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Mai
27

Flick wird Bundestrainer

Quelle: Pixabay

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Seit Dienstag ist klar, was schon seit Wochen von den Dächern gepfiffen wurde. Hansi Flick wird nach der EURO im Sommer die deutsche Nationalmannschaft als Bundestrainer von Joachim Löw übernehmen.

Der Rekordtrainer der Bayern wird beim DFB einen Vertrag bis Sommer 2024 erhalten. Flick soll den Erfolg zur Nationalmannschaft zurückbringen. Nach dem schwachen Abschneiden bei der WM 2018 steht die Mannschaft bereits beim letzten großen Turnier unter Jogi Löw besonders unter Beobachtung.

Abschiedsturnier für Löw

Löw hat seine Entscheidung, sein Amt als Bundestrainer nach der Euro im Sommer an den Nagel zu hängen, schon vor einiger Zeit bekannt gegeben. Der Schwarzwälder hat Deutschland nach der Heim-WM 2006 von Jürgen Klinsmann übernommen und sich zu einem der erfolgreichsten Trainer der Verbandsgeschichte entwickelt. Löw stand für den DFB 15 Jahre lang an der Seitenlinie. Sein größter Erfolg war der Gewinn der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien.

Nun würde er sich gerne mit dem nächsten großen Titel verabschieden. Bei der paneuropäischen EM im Sommer zählt Deutschland laut den Online-Wetten bei bet365 mit 8,00 zum Kreis der Favoriten neben Weltmeister Frankreich (5,50), England (6,00), Belgien (7,00), Spanien (8,50) und Titelverteidiger Portugal (9,00). Im Anschluss wird Flick übernehmen, der die Bayern in nicht einmal zwei Jahren zu sieben Titeln geführt hat.

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Flick und der DFB – die nächste Erfolgsgeschichte?

Im Grunde gab es gar keinen anderen Kandidaten als Flick. Schon als Löw seinen Abschied ankündigte, wurde der Bayern-Coach als Top-Favorit auf dessen Nachfolge gehandelt. Anderen Trainern wurden lediglich Außenseiterchancen zugeschrieben. Und das aus gutem Grund. Flick kennt den DFB und die Nationalmannschaft in- und auswendig. Schließlich hat er selbst schon von 2006 bis 2014 als Co-Trainer an der Seite von Löw gearbeitet. Nun soll er die Nationalmannschaft wieder auf Vordermann bringen. So, wie er es bei den Bayern gemacht hat.

Dort hat er den Klub in einer schweren Krise während der vergangenen Saison von Niko Kovac übernommen. Gerade erst hatte der FCB mit 1:5 gegen Eintracht Frankfurt verloren. Die Saisonziele schienen ernsthaft in Gefahr zu sein. Dann folgte eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Flick hat in seinem ersten Jahr in München sechs von sechs möglichen Titeln gewonnen. Das ist in Europa bislang nur dem FC Barcelona einmal gelungen. Nun also auch den Bayern, die er zum Meister, Pokalsieger, nationalen und europäischen Superpokalsieger, Champions-League-Sieger und Klub-Weltmeister gemacht hat. Eine bessere Bewerbung für den DFB kann es eigentlich gar nicht geben.

Flick kann mit großen Stars

Dabei zeigte Flick in München neben seinen unbestrittenen Fähigkeiten als Trainer auch sein Händchen für die Spieler. Die Mannschaft ist dem 56-Jährigen blind gefolgt, hatte vollstes Vertrauen in seine Entscheidungen und war menschlich von seiner natürlichen und positiven Art begeistert. Natürlich kann Flick auch anders, doch in München wusste jeder, dass Flick voll und ganz hinter seinen Profis steht. Das kommt innerhalb einer Mannschaft gut an und kitzelt die letzten nötigen Prozent heraus, die es braucht, um am Ende auch Titel zu gewinnen.

In Barcelona und Madrid hat man diese Qualitäten von Flick ebenfalls geschätzt, doch die beiden spanischen Schwergewichte hatten wohl nie eine reelle Chance. Flick und der DFB, das hat schon einmal richtig gut gepasst und das wird es wieder. So zumindest denkt man an der Spitze des Verbandes. Vorausgesetzt, man redet Flick nicht in seine Arbeit hinein. Dieses Problem hatte der Erfolgscoach am Ende in München. Ein Verlust für die Bayern, ein Gewinn für die Nation. Zumindest auf dem Papier. Dass Flick auch auf Nationalmannschaftsebene Titel gewinnen kann, kann er nun nach der Euro unter Beweis stellen.

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