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Jun
13

Frankfurts Saison ohne Krönung – Was kommt nun?

Eintracht Frankfurt überraschte am Ende nicht nur die Experten mit dem Einzug ins DFB-Pokalfinale. Die Mannschaft von Niko Kovac spielte nach der Rettung in letzter Sekunde während der Vorsaison eine überraschend gute Runde, die sich vor allem auch in der Bundesliga-Hinrunde widerspiegelte. Wo geht die Reise nun hin in der kommenden Saison? Auf in neue Höhen oder zurück in den Überlebenskampf?

Neuzugänge überzeugen, Hradecky oftmals bester Mann

Dr. Feed via Twitter

So oder so ähnlich ließe sich die vergangene Saison wohl am besten zusammenfassen. Vor allem auf Grund der hohen Anzahl an Sommertransfers überraschte Kovac mit der schnellen Zusammenstellung einer homogenen Mannschaft, die so gut funktionierte, dass die Eintracht in der Hinrunde lange Zeit um die Europapokal-, gar Champions League-Plätze konkurrierte. Insbesondere Jesus Vallejo konnte die Kritiker schon früh von seiner Person überzeugen und sorgte somit stets für solide Wettquoten bei bet365 und Co.

Einfach gemacht wurde es ihm von seinem Torwart. Finnlands Nationalkeeper Lukas Hradecky war Spiel um Spiel der beste Frankfurter auf dem Feld. Seine Paraden pflasterten den Weg der Eintracht zum frühen Erreichen des Klassenerhalts. Nicht besonders überraschend ist auf der anderen Seite die Fokussierung auf das absolute Saisonhighlight in der Rückrunde. Durch das erste Erreichen eines Pokalfinales seit 2006 hatte man das Ziel Europa League vor Augen, doch war letztlich nicht in der Lage, dieses zu realisieren. Mit 1:2 musste die Eintracht am Ende Borussia Dortmund den Vortritt lassen.

Erfolg führt zu Problemen für 2017/18

Beim Erfolg fangen die Probleme für die kommende WM-Saison bereits an. Hradecky selbst besitzt nur noch einen Vertrag bis Sommer 2018 und zögert eine etwaige Verlängerung noch immer hinaus. An seiner Person besteht Interesse in Europa, beispielsweise Bayer Leverkusen wird als Interessent an ihm genannt, sollte Bernd Leno den Verein verlassen. Die Eintracht setzte seinem besten Mann ein Ultimatum und droht ihm gar mit einem Tribünenplatz.

Während die Abgänge von Ersatztorwart Heinz Lindner und des umstrittenen Haris Seferovic verschmerzbar sind, tun diverse ablaufende Leihgeschäfte mehr weh. So kehren unter anderem der oben angesprochene Vallejo und Michael Hector zurück zu ihren Stammvereinen Real Madrid und Chelsea, zumindest vorerst. Ob Fredi Bobic eine Chance hat, die beiden nach ihren starken Saisons und einhergehenden Marktwertsteigerungen langfristig zu binden, darf wohl bezweifelt werden. Zudem kehrt auch Finaltorschütze Ante Rebic zurück zum AC Florenz. Allerdings machte der flexible Offensivspieler ansonsten eher durch das Sammeln von Gelben Karten auf sich aufmerksam als durch Tore.

Was ist möglich auf dem Transfermarkt?

Quelle: AS via Twitter

Große Sprünge wird sich die Eintracht nicht erlauben können, denn großartige Einnahmen stehen abseits eines potentiellen Hradecky-Transfers nicht ins Haus. Bereits 7 Millionen € wurden für Sebastien Haller nach Utrecht überwiesen. Es handelt sich um einen großen, hochtalentierten Stürmer, der vor allem eines nachwies, das bei der Eintracht zuletzt niemand so recht tat: Torgefahr. In der Eredivisie traf er 13 Mal und ließ im Übrigen ebenso viele Tore während seiner U21-Karriere mit der französischen Nationalmannschaft folgen.

Neben Haller verpflichteten die Adler bereits Rechtsverteidiger Danny da Costa aus Leverkusen und den defensiven Mittelfeldspieler Gelson Fernandes von Stade Rennes fest. Hinsichtlich der zentral defensiven Abgänge überrascht es, dass bisher kaum Gerüchte um Zugänge aufkamen. Hier besteht noch Nachholbedarf für die Frankfurter, um auch nach 2018 noch sicher Bundesliga zu spielen. Niko Kovac würde es freuen.

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