es Bayer Leverkusen gleichgetan und sich – wie die „Werkself“ vor zehn Jahren – das „Vize-Triple“ gesichert. Vor allem der Verlust der Champions League war unnötig. Unerklärlich war er aber nicht.</strong> <span id="more-1846"></span></p>
<p><em>&#8220;Nichts ist scheißer als Platz zwei.&#8221; (Eric Meijer)</em></p>
<p>Elfmeterschießen ist immer Roulette, keine Frage. Doch deutsche Mannschaften lebten jahrzehntelang von dem Nimbus, im Nervenspiel vom Punkt unschlagbar zu sein. Ebenso, wie Engländer in dieser Situation eigentlich keine Chance hatten. Am Samstag kam es anders. Auch in dieser Hinsicht stand das Champions League-Finale zwischen Bayern München und dem FC Chelsea auf dem Kopf. Doch bereits in den 120 Minuten davor war der FCB die eindeutig Ton angebende Mannschaft. Auch hatte Bayern mehr Torchancen, darunter diverse Hochkaräter wie der Robben-Schuss von halblinks, den Cech ans Lattenkreuz lenkte, den Gomez-„Elfmeter“ kurz vor Pause und den tatsächlichen Elfmeter, den Arjen Robben in der Verlängerung verschoss.</p>
<p>Hätte man dieses Finale zehn Mal gespielt, hätte der FC Bayern vermutlich acht Mal, wenn nicht gar neun Mal den Platz als Sieger verlassen. Chelsea war die schlechteste Mannschaft, die in den letzten zehn Jahren ein Champions League-Finale erreicht hat. Vermutlich wird es nie wieder so „einfach“ sein, den Henkelpott in einem Finale zu gewinnen. Einzig Didier Drogba – dem ich diesen Pokal tatsächlich gönne – und das fehlende letzte Quäntchen bei den Bayern haben den Triumph verhindert.</p>
<p><strong>Woran es Bayern mangelt</strong></p>
<p>ABER: So überlegen, wie es Spieler, Funktionäre und viele Medien nach dem Spiel darstellten, waren die Bayern auch wieder nicht. Allein mit „Pech“ oder „Schicksal“ lässt sich die Niederlage nicht erklären. Bayerns optische Überlegenheit rührte auch daher, dass Chelsea den Ball im Grunde gar nicht haben wollte. Die Londoner beschränkten sich darauf, den Mannschaftsbus vor dem Tor zu parken, und sie fuhren gut damit: In 120 Minuten nur vier, fünf echte Torchancen zuzulassen, ist ein guter Wert. Aber die Bayern haben es Chelsea auch einfach gemacht: Wer bei 20(!) Eckbällen nicht ein einziges Mal Torgefahr erzeugt – Denkanstoß für die Herren Kroos oder Robben: es gibt nicht nur die Variante „Hoch Richtung Fünfmeterraum“ – dem fehlt auch das nötige Quäntchen. Ebenfalls bemerkenswert ist die Langsamkeit, mit der die Bayern den Ball nach vorne trieben, wenn tatsächlich mal Platz da war. Toni Kroos und Bastian Schweinsteiger durchquerten das Mittelfeld mit dem Ball am Fuß wie Feldherren. Kein Wunder, nutzten die „Blues“ die Zeit doch lieber, um sich hinten zu sortieren. Nicht selten wurde so aus einer 3:3-Situation ein 3:8, die zweite Welle brachte dann nichts ein.</p>
<p>Bayern Problem an Tagen, an denen kein schnelles Tor fällt, ist seit Jahren das gleiche: Die halbe Mannschaft steht, richten müssen es Geniestreiche der Flügelzange oder vielleicht hin und wieder mal ein Doppelpass. Die Bayern mögen den Ballbesitz beherrschen wie ganz wenige Mannschaften in Europa. Aber was sie nicht beherrschen, ist das Umschalten. Zur Verdeutlichung ein Beispiel: Was passiert, wenn der Ball in hohem Tempo bei Ribéry oder Robben landet? Die beiden Außen laufen ein paar schnelle Meter mit der Kugel und bleiben dann stehen, schlagen bevorzugt einen Haken nach innen und laufen entweder weiter (Beschleunigung aus dem Stand), spielen quer zu einem der nachrückenden Sechser oder suchen den hinterlaufenden Außenverteidiger. Bis dahin hat der Gegner aber gleich zwei bis drei Mann in Ballnähe postiert.</p>
<p>Jogi Löw hat nach dem WM 2010 erkannt, dass die deutsche Nationalmannschaft mit schnellem Umschalten alleine wohl kaum einen großen Titel gewinnen wird. Also hat er in den letzten beiden Jahren den Schwerpunkt auf das Spiel mit dem Ball gelegt, um die optimale Balance zu schaffen und einen Plan B zu haben, wenn das schnelle Umschalten nichts nützt oder der Gegner einem einfach nicht den nötigen Raum gibt.</p>
<p>Die Bayern haben jedoch nur einen Plan A. Während andere Mannschaften in der Liga Standards und das schnelle Umschalten trainieren, um gegen Teams wie den FCB eine Chance zu haben, kultivieren die Bayern weiter ihre vermeintliche Stärke, den Ballbesitz und das Zirkulieren der Kugel. Dies verheißt immer eine optische Überlegenheit, doch das handballähnliche Spielen um den Strafraum herum mit „Halbgas“ reicht eben nicht immer, um einen gut stehenden Gegner in die Bredouille zu bringen. An Tagen wie dem 19. Mai 2012 wäre es hilfreich, auch einen Plan B in der Schublade zu haben.</p>
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		<title>Relegations-Chaos: Fußball war doch mal so einfach!</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 07:31:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heibel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Fortuna Düsseldorf ist nach 15 Jahren Erstliga-Abstinenz und zwischenzeitlicher Viertklassigkeit zurück im Oberhaus, Hauptstadtclub Hertha BSC ist nach nur einem Jahr wieder zweitklassig. Nüchtern betrachtet, hat sich der Richtige das Ticket für die 1. Liga gesichert. Dennoch bleibt ein fader Beigeschmack nach dem gestrigen Chaos-Spiel.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fortuna Düsseldorf ist nach 15 Jahren Erstliga-Abstinenz und zwischenzeitlicher Viertklassigkeit zurück im Oberhaus, Hauptstadtclub Hertha BSC ist nach nur einem Jahr wieder zweitklassig. Nüchtern betrachtet, hat sich der Richtige das Ticket für die 1. Liga gesichert. Dennoch bleibt ein fader Beigeschmack nach dem gestrigen Chaos-Spiel.</strong> <span id="more-1841"></span></p>
<p>Was Skandale angeht, ist der deutsche Fußballfan in dieser Saison einiges gewöhnt. Insbesondere nach den Abstiegen des 1.FC Köln und des Karlsruher SC in die 2. bzw. 3. Liga ging es hoch her. Auch diverse Hooligan- und Ultragruppen, u.a. aus Köln und Kaiserlautern, haben mit Hetzjagden und tätlichen Angriffen im negativen Sinne von sich reden gemacht. Gestern ist ein weiteres Skandal-Kapitel geschrieben worden. Fußball war einmal ein emotionaler Sport, und das haben wir alle geliebt. Der Fußball droht aber auch in Deutschland mehr und mehr zu einem Chaos-Sport zu werden, in dem angesichts überbordender Gemütsregungen und der immer weiter um sich greifenden „Wenn ihr absteigt, schlagen wir euch tot“-Mentalität jedes Maß verloren zu gehen droht.</p>
<p><strong>Wie will Hertha am Grünen Tisch Recht bekommen?</strong></p>
<p>Zunächst einmal ist es nachvollziehbar, wenn die Hertha-Spieler Angst hatten. Zugleich wäre es aber auch erbärmlich, am Grünen Tisch den Klassenerhalt erreichen zu wollen. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Protest nur der Form halber geschieht, um ein Zeichen setzen zu wollen. Immerhin geht die 7 Minuten lange Nachspielzeit, durch die der verfrühte Platzsturm einiger Deppen in rot-weißer Kutte erst ermöglicht wurde, vor allem auf das Konto der Hertha-Fans, die nicht nur (wie die Düsseldorfer) Bengalos gezündet haben, was schlimm genug ist, sondern diese auch noch in Massen auf das Spielfeld befördert haben.</p>
<p>Auch der Verweis, dass die Düsseldorfer bei der Einlasskontrolle dafür zu sorgen haben, dass keine Bengalos ins Stadion gelangen, dürfte die Erfolgschancen der Hertha kaum erhöhen. In beinahe jedem Bundesliga-Stadion ist das möglich, weil gerade nach Spielbeginn, wenn sich alles auf die Tribünen und den Innenraum konzentriert, Fans ihren Block auch wieder verlassen und sich beispielsweise Gegenstände durch Stadionzäune anreichen lassen können.</p>
<p><strong>Schiedsrichter Stark macht alles richtig</strong></p>
<p>Man kann darüber diskutieren, ob Wolfgang Stark die Partie nicht vielleicht 30 oder 60 Sekunden zu früh abgepfiffen hat. Doch dass Stark das Spiel über die Bühne bringen wollte, war richtig. Man stelle sich nur vor, was los gewesen wäre, wenn die Partie abgebrochen worden wäre. Ich für meinen Teil hätte dann jedenfalls überall sein wollen, nur nicht in der Esprit-Arena. </p>
<p>So wie es nun gekommen ist, haben wir zumindest ein „vorläufiges amtliches Endergebnis“: Die Fortuna ist oben, Hertha ist unten. Ob die Gerichte daran noch etwas ändern, gilt als unwahrscheinlich und ist auch nicht zu hoffen. Aber ich würde mich nicht darauf verlassen, dass Düsseldorf sein erstes Heimspiel in der 1.Bundesliga auch tatsächlich in Düsseldorf austragen darf…</p>
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		<title>Gewinnspieleinlösung: Köln hält die Klasse! – Ein Leben im Konjunktiv</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 09:14:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heibel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„König Otto“, der Gewinner des Aktives Abseits-Quiz im Mai, wünscht sich einen Artikel der Sorte „Was wäre, wenn…“. Im Fußball wird der Konjunktiv häufig bemüht, gefühlte 100 Mal pro Spieltag hat man die Chance, sich diese Frage zu stellen. Hier also: Was wäre, wenn der 1.FC Köln sich – wie Gladbach im Vorjahr – noch in die Relegation gerettet hätte…]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„König Otto“, der Gewinner des Aktives Abseits-Quiz im Mai, wünscht sich einen Artikel der Sorte „Was wäre, wenn…“. Im Fußball wird der Konjunktiv häufig bemüht, gefühlte 100 Mal pro Spieltag hat man die Chance, sich diese Frage zu stellen. Hier also: Was wäre, wenn der 1.FC Köln sich – wie Gladbach im Vorjahr – noch in die Relegation gerettet hätte…</strong> <span id="more-1829"></span></p>
<p><strong>16. Mai 2012</strong><br />
Breaking News: Die Relegation zwischen dem Sechzehnten der Bundesliga und dem Dritten der Zweiten Liga muss neu gespielt werden! Wie die Deutsche Fußball Liga (DFL) mitteilt, wird das Spiel Hertha BSC Berlin – 1899 Hoffenheim vom 34. Spieltag nachträglich mit 0:3 gewertet. Eine Dopingprobe hat ergeben, dass Hertha-Verteidiger Roman Hubnik positiv auf die Substanz Finasterid getestet wurde. Finasterid ist u.a. in Haarwuchsmitteln zu finden. Damit verändert sich auch die Abschlusstabelle der Bundesliga: Köln ist nun Sechzehnter und spielt in der Relegation gegen die eigentlich schon aufgestiegenen und feiernden Düsseldorfer, Berlin steigt ab.</p>
<p><strong>23. Mai 2012</strong><br />
Die Neuansetzung wirft Fortuna Düsseldorf komplett aus dem Konzept. Im Jubelrausch nach dem vermeintlichen Aufstieg ging die Meldung unter, einige Spieler konnten erst Tage später und teilweise noch mit erheblichem Rest-Alkohol ausfindig gemacht werden. Trainer Norbert Meier: „Das ist ein Skandal! Wir waren komplett auf Berlin eingestellt, haben den Aufstieg geschafft und sind mental komplett runtergefahren!“ Doch die DFL hat kein Einsehen. Die Fortuna kriegt gegen einen schwachen FC kein Bein auf den Boden. Die beiden Relegationsspiele enden 0:0, in der Verlängerung des Rückspiels in Düsseldorf kommt es jedoch zu einem Eklat. Fortunen-Verteidiger Assani Lukimya, der für die Saison 2012/13 einen Vertrag in Köln hat, und Adam Matuschyk, der von der Dom- in die Landeshauptstadt ausgeliehen wurde, unterläuft ein folgenschweres Missverständnis. Ihren Fehlpass erläuft FC-Stürmer Chong Tese, der anstelle des bei der Nationalmannschaft weilenden Lukas Podolski auflief. Der Nordkoreaner behält die Nerven und überwindet 1895-Keeper Ratajczak zum 1:0. Der FC ist doch noch gerettet!</p>
<p><strong>24. Mai 2012</strong><br />
Der „Express“ feiert das Fußballwunder: „Chong macht Ding Dong!“. Nicht minder euphorisch ist FC-Vizepräsident Toni Schumacher: „Dieser Sieg ist das Geilste, was ich im Fußball je erlebt habe. Jetzt können wir diese tolle Truppe doch zusammenhalten.“</p>
<p><strong>25. Mai 2012</strong><br />
Es ist ein neuer Zug drin am Geißbockheim. Retter-Trainer Frank Schaefer bleibt nun doch Chefcoach! Nach langen Verhandlungen wird das Ergebnis der Sitzung zwischen Präsidium, Geschäftsführung und Trainerstab um 23:57 Uhr den wartenden Fans am Geißbockheim mitgeteilt. „So ein Tag, so wunderschön wie heute“ schallt es bis tief in die Nacht durch den Kölner Grüngürtel. Eine Dunstwolke aus Kölsch und Glückseligkeit vermischt sich mit den Nebelschwaden über dem Decksteiner Weiher.</p>
<p><strong>28. Mai 2012</strong><br />
Der 1.FC Köln macht weiter Nägel mit Köpfen und präsentiert Christoph Daum als neuen Sportdirektor. Assistiert wird er künftig von Bodo Illgner, der seine guten Kontakte nach Spanien spielen lassen soll. Auch personell ist einiges zu verkünden: Die Verträge von Michael Rensing und Retter Chong Tese werden verlängert, der FC erklärt ferner alle Stammspieler für unverkäuflich. Die Mannschaft soll nur punktuell verstärkt werden.</p>
<p><strong>2. Juli 2012</strong><br />
Die Europameisterschaft in Polen und der Ukraine ist gespielt, das Turnier war ein voller Erfolg: Deutschland holt den Titel, Gastgeber Polen erreicht das Halbfinale, Griechenland das Viertelfinale. Die FC-Spieler Adam Matuschyk und Kostas Giannoulis konnten ihren Marktwert durch starke Spiele vervielfachen, die Top-Clubs stehen Schlange. Am Ende gelingt es den FC-Machern, Giannoulis für 8 Millionen Euro an Manchester City zu veräußern. Matuschyk wechselt für 10 Millionen Euro zu Real Madrid, um den Konkurrenzkampf im defensiven Mittelfeld zu erhöhen. Selbst Slawomir Peszko wird man los (polnische Spieler sind nach der starken EM en vogue). Der Flügelflitzer wechselt für 5 Millionen Euro nach China.</p>
<p><strong>3. Juli 2012</strong><br />
Der 1. FC Köln macht von einer Geheim-Klausel Gebrauch: In weiser Voraussicht hat sich der FC ein Rückkaufsrecht für Lukas Podolski gesichert. Für fixierte 20 Millionen Euro kehrt der „Prinz“ zurück in die Domstadt. Die Euphorie ist gigantisch, der FC verkauft tausende Poldi-Trikots am einem Tag. Auch ein „Welcome back“-Spiel gegen den FC Arsenal wird vereinbart. Ansonsten soll die Mannschaft kaum verändert werden. Sportdirektor Daum: „Diese Mannschaft ist wie eine Pflanze. Die Triebe kann man bereits erkennen. Jetzt wollen wir ihr Wachstum nicht durch einen neuen Dünger stören.“</p>
<p><strong>18. August 2012</strong><br />
1. Hauptrunde im DFB-Pokal: Der FC hat mit dem brandenburgischen Verbandsligisten SV Falkensee-Finkenkrug ein vermeintlich leichtes Los gezogen. Dennoch spielt man in Bestbesetzung, also auch mit Abwehr-Kante Lukimya und Rückkehrer Podolski. Es wird ein lockeres 7:0. Podolski trifft dreimal, auch sein eigentlich schon ausgemusterter Sturmpartner Milivoje Novakovic hat wieder die Form früherer Tage und steuert zwei Treffer bei.</p>
<p><strong>25. August 2012</strong><br />
Saisonstart in der Bundesliga: Der 1.FC Köln gewinnt mit 1:0 beim FC Bayern. Der eingewechselte Chong Tese nutzt ein Missverständnis zwischen Manuel Neuer und Jerome Boateng eiskalt aus.</p>
<p><strong>11. November 2012</strong><br />
Ausgerechnet auf den Start der Karnevalssession legt die DFL das Derby gegen Borussia Mönchengladbach. Dem FC, der eine starke Saison spielt und nach 12 Spieltagen auf Rang vier liegt, gelingt die Revanche für die unzähligen Derby-Niederlagen der letzten Jahre. Beim 4:0 in Müngersdorf krönen die Sündenböcke der Vorsaison ihre guten Leistungen der letzten Wochen. Pedro Geromel, Miso Brecko, Sascha Riether und Mato Jajalo schießen die „Elf vom Niederrhein“ ab. Die Favre-Elf ist dagegen auf dem Boden der Tatsachen gelandet und rutscht durch die Pleite erstmals auf den Relegationsplatz. Die Kölner Medien überschlagen sich am nächsten Tag: „Der Geißbock hat Bock auf Europa!“</p>
<p><strong>15. Dezember 2012</strong><br />
Die Hinrunde ist beendet, der 1.FC Köln überwintert mit sensationellen 33 Punkten auf dem Champions League-Qualifikations-Platz 4. Lukas Podolski führt die Torschützenliste mit 13 Treffern an, Flügelflitzer Christian Clemens (5 Tore, 9 Assists) hat sich derweil in die Notizbücher der Top-Clubs gespielt und auch schon für Europameister Deutschland debütiert. Weitere Überraschung der Hinrunde: Kevin McKenna, der mit Assani Lukimya und Keeper Michael Rensing eine Abwehr aus Granit bildet (nur 11 Gegentore in 17 Spielen). Der mittlerweile abgesetzte Kapitän Pedro Geromel, der seine Binde an Schaefer-Liebling Lukas Podolski abgeben musste, ist nur noch zweite Wahl und forciert im Winter seinen Wechsel nach China.</p>
<p><strong>2. Januar 2013</strong><br />
Trainingsauftakt in Köln. Sportdirektor Christoph Daum gibt das Ziel für die Rückrunde aus: „Wir haben 33 Punkte. Absteigen können wir nicht mehr. Wir müssen die Gunst der Stunde nutzen und in den Europapokal einziehen.“</p>
<p><strong>4. Januar 2013</strong><br />
Transfer-Hammer: Borussia Dortmund hat im Wettbieten um Neu-Nationalspieler Christian Clemens gegen den FC Bayern die Oberhand behalten und sich die Dienste der „Rakete“ ab der Saison 2013/14 gesichert. Schlanke 15 Millionen überweist der BVB ans Geißbockheim und legt noch Kevin Großkreutz obendrauf. BVB-Trainer Jürgen Klopp: „Christian Clemens ist ein geiler Typ und ein großartiger junger Spieler, der richtig Hunger hat und sich bei uns noch weiter entwickeln wird. Im Grunde kann ich ihm gar nichts mehr beibringen. Ich bin einfach nur stolz, ihn bald trainieren zu dürfen.“</p>
<p><strong>6. Januar 2013</strong><br />
Martin Lanig nutzt eine Verletzungspause, um als „Bachelor“ in der gleichnamigen RTL-Show aufzutreten.</p>
<p><strong>18. Januar 2013</strong><br />
Im ersten Spiel der Rückrunde lehrt der FC dem FC Bayern erneut das Fürchten. Der Champions League-Sieger spielt eine schwache Saison und muss nach der 1:3-Pleite in der Domstadt ernsthaft um die Champions League-Qualifikation bangen. Vor allem die löchrige Abwehr um „Sollbruchstelle“ Jerome Boateng bereitet dem Rekordmeister Sorgen.</p>
<p><strong>9. Februar 2013</strong><br />
Durch ein 4:0 bei Bayer Leverkusen sichert sich der FC am Karnevalswochenende die Tabellenführung in der Bundesliga. Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler besänftigt nach dem Spiel: „Was die Kölner da spielen, ist absolute Klasse. Wir haben versucht, mitzuspielen. Aber gegen diese Offensiv-Maschine mit lauter Weltklasseleuten hast du einfach kaum eine Chance.“</p>
<p><strong>3. April 2013</strong><br />
Pokal-Halbfinale gegen den FC Bayern in Müngersdorf. In einem hart umkämpften Spiel steht es nach 120 Minuten 0:0. Kevin McKenna, der seit Wochen heftig mit dem FC Bayern flirtet, verschießt den entscheidenden Elfmeter. Schade, der Traum von Berlin ist ausgeträumt. Dafür steht der FC in der Meisterschaft immer noch blendend da, hat trotz einer kleinen Schwächephase Rang vier so gut wie sicher.</p>
<p><strong>18. Mai 2013</strong><br />
Die Saison ist vorbei, der FC wird sensationell Vierter! Doch dunkle Wolken ziehen am Geißbockheim auf: Trainer Frank Schaefer ziert sich mit der Vertragsverlängerung. Er fordert starken Ersatz für die abwandernden Stars Christian Clemens und Kevin McKenna. Die Lage wird dadurch verkompliziert, dass Schaefer heftig vom FC Bayern umworben wird.</p>
<p><strong>25. Mai 2013</strong><br />
Sportdirektor Christoph Daum glättet die Wogen: Nachdem die Transfers von Mitchell Weiser (kehrt für 5 Millionen vom FC Bayern zurück), Patrick Helmes (kommt für 4 Millionen aus Wolfsburg) und Per Mertesacker (kommt für 10 Millionen vom FC Arsenal) klar gemacht werden, verlängert auch Frank Schaefer seinen Kontrakt bis zum 30. Juni 2016.</p>
<p>P.S.: Dieser Text ist natürlich Quatsch. Hätte der FC tatsächlich die Klasse gehalten, würde er nächstes Jahr natürlich Deutscher Meister werden… Auch Parallelen zu Borussia Mönchengladbach wären reiner Zufall&#8230;</p>
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		<title>Phänomen Borussia Dortmund &#8211; Wie gut ist der BVB eigentlich?</title>
		<link>http://www.aktives-abseits.de/phanomen-borussia-dortmund-wie-gut-ist-der-bvb-eigentlich/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 09:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heibel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der FC Bayern München kann sich am kommenden Samstag den Sieg in der Champions League sichern. Gewännen sie den Titel, dürften sich die Bayern “beste Vereinsmannschaft Europas“ nennen. Zugleich hat der FC Bayern aber auch in den letzten sieben Monaten drei Mal gegen Borussia Dortmund verloren. Kann eine solche Mannschaft tatsächlich die beste Mannschaft Europas sein? Anders gefragt: Kann es sein, dass Borussia Dortmund momentan das beste Team des Kontinents ist?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der FC Bayern München kann sich am kommenden Samstag den Sieg in der Champions League sichern. Gewännen sie den Titel, dürften sich die Bayern “beste Vereinsmannschaft Europas“ nennen. Zugleich hat der FC Bayern aber auch in den letzten sieben Monaten drei Mal gegen Borussia Dortmund verloren. Kann eine solche Mannschaft tatsächlich die beste Mannschaft Europas sein? Anders gefragt: Kann es sein, dass Borussia Dortmund momentan das beste Team des Kontinents ist?</strong> <span id="more-1825"></span></p>
<p>Von ganz wenigen Spielen abgesehen, hat Borussia Dortmund eine “perfekte“ Saison gespielt. Drei Pleiten an den ersten sechs Bundesliga-Spieltagen ließen nicht wirklich auf eine erfolgreiche Titelverteidigung des BVB schließen. Doch die Mannschaft fing sich in einer nie dagewesenen Weise und holte sich letztlich souverän und verdient die Schale. Oft zeigte der BVB Zauberfußball, oft genug gewann die Klopp-Truppe ihre Spiele aber auch abgeklärt und mit dem berühmten “Glück des Tüchtigen“. </p>
<p><strong>Dortmund ist etwas mehr wie Bayern geworden</strong></p>
<p>Diese Qualität hatte der BVB in der vergangenen Saison noch nicht. Und auch in dieser Spielzeit beschränkte sich diese Abgeklärtheit “nur“ auf Bundesliga und DFB-Pokal. In der Champions League agierte Dortmund dagegen „hohl“, wie Mats Hummels es im Interview mit der Sport-Bild in der vergangenen Woche analysierte. Chancen hatte der BVB in allen Spielen, vor allem gegen Arsenal und in Marseille ließ man allerdings Hochkaräter am Stück liegen. Hinzu kamen unerklärliche, selten gesehene und fast immer ausgenutzte Abwehrfehler, die gegen Arsenal, in Piräus sowie in beiden Spielen gegen Marseille Punkte und somit das Weiterkommen kosteten. </p>
<p><strong>Wo steht der BVB im internationalen Vergleich?</strong></p>
<p>In Europa fehlte dem BVB also noch etwas. Doch wer eine Mannschaft wie Bayern München, die ihrerseits von jedermann als eine der besten des Kontinents bezeichnet wird und sich die Finalteilnahme in der Champions League redlich verdient hat, fünf Mal in Serie schlägt, der dürfte zu Höherem berufen sein. </p>
<p>Provokant gefragt:  Sind die Dortmunder eine internationale Spitzenmannschaft? Sind sie vielleicht sogar die derzeit beste in Europa? Oder wissen sie einfach “nur“, wie sie die Münchner zu bespielen haben? Diese Frage wird mindestens bis zum Beginn der neuen Saison Ende August im Raum stehen bleiben. Auf die Antwort bin ich aber jetzt schon gespannt.</p>
<p>P.S.: Bislang ist es etwas untergegangen, aber der FC Bayern ist kurz davor, mit Bayer Leverkusen gleichzuziehen. Nach Platz zwei in Meisterschaft und Pokal droht im schlimmsten Fall das „Vize-Triple“. Hoffen wir für den FCB, dass dieser Titel der „Werkself“ allein vorbehalten bleibt.</p>
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		<title>Pokalfinale Dortmund – Bayern: Aller guten Dinge sind fünf?</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 09:00:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heibel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Binnen eines Monats kommt es zum zweiten Mal zum Duell der Giganten: Im Finale um den DFB-Pokal in Berlin treffen morgen Abend mit dem BVB und dem FC Bayern die mit Abstand besten Mannschaften des Landes aufeinander. Dortmund hat die Bayern in den letzen vier Spielen geschlagen. Und auch ein fünfter Sieg in Serie ist nicht unwahrscheinlich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Binnen eines Monats kommt es zum zweiten Mal zum Duell der Giganten: Im Finale um den DFB-Pokal in Berlin treffen morgen Abend mit dem BVB und dem FC Bayern die mit Abstand besten Mannschaften des Landes aufeinander. Dortmund hat die Bayern in den letzen vier Spielen geschlagen. Und auch ein fünfter Sieg in Serie ist nicht unwahrscheinlich.</strong> <span id="more-1820"></span></p>
<p>Könnte man es den Bayern-Spielern verdenken, wenn sie mit dem Kopf schon ein klein wenig beim Champions League-Finale gegen Chelsea London am übernächsten Samstag sind? Keine Frage, die Bayern-Spieler sind Vollprofis, die von Haus aus jedes Spiel gewinnen wollen. Erst recht, wenn es um einen Titel zu gewinnen gibt. Doch wenn man ehrlich ist, ist das DFB-Pokalfinale nur das zweitwichtigste Spiel der Saison. Keiner will sich vor dem wichtigsten Spiel, dem Finale um die europäische Krone am 19.5., verletzen. Deswegen kann ich mir schwerlich vorstellen, dass der FC Bayern alles investieren wird, wenn man morgen gegen die Dortmunder Borussia in Rückstand geraten sollte.</p>
<p><strong>Dortmund wird „heißer“ sein</strong></p>
<p>Der BVB wird dagegen heiß sein wie das viel zitierte Frittenfett. Zum einen, weil die Truppe von Jürgen Klopp in jedem Spiel heiß ist. Zum Zweiten, weil für sie der Pokalsieg das Sahnehäubchen auf eine ohnehin erfolgreiche Saison wäre. Zum Dritten, weil für die Dortmunder Spieler das Fußballjahr mit dem Abpfiff des DFB-Pokal-Finals vorbei ist – nimmt man einmal die Nationalspieler aus, die in gut einem Monat noch eine Europameisterschaft vor der Brust haben. Für die Dortmunder gibt es also keinen Grund, in irgendeiner Weise (unterbewusst) ein paar Prozent rauszunehmen. Und zum Vierten, weil die Mannschaft ganz sicher den FC Bayern auch ein fünftes Mal in Serie „auffressen“ möchte. Dazu dürfte auch Bayern-Präsident Uli Hoeneß beigetragen haben, der sich kürzlich wie folgt äußerte: „Ich möchte die Leistung der Dortmunder nicht kleinreden, aber bei den beiden Saisonniederlagen haben sie uns nicht gerade an die Wand gespielt.“ Ganz schön taffe Worte… Den Zeitungsausschnitt muss Jürgen Klopp eigentlich nur an die Kabinentür heften.</p>
<p>Nicht zu vergessen: Die Dortmunder wissen mittlerweile, wie sie die Bayern „bearbeiten“ müssen, Lukasz Piszczek und Marcel Schmelzer haben schon mehrfach bewiesen, dass sie Franck Ribéry und Arjen Robben weitgehend aus dem Spiel neutralisieren können. Und wenn das passiert, sind die Bayern bestenfalls die Hälfte wert.</p>
<p><strong>Warum man Bayern trotzdem die Daumen drücken sollte</strong></p>
<p>Auf der anderen Seite wird vermutlich jeder Fußballfan in Deutschland den Bayern im Champions League-Finale gegen Chelsea die Daumen drücken. Doch allzu oft gilt im Fußball das Gesetz, dass man in den letzten Wochen einer Saison entweder alles gewinnt oder alles verliert. So geschehen im positiven Sinne 2001, als der FCB Meisterschaft und Champions League binnen fünf Tagen gewann. So geschehen im negativen Sinne 1999, als der FCB das Champions League-Finale und das DFB-Pokal-Finale binnen vier Tagen verlor.</p>
<p>Nachdem die Münchner die vor drei Wochen verlorene Meisterschaft längst abgehakt haben dürften, würde eine Niederlage im Pokalfinale das Risiko bergen, dass man mit leichten Knacks ins CL-Finale geht. Die Bayern-Spieler mögen zwar beteuern, dass sie den DFB-Pokal genauso sehr wollen wie den Henkelpott. Doch ob diese Worte auch das Innerste widerspiegeln, wage ich zu bezweifeln. Auf dem Niveau, auf dem sich Bayern und der BVB befinden, kann schon ein Prozent weniger Wille entscheidend sein. Ich glaube daher, dass Dortmund leichter Favorit ist. Doch wer auch immer den DFB-Pokal gewinnt, es wird ein verdienter Titelträger sein.</p>
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		<title>Heute ist Europa League-Finale! Na und?</title>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 08:40:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heibel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Europapokal]]></category>
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		<description><![CDATA[Juventus Turin, Inter Mailand, FC Liverpool, Real Madrid, Ajax Amsterdam oder Bayern München – die Liste der UEFA Cup-Sieger ist klangvoll. Allerdings trugen sich all diese Vereine zu einer Zeit in die Siegerliste ein, als sich noch jemand für diesen Wettbewerb interessierte und der Titel noch etwas wert war. Die „moderne“ Europa League ist gemäß dem alten Beckenbauer-Bonmot dagegen nur noch ein „Cup der Verlierer“.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Juventus Turin, Inter Mailand, FC Liverpool, Real Madrid, Ajax Amsterdam oder Bayern München – die Liste der UEFA Cup-Sieger ist klangvoll. Allerdings trugen sich all diese Vereine zu einer Zeit in die Siegerliste ein, als der Wettbewerb noch jemanden interessierte und der Titel noch etwas wert war. Die „moderne“ Europa League ist gemäß dem alten Beckenbauer-Bonmot dagegen nur noch ein „Cup der Verlierer“.</strong> <span id="more-1807"></span></p>
<p>Noch vor 15 Jahren gab es eine klare Aufteilung in den Europapokal-Wettbewerben: Die nationalen Titelträger spielten im Landesmeister-Pokal (bzw. der Champions League), die Pokalsieger im Pokalsiegercup und die Zweit- bis Fünftplatzierten der großen Ligen sowie ein paar Vertreter der kleineren Ligen im UEFA-Cup. Das führte dazu, dass die sportlich besten Teams zwar um den Henkelpott spielten, die größte Spannung aber aufgrund der hohen Leistungsdichte im UEFA-Cup gegeben war.</p>
<p><strong>Gewinner Champions League, Verlierer UEFA-Cup</strong></p>
<p>Das änderte sich, als ab der Saison 1997/98 auch die Vizemeister der größten Ligen in der Champions League antreten durften. Seit 1999/2000 sind sogar bis zu vier Starter pro Land möglich. Die Konsequenzen sind bekannt: Die Champions League vereint die Besten der Besten und bietet spätestens ab dem Viertelfinale Fußball auf allerhöchstem Niveau. Ein Titelgewinn in diesem Wettbewerb ist das Nonplusultra im Vereinsfußball, allein die Qualifikation für die Gruppenphase kommt einem Sechser im Lotto gleich. Das alles ist toll für den Fußball.</p>
<p>Doch wo es Gewinner gibt, sind die Verlierer nicht weit: Die Europa League vermag nun kaum noch jemanden hinter dem Ofen hervorzulocken. Vereine wie Bayern München, Juventus Turin, der FC Liverpool, Manchester United oder Manchester City betrachteten es quasi als Strafversetzung, als sie in den letzten Jahren nur den Trostpreis zogen und in diesem Wettbewerb antreten mussten. Wenig Geld, wenig Prestige, aber hoher Aufwand. So ist das nun mal, wenn allein das Erreichen der CL-Gruppenphase (inklusive Prämien aus dem TV- und Sponsorenpool) mehr Geld in die Kassen spült als der Titelgewinn in der Europa League.</p>
<p><strong>„Cup der Verlierer“ oder „Cup der Kleinen“?</strong></p>
<p>Die einzigen, die sich noch über die Qualifikation für diesen Wettbewerb freuen und dementsprechend alles geben, sind kleinere Vereine aus den Top-Ligen oder Top-Vereine aus den kleineren Ligen. Das spiegelt sich auch in den Namen der Finalteilnehmer aus den letzten Jahren wider: ZSKA Moskau, Sporting Lissabon, FC Sevilla, FC Middlesbrough, Zenit St. Petersburg, Schachtjor Donezk, Glasgow Rangers, FC Fulham, Espanyol Barcelona, Werder Bremen, Sporting Braga oder die heutigen Finalisten Atletic Bilbao und Atletico Madrid gehören bei allem Respekt nicht gerade zur ersten Garde in Europa.</p>
<p>Kann man es da Vereinen wie Tottenham Hotspur, Manchester United oder Manchester City verdenken, dass sie sich in dieser EL-Saison im Zweifel lieber auf ihre nationale Liga konzentriert haben? Schließlich braucht man für den Sieg in der Europa League mindestens 17 Spiele. Anders ausgedrückt: Die Europa League lohnt sich nur, wenn man sie auch gewinnt. Für ein weites Vordringen (Halbfinale oder Finale) kann man sich als ambitionierter Verein mit einem teuren Kader dagegen wenig kaufen – und verliert auch noch wichtige „Körner“ im Kampf um die Qualifikation für die nächste Champions League-Saison.</p>
<p><strong>Europa League = UI-Cup 2.0?</strong></p>
<p>Im Grunde ist die „moderne“ Europa League dem mittlerweile eingestampften UI-Cup nicht unähnlich. Ihr erinnert Euch an diesen lustigen Wettbewerb, der darbenden Fans zwischen den frühen 1990er und mittleren 2000er Jahren die Sommerpause verkürzt hat? In Hochphasen durften bis zu vier Vereine eines Landes von Juni bis August durch Europa tingeln, in der Hoffnung, noch eines der letzten „Hintertür-Tickets“ für den UEFA-Cup zu ergattern. Das Ganze war ziemlich kraftraubend und lohnte sich nur dann, wenn man zu den Siegern zählte. Die Konsequenz eines weiten Vordringens im UI-Cup war jedoch, dass die Klubs oft nur schwer in die Saison kamen oder gegen Ende der Hinrunde überspielt wirkten. Auf diese Weise handycapte man sich beim Erreichen der Ziele für die kommende Saison selbst.</p>
<p>Man kann sich schon fragen, inwiefern es überhaupt noch Sinn macht, einen Wettbewerb auszutragen, der ganz offensichtlich von vielen Startern als lästige Pflichtaufgabe empfunden wird. Eine Reform täte dringend Not. Sind etwa wirklich 12 Vorrundengruppen nötig? Oder die unzähligen Qualifikationsrunden, die vorher ausgespielt werden? Fakt ist, dass sich auch durch die Masse an Spielen keine allzu großen Gelder für die Starter generieren lassen (zumindest sind sie in keiner Weise vergleichbar mit den Einnahmen in der Champions League). Warum verzichtet man dann nicht auf zwei, drei weitere Millionen für den Sieger, kehrt dafür aber zum wesentlich spannenderen K.O.-Modus ab der 1. Runde zurück? Auf diese Weise bräuchte man nur 11 statt mindestens 17 Spiele für den Titelgewinn, wie es bisher der Fall ist. Durch die Kraftersparnis wären womöglich auch die größeren Vereine wieder eher bereit, mehr in diesen Wettbewerb zu investieren. Immerhin geht es ja noch um einen Titel.</p>
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		<title>Being Claus Horstmann – Was nun, FC?</title>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 09:32:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heibel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[1.FC Köln]]></category>
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		<category><![CDATA[Werner Spinner]]></category>

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		<description><![CDATA[Der fünfte Abstieg des 1.FC Köln ist besiegelt. Manch ein FC-Fan mag trauern und mit dem Schicksal hadern, doch wer 20 von 34 Spielen verliert, findet sich in der nächsten Saison zu Recht eine Klasse tiefer wieder. Doch wie geht es nun weiter? Klar ist, dass der Umbruch kommen wird und muss.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der fünfte Abstieg des 1.FC Köln ist besiegelt. Manch ein FC-Fan mag trauern und mit dem Schicksal hadern, aber wer 20 von 34 Spielen verliert, findet sich zu Recht eine Klasse tiefer wieder. Doch wie geht es nun weiter? Klar ist, dass der Umbruch kommen wird und muss.</strong> <span id="more-1789"></span></p>
<p><em>„Wir haben auf dem Platz und zum Teil auch neben dem Platz die Performance eines Absteigers gezeigt“</em> (Claus Horstmann)</p>
<p>Mit dem „Neuaufbau“ in der 2.Fußball-Bundesliga hat der 1.FC Köln bereits reichlich Erfahrung. Vier Mal ging es bislang runter, vier Mal kehrte man relativ zügig ins Oberhaus zurück: 2003 und 2005 nach nur einem Jahr, 2000 und 2008 nach zwei Jahren. In wirtschaftlicher Hinsicht war eine schnelle Rückkehr in die 1.Bundesliga wichtig, um die laufenden Kosten zu decken und den Kader finanzieren zu können. Nach dem fünften Abstieg stellt sich die Lage etwas anders dar: Dieses Mal dürfte die Mannschaft komplett auseinanderfallen. Allein deswegen wird das „Projekt Wiederaufstieg“ schwierig. Doch vielleicht liegt im erzwungenen Backen kleiner Brötchen auch die Chance, es endlich einmal besser zu machen als in der Vergangenheit.</p>
<p>Da FC-Geschäftsführer Claus Horstmann von einem Rücktritt absieht, dürfte dem vom Boulevard einst „Strategiechef“ getauften Macher eine Schlüsselrolle beim Neuaufbau zukommen. Gemeinsam mit dem neuen Präsidium um Werner Spinner und Toni Schumacher müssen schnellstmöglich Lösungen gefunden werden. Ich versetze mich einfach mal in Horstmanns Kopf und klappere seine to-do-Liste ab.</p>
<p><strong>Baustelle 1: Sportdirektor</strong></p>
<p>Als allererstes muss der seit März vakante Posten des Sportdirektors besetzt werden. Anforderungsprofil: Ein exzellent vernetzter Fachmann, der keinen Konflikt scheut, sich aber in der Öffentlichkeit trotzdem gut verkaufen kann und zugleich bereit ist, für ein Butterbrot zu arbeiten. Auf gut Deutsch sucht der FC die Eier legende Wollmilchsau. Der Markt gibt jedoch wenig her. Ein Problem ist, dass sich kaum jemand den Schleudersitz Köln antun würde – erst recht nicht nach dem Abstieg. Der trotz zahlreicher Dementis immer noch gehandelte Jörg Schmadtke etwa steht a) nicht in nächster Zukunft zur Verfügung und ist b) ein ähnlich bärbeißiger Typ wie der im März geschasste Volker Finke.</p>
<p>Ex-FC-Spieler Rachid Azzouzi hat in Fürth mit geringen Mitteln eine Mannschaft auf die Beine gestellt, die Jahr für Jahr im oberen Tabellendrittel der 2.Liga gespielt hat. 2012 ist ihm endlich der Aufstieg gelungen. Ob er tatsächlich seinen sicheren Job in Franken aufgeben würde, um sich in Köln der ultimativen Herausforderung zu stellen? Fakt ist, dass Azzouzi ein exzellenter Kenner der 2. Liga ist. Auch im Tätigen guter Transfers mit Mini-Budget (zuletzt u.a. Olivier Occean) ist er erfahren. Last but not least ist er ein smarter Zeitgenosse, der gut rüberkommt. Einzige Gefahr: Azzouzi ist so smart, dass der kölsche Boulevard ihm in Krisenzeiten mit ziemlicher Sicherheit attestieren dürfte, zu soft zu sein. Alles in allem wäre der Deutsch-Marokkaner aber eine Top-Lösung – und weil er seinen Ende Juni auslaufenden Vertrag in Fürth noch nicht verlängert hat, wäre er sogar ablösefrei verfügbar. Daher sage ich: Sofern es menschlich, strategisch und finanziell zwischen Vorstand und Azzouzi passt, sollte man ihn holen.</p>
<p><strong>Baustelle 2: Trainer</strong></p>
<p>Der Trainer muss in erster Linie zur Philosophie des Vereins, der Führung und des Sportdirektors passen. Neu-Präsident Werner Spinner kündigte bei seiner Wahl vor wenigen Wochen an, der Mannschaft einen „kölschen Kern“ geben zu wollen. Angesichts der wirtschaftlichen Lage wird der FC nun sogar zu dieser Maßnahme gezwungen. Aber warum auch nicht? Die Kölner B- und A-Jugendmannschaften gehören seit Jahren zu den erfolgreichsten im Lande, auch die U23 hält sich Jahr für Jahr souverän in der Regionalliga. Andere Vereine leben es vor, sie werfen ihre eigenen Talente ins „kalte Wasser“ – und erstaunlich viele halten sich an der Oberfläche und lernen zu schwimmen. Nur in Köln war man in dieser Hinsicht bislang ängstlich, wenn nicht gar misstrauisch. Der neue Trainer MUSS daher bereit sein, eine junge, unerfahrene, aber entwicklungsfähige Mannschaft zu betreuen.</p>
<p>Holger Stanislawski, der nach der Absage von Mike Büskens als Top-Kandidat gilt, hat das in St. Pauli über Jahre erfolgreich geschafft. 2010 gelang ihm sogar mit einer Mannschaft, die schwerpunktmäßig aus in Deutschland geborenen oder aufgewachsenen Spielern unter 25 Jahren bestand, der Aufstieg in die 1.Bundesliga. In Hoffenheim, wo Stanislawski 2011 anheuerte, erhielt er ebenfalls den Auftrag, vermehrt auf Spieler aus dem eigenen Unterbau zu setzen. Weil dem Vorstand die Geduld fehlte, wurde „Stani“ jedoch nach knapp acht Monaten im Amt bereits wieder vor die Tür gesetzt, obwohl er sich der Unterstützung seiner Spieler sicher war. Damals stand er im Mittelfeld der Tabelle. Stanislawskis Nachfolger Markus Babbel, der nach einer abermaligen Neuausrichtung in Hoffenheim nun wieder auf Shopping-Tour gehen darf, war auch nicht erfolgreicher…</p>
<p>Auch in dieser Personalie gilt: Ist man menschlich, strategisch und finanziell auf einer Wellenlänge, sollte man Holger Stanislawski holen. Der 42-jährige ist authentisch, geradlinig, hatte in der Vergangenheit einen guten Draht zu seinen Spielern und schloss den DFB-Trainerlehrgang 2009 als Jahrgangsbester ab. Auch die inhaltliche Kompetenz ist also vorhanden.</p>
<p><strong>Baustelle 3: Mannschaft</strong></p>
<p>Lukas Podolski ist bereits weg und sichert mit seiner Ablöse (inkl. aller noch zu erwartenden Zusatzzahlungen knapp 16 Mio. Euro) die Lizenz. Zu Geld machen lassen sich auch Pedro Geromel (3 bis 5 Mio. Euro), Michael Rensing (darf „dank“ Ausstiegsklausel für 500.000 Euro gehen), Martin Lanig (darf dank Klausel für 0,7 Mio. Euro gehen – wenn die denn jemand zahlen will), Sascha Riether (darf für 1,8 Mio. Euro gehen) sowie ggf. Slawomir Peszko und Mato Jajalo (je ca. 1 bis 1,5 Mio. Euro).</p>
<p>Andere Spieler sind entweder zu alt und/oder haben ihren Marktwert im letzten Jahr so weit gedrückt, dass eine (teure) Vertragsauflösung die einzige Alternative zu einer Weiterbeschäftigung zu sein scheint. Insbesondere Milivoje Novakovic, 32 Jahre alter Torjäger a.D. mit Vertrag bis 2014, ist hier gemeint.</p>
<p>Natürlich geht es nicht nur mit 17- bis 22-jährigen, die den Verein und die Stadt im Herzen tragen. Ein paar erfahrene Spieler, die erstligaerfahren und hungrig sind, dürfen nicht fehlen. Einige von ihnen wird man erst noch dazu holen müssen, manche sind aber bereits im Kader und dürften auch mit in die 2. Liga gehen.</p>
<p><strong>Wer darf bleiben?</strong></p>
<p><strong>Tor</strong></p>
<p>U19-Nationalkeeper Timo Horn (18) gehört die Zukunft. Er ist bereits in der abgelaufenen Spielzeit zur Nummer zwei avanciert und dürfte sich im nächsten Jahr einen Konkurrenzkampf mit dem aus Frankfurt zurückkehrenden Thomas Kessler (26) liefern. Letzterer ist wie Horn ein „kölscher Jung“, hat seine Bundesliga-Tauglichkeit bereits nachgewiesen – übrigens unter Trainer Holger Stanislawski.</p>
<p>Im Tor besteht kein zwingender Handlungsbedarf.</p>
<p><strong>Abwehr</strong></p>
<p>In der Abwehr dürfte man an Innenverteidiger Kevin McKenna (32) und Linksverteidiger Christian Eichner (29) festhalten. Beiden fehlte es in der 1.Liga nie an Engagement, aber leider hin und wieder an Klasse. Für das Unterhaus sollte ihre Qualität aber ausreichen. Rechtsverteidiger Miso Brecko (28) dürfte ebenso ein Wackelkandidat sein wie Defensiv-Allrounder Kevin Pezzoni (23). Beide haben beim Publikum kaum noch Kredit und spielen auch nicht so überragend, dass man sie in der 2. Liga zwingend halten sollte. Allerdings müsste man sie ersetzen, was inklusive Ablöse unter Umständen teurer wäre, als sie zu halten. Wie es mit Mitchell Weiser (18) weitergeht, der angeblich spätestens 2013 zum FC Bayern wechselt, steht noch in den Sternen. Ein Jahr in der 2.Liga mit der Perspektive auf Einsätze würde seiner Entwicklung sicherlich gut tun. Hinzu kommen potenziell die zurückkehrenden Leihspieler Christopher Schorch (23), Kostas Giannoulis (24), Stephan Salger (22), Ben Basala (20) und Tomoaki Makino (25). Giannoulis ist mittlerweile griechischer Nationalspieler, kam 2010/11 in Köln aber überhaupt nicht zurecht. Macht er bei der EM auf sich aufmerksam, könnte man vielleicht noch eine Ablöse im Bereich von 1 bis 1,5 Mio. Euro erzielen. Schorch war in Cottbus ein Mitläufer, er taugt allenfalls als Backup. Basala hat in Österreich solide gespielt, nicht mehr und nicht weniger. Gleiches gilt für Salger, der an Drittligist Osnabrück ausgeliehen war. Beide sollte man nicht unbedingt als Stammspieler einplanen. Makino kam in Köln überhaupt nicht zurecht, von ihm sollte man sich trennen.</p>
<p><strong>Handlungsbedarf:</strong> Vor allem in der Innenverteidigung, wo mindestens ein Spieler kommen muss, der besser ist als Kevin McKenna und mindestens ein weiterer, der in etwa das Niveau des Kanadiers hat, aber jünger und entwicklungsfähiger ist. Wenn Mitchell Weiser und/oder Miso Brecko gehen, muss mindestens ein starker Rechtsverteidiger her. Optional ist die Verpflichtung einer Alternative zu Christian Eichner und Stepan Salger. Es sei denn, der neue Trainer schenkt Kostas Giannoulis das Vertrauen.</p>
<p><strong>Mittelfeld</strong></p>
<p>Der „kölsche Jung“ Christian Clemens (20) soll nach dem Abgang von Lukas Podolski zur Identifikationsfigur für die Fans werden. Fünf Erstligatore im Abstiegsjahr sind ok, nur fehlt es ihm oft noch an der Übersicht und Spielintelligenz. Das ewige (und ewig verletzte) Talent Adil Chihi (24) sollte auch in Liga 2 bleiben, ebenso wie die Flügelspieler Odise Roshi (20) und Christopher Buchtmann (20). Dünn wird es im Zentrum. Dort stehen bislang nur die Rückkehrer Taner Yalcin (22, zentral offensiv), Reinhold Yabo (20, zentral defensiv) und Adam Matuschyk (23, zentral defensiv) sowie Nachwuchshoffnung und U19-Nationalspieler Fabian Schnellhardt (18) fest. Matuschyk sollte man eine Schlüsselrolle geben – sofern er denn in der 2. Liga bleiben möchte. Bei der EM könnte sich der Pole noch für ein Engagement bei einem Erstligisten empfehlen.</p>
<p><strong>Handlungsbedarf:</strong> Das zentrale Mittelfeld ist defensiv wie offensiv dünn besetzt. Sollten Martin Lanig, Sascha Riether und Mato Jajalo erwartungsgemäß den Verein verlassen, müssen drei bis vier Akteure für das Zentrum her, mindestens einer von ihnen sollte dabei für Torgefahr und Esprit stehen. Viel Glück bei der Suche! Auch ein weiterer Flügelspieler würde Sinn machen.</p>
<p><strong>Angriff</strong></p>
<p>Milivoje Novakovic (32) dürfte wohl bleiben. Sollte der gealterte Torjäger a.D. seine Form und Motivation noch einmal wiederfinden, ist er immer noch für 10 bis 15 Tore gut. Seit „Nova“ in Köln kickt, folgte auf ein schlechtes stets ein gutes Jahr. Es wäre also nochmal an der Zeit. Weiterhin dürfte der FC mit Mikael Ishak (19) und Mark Uth (20) in die neue Saison gehen. Ishak hat in der vergangenen Spielzeit ordentliche Ansätze gezeigt, Uth hat trotz guter Leistungen in der U23 keine Chance bei den Profis erhalten. Die Rückkehrer Alexandru Ionita (22) und Jose-Pierre Vunguidica (22) dürften in den Planungen keine Rolle spielen.</p>
<p><strong>Handlungsbedarf:</strong> Ein bis zwei Stürmer, die für mindestens 10 Tore gut sind, müssen her. Dummerweise hat sich der FC bereits im Frühling für kleines Geld von Simon Terodde (24) getrennt. Der hat in seinem Leihjahr bei Union Berlin trotz Verletzungen 12 Scorerpunkte erzielt und wäre zumindest ein guter Backup gewesen. Schade, FC.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Machen wir uns nichts vor, der 1.FC Köln muss eine komplett neue Mannschaft aufbauen. Einige „kölsche“ Elemente werden darin enthalten sein, aber das Korsett muss dazugekauft werden. Auch wenn zunächst über 20 Millionen Euro an Ablösesummen reinkommen dürften, bleiben nach Auszahlung der Investoren und nach Stopfen verschiedenster Finanzlöcher unter dem Strich vielleicht 5 Millionen Euro Budget für neues Personal. Das ist angesichts von einem Dutzend Baustellen im Kader nicht viel Geld. Ein gutes Näschen für ablösefreie Spieler wird vonnöten sein. Für Fehlgriffe, die in Köln fast schon Tradition haben, ist kein Platz.</p>
<p>Aber selbst wenn alle Neuen einschlagen sollten und es der noch zu findenden sportlichen Führung gelingen sollte, eine schlagkräftige Mannschaft zu formen, wäre es vermessen, den sofortigen Wiederaufstieg einzufordern. Wirtschaftlich wäre der zweifelsohne hilfreich, doch mehr denn je ist beim 1.FC Köln nun Geduld geboten. Bei so vielen Neuerungen kann das Ziel nur lauten, bis zur Winterpause zusammenzufinden und den Abstand auf die Top 3 möglichst gering zu halten. Was dann noch möglich ist, wird man sehen. Mit einem Hauruck-Aufstieg um jeden Preis, der schnurstracks zurück in die Zweite Liga führt, ist jedenfalls niemandem geholfen. Getreu dem Höhner-Song „Wenn nicht jetzt, wann dann“ kann es nur in diesem Moment einen Neustart geben. Und der muss wohlüberlegt sein.</p>
<p>Dabei geht es auch darum, das Publikum hinter sich zu bringen, das treu zum neuen Team stehen wird, wenn die Mannschaft ihm das Gefühl gibt, ehrliche Arbeit zu leisten.</p>
<p>Aber auch der Anhang ist in der Pflicht. Nicht einmal die Chaoten, die 2010 im Namen von Hertha BSC Berlin und 2011 im Namen von Eintracht Frankfurt für Angst und Schrecken gesorgt haben, haben ein dermaßen schlechtes Bild auf ihren Verein geworfen wie die Hundertschaft von Idioten, die sich „Ultras“ des 1.FC Köln nennen und wie marodierende Horden Menschenleben gefährden und den Ruf des gesamten Fußballs in den Dreck ziehen.</p>
<p>Es ist also viel zu tun &#8211; in jeder Hinsicht.</p>
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		<title>Aus und Vorbei – Fazit zur Bundesliga-Saison 2011/12</title>
		<link>http://www.aktives-abseits.de/aus-und-vorbei-fazit-zur-bundesliga-saison-201112/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2012 09:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heibel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>
		<category><![CDATA[Geißblog]]></category>
		<category><![CDATA[Fazit]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>
		<category><![CDATA[Saison 2011/12]]></category>

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		<description><![CDATA[Die 49. Bundesliga-Saison ist Vergangenheit. Schnell ging’s, wie immer. Und nicht jeder ist mit dem Ausgang der Spielzeit zufrieden. Allzu viele Vereine sind hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Dafür haben andere sensationell aufgespielt und „overperformed“, wie man in der Brache mittlerweile zu sagen pflegt. Ein Résumé.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die 49. Bundesliga-Saison ist Vergangenheit. Schnell ging’s, wie immer. Und nicht jeder ist mit dem Ausgang der Spielzeit zufrieden. Allzu viele Vereine sind hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Dafür haben andere sensationell aufgespielt und „overperformed“, wie man in der Brache mittlerweile zu sagen pflegt. Ein Résumé.</strong> <span id="more-1782"></span></p>
<p><strong>Der Meister</strong></p>
<p>81 Punkte, 28 Spiele in Serie ungeschlagen – nie war ein Deutscher Meister besser als Borussia Dortmund. Der BVB hat seinen „hungrigen“ Vollgasfußball der Vorsaison beibehalten und gezeigt, dass diese Mannschaft auf Jahre ein ernsthafter Bayern-Konkurrent sein kann. Nicht von ungefähr wurde der Rekordmeister auch in dieser Spielzeit zweimal bezwungen. Bemerkenswert: Es gibt nicht nur zwei oder drei Säulen im Team, sondern beinahe ein Dutzend. So konnte der BVB auch die „Verluste“ dreier Leistungsträger aus der Saison 2010/11 (Sahin wechselte zu Real Madrid, Götze und Barrios waren lange verletzt) locker kompensieren. Die Mannschaft ist gereift, muss allerdings auf internationaler Ebene zulegen. Mit Marco Reus kommt eine weitere Offensiv-Waffe dazu, weswegen auch der wahrscheinliche Abgang von Shinji Kagawa aufzufangen sein dürfte. Ein Einbruch droht nur, wenn die Mannschaft ihre „Gier“ verlöre. Doch solange Jürgen Klopp Trainer in Dortmund ist, scheint das ausgeschlossen.</p>
<p><strong>Einmal Königsklasse, bitte</strong></p>
<p>Dass der FC Bayern München zwei Mal in Folge NICHT Deutscher Meister wird, ist durchaus bemerkenswert. Zuletzt hat es das 1994/95 und 1995/96 gegeben. Doppel-Meister damals wie heute: Borussia Dortmund. Die Bayern haben mit 73 Punkten eine sehr gute Saison gespielt, eine solche Bilanz hätte in vielen Spielzeiten zum Titel gereicht. Die Münchner hatten nur zwei Probleme in dieser Saison: Eine Schwächephase zu Beginn der Rückrunde und ein Kontrahent, der das brutal ausgenutzt hat. Zumindest im Tanzen auf drei Hochzeiten sind die Bayern dem Konkurrenten aus Dortmund noch voraus: Wer lange um die Meisterschaft kämpft und das Champions League- und DFB-Pokal-Finale erreicht, hat große Klasse bewiesen. Klappt es für den FCB mit dem Gewinn des Henkelpotts in der eigenen Arena, dürfte die Meisterschaft im kommenden Jahr von den Bayern-Oberen zum wichtigsten Titel erklärt werden. Dreimal die Meisterschaft zu verpassen, das geht für das Selbstverständnis der „Roten“ einfach nicht.</p>
<p>Der FC Schalke 04 hat sich im Schatten der großen Zwei mit überaus routinierten, manchmal sogar begeisternden Leistungen souverän für die Champions League qualifiziert. Das musste man dem gut besetzten Kader um Alt-Star Raul, Jefferson Farfan und den frisch gebackenen Torschützenkönig Klaas Jan Huntelaar (29 Saisontreffer) allerdings auch zutrauen. Mission erfüllt.</p>
<p>Überraschender ist da schon der vierte Platz von Borussia Mönchengladbach. Vor einem Jahr konnte sich die „Elf vom Niederrhein“ erst in der Relegation vor dem Abstieg retten, jetzt winken die Fleischtöpfe der Champions League. Baumeister des Aufschwungs ist zweifellos Trainer Lucien Favre, der aus einer sicheren Defensive heraus vor allem in der Hinrunde Erfolg und Erfolg gefeiert hat. Bereits in der Winterpause war das Punktepolster so dick, dass man eigentlich schon für Europa planen konnte. Im letzten Saisondrittel ließen die Leistungen zwar deutlich nach, der Punktevorsprung reichte trotzdem, um Platz vier zu sichern. Dennoch: Trainer Favre zögert, ein Bekenntnis zur Borussia abzugeben. Mit Marco Reus, Dante und Roman Neustädter verlassen außerdem drei Leistungsträger den Verein. In der Champions-League-Qualifikation droht den ungesetzten Gladbachern ein dicker Brocken aus England, Italien oder Frankreich. Nicht auszuschließen, dass am Niederrhein bald wieder Tristesse herrscht.</p>
<p><strong>Europa League, wir kommen</strong></p>
<p>In Leverkusen ist man gut darin, Enttäuschungen klein zu reden. So war es nach dem desaströsen 1:7 in Barcelona in der Champions League, so war es nach der letztlich enttäuschenden Saison in der Bundesliga. Mit der Mannschaft, die Bayer zur Verfügung hat, wäre Platz vier Pflicht gewesen. So beendet die „Werkself“ eine biedere Saison – unattraktiver hat Leverkusen seit Menschengedenken nicht gespielt – auf Platz fünf und tingelt 2012/13 durch die osteuropäische Provinz, anstatt sich mit London oder Barcelona zu messen. Das ist nicht nur finanziell wenig attraktiv.</p>
<p>Anders ist die Gemütslage beim Sechsten aus Stuttgart und beim Siebten aus Hannover. Für beide ist die Teilnahme an der Europa League ein Erfolg. Vor allem die Schwaben haben wieder einmal ihren Ruf alle Ehre gemacht, eine schwache Hin- mit einer starken Rückrunde kontern zu können. Und Hannover hat bewiesen, dass der vierte Platz der Vorsaison keine Eintagsfliege war. Nicht immer spektakulär, aber mit sehr viel Herz hat 96 in der Liga und der Europa League (Viertelfinaleinzug) eine konstant gute Saison gespielt.</p>
<p><strong>Irgendwo im Nirgendwo</strong></p>
<p>Auch bei den Vereinen, die die Saison „jenseits von Gut und Böse“ beendet haben, fällt die Bewertung unterschiedlich aus: Für Freiburg und Augsburg, die im Winter noch erwartungsgemäß auf die Abstiegsplätzen standen, bedeuten Rang 12 bzw. 14 eine Sensation. Allerdings sind sie auch der verdiente Lohn harter Arbeit.</p>
<p>Enttäuscht haben dagegen vor allem die Nordclubs: Werder Bremen verpasste nach guter Hinrunde die Europa League letztlich klar und verdient. Die Mannschaft steht vor einem Umbruch und dürfte sich in der kommenden Saison in der unteren Tabellenhälfte einfinden. Der Hamburger SV hat den Umbruch bereits vor einem Jahr vollzogen und musste trotz Zwischenhochs lange um den Klassenerhalt zittern. Das einzige Glück des HSV war, dass drei Vereine noch schlechter waren. Last but not least der VfL Wolfsburg: Felix Magath, der Mann mit dem Blanko-Scheck und der Blanko-Strategie, hat alles versucht, 26(!) Neue für 51 Millionen geholt und hätte mit dieser Harakiri-Taktik fast Erfolg gehabt. Das Urteil in Wolfsburg muss lauten: Mit etwas mehr Konzept wäre auch mit weniger Geld mehr drin gewesen als Platz 8.</p>
<p>Fehlen noch Nürnberg und Hoffenheim. Die Franken haben sich mit kleinen Serien zur rechten Zeit stets aus dem Gröbsten herausgehalten. Platz 10 ist ein Erfolg für eine Mannschaft, die Jahr für Jahr ihre besten (Leih-)Spieler abgeben muss. Hoffenheim schließt im vierten Erstliga-Jahr zum vierten Mal eine Saison im grauen Mittelmaß ab. Nun der nächste Anlauf: U.a. Tim Wiese und Eren Derdiyok sollen dem Verein mehr Profil geben und sportliche Erfolge bringen. Aber Hand aufs Herz: Interessiert sich überhaupt noch jemand für Hoffenheim?</p>
<p><strong>Galgenfrist und zwei Enttäuschte</strong></p>
<p>Der Kampf gegen den Abstieg war in dieser Saison eher ein Wachkoma. Das Schlusslicht aus Kaiserslautern, das zwischenzeitlich mehr als ein halbes Jahr auf einen Sieg wartete, taumelte zielsicher wie selten zuvor ein Erstligist der Zweitklassigkeit entgegen. Manchmal ist es halt wirklich so, dass ein Zweitligakader nicht mehr hergibt als den Abstieg in die Zweite Liga. Ausnahmen (Freiburg, Augsburg) bestätigen die Regel. Nun der abermalige Neuaufbau im Unterhaus. Ob wir die klammen Pfälzer rasch in der Beletage wiedersehen?</p>
<p>Auch der Abstieg des 1.FC Köln war nur logisch und folgerichtig. Nach einer soliden Hinrunde (Platz 10) sind Mannschaft und Verein in der Rückrunde auseinandergebrochen: Possen, Machtspiele, Eitelkeiten, private Eskapaden neben dem Platz; unerklärliche Zusammenbrüche auf dem Spielfeld – der erste Bundesligameister hat sich 2011/12 mehr denn je der Lächerlichkeit preisgegeben und steigt verdient ab. Nun der große Umbruch: Der Wechsel von Vereins-Ikone Lukas Podolski stand ohnehin längst fest. Weitere teure „Leistungsträger“ werden gehen. Immerhin: Der Abstieg bietet die Chance zum „Kehren mit dem eisernen Besen“ und zur Neuausrichtung. Doch diese Chance hatte der FC zuvor schon vier Mal – und hat sie vier Mal verstreichen lassen…</p>
<p>Dass die „Geißböcke“ bis zum 34. Spieltag überhaupt noch Chancen auf das Erreichen der Relegation hatten, war allein der Tatsache zu verdanken, dass Hertha BSC Berlin sich genauso blöd anstellte. Die Parallelen zwischen beiden sind frappierend: Auch Hauptstädter waren im Spätherbst im Mittelfeld der Tabelle. Dann begann das Theater im Umfeld, das sich auf die Mannschaft übertrug. Am Ende wirkten alle irgendwie blockiert. Der umstrittene Manager Micheal Preetz überwarf sich mit dem erfolgreichen Aufstiegscoach Markus Babbel und ersetzte ihn durch Michael Skibbe. Der musste nach sechs Pflichtspielpleiten in Serie bereits wieder gehen. Auch die „Ultima Ratio“ Otto Rehhagel brachte den Hertha-Dampfer nur schwerlich auf Kurs. Erst durch ein 3:1 gegen Hoffenheim am letzen Spieltag retteten sich die Berliner in die Relegation gegen Düsseldorf. Dort haben sie die Chance, eine völlig verkorkste Saison doch noch irgendwie zu retten. Verdient wäre das nicht.</p>
<p>Dieser Artikel ist erstmalig bei meinem Kunden netzathleten.de erschienen. Link zum Originalartikel: <a href="http://www.netzathleten.de/Sportmagazin/Sports-Inside/Rueckblick-auf-die-Bundesliga-Saison-2011-12/1885274037686523384/head?referrer=3867712861651690760" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">http://www.netzathleten.de/Sportmagazin/Sports-Inside/Rueckblick-auf-die-Bundesliga-Saison-2011-12/1885274037686523384/head?referrer=3867712861651690760</span></a></p>
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		<title>Gewinnspiel Mai 2012 – Welcher Verein wird gesucht?</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 09:30:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heibel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Neuer Monat, neues Quiz! Auch dieses Mal darf mir derjenige, der als erster die richtige Antwort gibt, das Thema für einen Artikel vorgeben. Ich möchte Euch bitten, Euren Lösungsvorschlag als Kommentar unter den Artikel zu setzen. Viel Glück! Welchem Verein gelang als bislang einzigem das &#8220;Kunststück&#8221;, alle 17 Auswärtsspiele einer Saison zu verlieren &#8211; und &#8230;  <a class="continue_reading" href="http://www.aktives-abseits.de/gewinnspiel-mai-2012-welcher-verein-wird-gesucht/">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neuer Monat, neues Quiz! Auch dieses Mal darf mir derjenige, der als erster die richtige Antwort gibt, das Thema für einen Artikel vorgeben. Ich möchte Euch bitten, <strong>Euren Lösungsvorschlag</strong> <strong>als Kommentar unter den Artikel zu setzen</strong>. Viel Glück! <span id="more-1734"></span></p>
<p><em><strong>Welchem Verein gelang als bislang einzigem das &#8220;Kunststück&#8221;, alle 17 Auswärtsspiele einer Saison zu verlieren &#8211; und folgerichtig als Tabellenletzter aus der 1.Fußball-Bundesliga abzusteigen. Gesucht werden der Name des Vereins und die Saison.<br />
</strong></em></p>
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		<title>Kein Pep(p) mehr – doch Barcelona bleibt Barcelona</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 08:19:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heibel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Erfolgstrainer Pep Guardiola wird seinen Vertrag beim FC Barcelona nicht verlängern und zum Saisonende aus seinem Amt scheiden. Der erfolgreichste Vereinstrainer der letzten Jahre hat Barcelonas Stil mitgeprägt. Doch dass das Team sich völlig neu aufstellen wird, scheint ausgeschlossen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Erfolgstrainer Pep Guardiola wird seinen Vertrag beim FC Barcelona nicht verlängern und zum Saisonende aus seinem Amt scheiden. Der erfolgreichste Vereinstrainer der letzten Jahre hat Barcelonas Stil mitgeprägt. Doch dass das Team sich völlig neu aufstellen wird, scheint ausgeschlossen.</strong> <span id="more-1774"></span></p>
<p>Beim Blick auf die nackten Ergebnisse muss man von einer enttäuschenden Saison des FC Barcelona sprechen. Eine Mannschaft, die in vorangegangenen drei Spielzeiten 13 Titel gewonnen hat und am Ende dieser Saison bestenfalls die Copa del Rey, den spanischen Pokal, in Händen halten wird, MUSS schließlich enttäuscht haben, oder? Weit gefehlt! Auch wenn in letzter Zeit erstmals kleinere Differenzen zwischen Trainer Pep Guardiola und einigen seiner Spieler (Pique, Xavi) publik geworden sind, spielte die Mannschaft immer noch den ästhetischsten Fußball auf diesem Planeten. Und erfolgreich war Barca auch noch: 104 Tore in der Primera Division, 35 Treffer in der Champions League, wettbewerbsübergreifend nur vier Saison-Niederlagen. Doch zwei dieser Niederlagen waren entscheidend und beeinflussen den Ausgang des kompletten Spieljahres.</p>
<p><strong>Barcelona nach Guardiola</strong></p>
<p>Dass Trainer Pep Guardiola Ende Mai letztmals auf der Barca-Bank sitzen wird, war allein die Entscheidung des 41-jährigen Übungsleiters. Präsident Sandro Rosell bekniete den Trainer, zu bleiben. Auch einige seiner Spieler, allen voran Lionel Messi, machten nie einen Hehl aus ihrer Verehrung für den „Philosophen“. Guardiola, der vermutlich zwischen zehn Top-Adressen wählen könnte, zieht aber einen Schlussstrich und ein Sabbatjahr vor.</p>
<p>Was wird nun aus Barcelona? Fakt ist, dass der Verein auch vor Guardiola erfolgreich war, u.a. 2006 bereits die Champions League gewonnen. Doch erst unter dem einstigen Barca-Spielgestalter, der bis 2008 die Zweite Mannschaft der Katalanen betreut hatte, wurde aus einer sehr guten eine nahezu perfekte Mannschaft.</p>
<p>Dass Guardiolas bisheriger Co-Trainer und langjähriger Weggefährte Tito Vilanova (42) den Job übernehmen wird, passt irgendwie ins Bild. Immerhin haben beide die Barca-Philosophie gewissermaßen mit der Muttermilch aufgesogen und gemeinsam an der aktuellen Mannschaft gewerkelt. Ein Umbruch scheint somit ausgeschlossen. Doch der wäre auch das Verkehrteste, was Barcelona machen könnte. Immerhin erntet man heute die Früchte einer Saat, die vor über 30 Jahren in den Boden gegeben wurde. Doch der Reihe nach.</p>
<p><strong>Vom Voetbal Total zum Tiqui Taca</strong></p>
<p>Obwohl der FC Barcelona bereits kurz nach seiner Gründung im Jahr 1899 große Erfolge feiern konnte, markieren die 1970er Jahre einen entscheidenden Einschnitt in der Geschichte des katalanischen Traditionsvereins. Überspitzt ausgedrückt, ist der FC Barcelona die erfolgreichste niederländische Vereinsmannschaft. Schließlich wäre die Dominanz der letzten Jahre nicht ohne den Einfluss des Star-Trainers Rinus Michels und des Star-Spielers Johan Cruyff denkbar, die von Ajax Amsterdam kamen und den FC Barcelona ab 1971 sportlich wiederbelebten.</p>
<p>Auf Cruyffs Drängen hin wurde ferner 1979 La Masia, die vereinseigene Fußballakademie gegründet. Eindeutiges Vorbild war auch hier die Schule von Ajax Amsterdam. Weiteres niederländisches Erbe: Das bis heute fast stringent beibehaltene 4-3-3-System (bzw. 3-4-3-System) als Grundausrichtung sowie der „totale Fußball“, also vereinfacht ausgedrückt, die ständige Bewegung aller Spieler und das Besetzen aller Lücken. Alle greifen gemeinsam an und verteidigen gemeinsam. Was sich heute nach einer Selbstverständlichkeit anhört, war in den 1970ern, als etwa deutsche Nationalspieler wie Schwarzenbeck oder Wimmer sich nur selten in des Gegners Hälfte „verirrten“ und den Ball schnellstmöglich an die Offensivspieler weiterreichten, eine Revolution. Voetbal Total forderte den kompletten Spieler in einer kompletten Mannschaft. Der Linksverteidiger musste auch die Aufgaben des Linksaußen erfüllen können, und umgekehrt.</p>
<p><strong>Die erste „Ernte“ von La Masia</strong></p>
<p>La Masia brachte Anfang der 1990er Jahre die ersten „selbstgemeißelten“ Spieler heraus. Einer von ihnen war Josep „Pep“ Guardiola, ein schmächtiger Mittelfeldakteur, der mit seiner Bescheidenheit, seiner Technik, seiner Handlungsschnelligkeit und seiner Übersicht alles verkörperte, was Barcelona sein wollte. Sein Trainer war – welch „Zufall“ – Johan Cruyff, der schon zu Spielerzeiten von den Fans als „Erlöser“ (El Salvador) gefeiert wurde und 1992 mit erstmals in der Vereinsgeschichte den Europapokal der Landesmeister gewann. Unter Cruyff (1988-1996) zeigte Barcelona bereits Ansätze des heute so berühmten Kurzpassspiels Tiqui Taca, auch die Ballbesitzraten waren für die damalige Zeite bereits gewaltig, 60 Prozent und mehr waren der Standard.</p>
<p>Auf einen sportlichen „Hänger“ und die Ära der Niederländer – in der Saison 1998/99 etwa spielten unter Trainer Louis van Gaal 8(!) Akteure aus dem Land des dreimaligen Vize-Weltmeisters bei Barca – folgte eine Phase der Konsolidierung. Die nächste Generation von La Masia drängte Anfang des neuen Jahrtausends in die Startelf, allen voran Xavi, Iniesta und Puyol. 2006 gelang der Triumph in der Champions League. Einziger „Makel“: Neben den Eigengewächsen spielten auch viele teure internationale Stars in der Mannschaft, wie Ronaldinho, Eto’o, Giuly oder Deco.</p>
<p><strong>Nahe an der Perfektion</strong></p>
<p>Erst nach diesem Triumph vollzog sich die bislang letzte Stufe der Evolution zur heutigen Mannschaft, in der mit Valdes, Pique, Puyol, Busquets, Xavi, Iniesta, Fabregas und Messi in aller Regel mindestens acht Spieler stehen, die La Masia durchlaufen haben. Eben weil dies der Fall war, weiß jeder, was er auf dem Platz zu tun hat – auch ein Fabregas, der zwischenzeitlich sieben Jahre bei Arsenal London spielte.</p>
<p><strong>Was macht den Barca-Stil aus?</strong></p>
<p>Hier bitte ich vorab schon um Verzeihung. Es wäre anmaßend von mir zu glauben, den FC Barcelona komplett verstanden zu haben. Ich kann hier nur meine Beobachtungen einfließen lassen:</p>
<ul>
<li>Ballbesitzorientiertes Kurzpasspiel auf der Basis maximaler Laufbereitschaft, großer Wendigkeit und technischer Perfektion</li>
<li>Bilden von Dreiecken in der Offensive, um immer mindestens zwei Anspielstationen zu haben</li>
<li>Jeder Spieler ist ständig in Bewegung, um sich anzubieten bzw. um Räume für die Mitspieler zu schaffen</li>
<li>Sofortiges Gegenpressing bei Ballverlust, Balleroberung möglichst hoch in der gegnerischen Hälfte</li>
<li>Bei Aufbau aus der eigenen Hälfte wird der Ball mit vielen, schnellen Kurzpässen nach vorne tragen (Tiqui Taca). In dieser Zeit rücken alle Mannschaftsteile kompakt nach vorne</li>
<li>Das Spielfeld wird möglichst breit gemacht, die Außenverteidiger werden quasi zu Außenstürmern. Der Rest orientiert sich eher in die Mitte und wirft ein engmaschiges Netz über den Platz. Dadurch entsteht im Spiel gegen den Ball ein Deckungsschatten, der den Gegner zu risikoreichen Pässen oder zum Ausweichen auf die Flügel zwingt</li>
</ul>
<p>Die Mannschaft wird ihren Stil auch unter Tito Vilanova nicht willentlich verändern, zumal das System steht und immer neue Talente aus La Masia nachkommen. Die Zeiten, als man noch auf die Geniestreiche eines Ronaldinho angewiesen war, der das Spiel des Öfteren auch unnötig langsam machte, sind jedenfalls vorbei. Der Club steht über allem, auch über den größten Spielern der Welt, wie einst Maradona, Schuster, Romario, Ronaldo, Rivaldo, Ronaldinho oder aktuell Messi.</p>
<p>Über die Taktik und die Philosophie des FC Barcelona könnte man ganze Romane schreiben. Und weil es so viele gute Beiträge gibt, reiche ich an dieser Stelle den Stab weiter. Auf www.trainingsworld.com bin ich auf einen <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.trainingsworld.com/training/techniktraining/fussball-coaching-taktikanalyse-fc-barcelona-teil-eins-2045276.html " target="_blank">interessanten Beitrag gestoßen, der die Taktik Barcas von einer mir noch unbekannten Seite beleuchtet</a></span>.</p>
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