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Jul
27

Fußballprofi, und dann? – Womit Stars von früher heute ihr Geld verdienen

Viele Fußballstars bleiben dem Business auch nach der aktiven Karriere  erhalten. Manche versuchen sich als Trainer oder Sportdirektor, andere werden Spielerberater. Doch die Plätze im bezahlten Fußball sind begrenzt. Manch einer muss daher nach der Karriere einen anderen Weg einschlagen.

Markus Münch

Der Mann, ohne dessen Tor gegen Kaiserslautern im Jahr 1996 Bayer Leverkusen womöglich in den Niederungen der 2. Bundesliga verschwunden wäre, hat abgesehen von ein paar Auftritten für die Traditionself von Bayern München nicht mehr viel mit Fußball zu tun. Münch investierte sein Vermögen in Pferde, heute ist er Besitzer, Züchter und Trainer von englischen Vollblütern.

Janosch Dziwior

Der Deutsch-Pole (u.a. Köln, Düsseldorf) musste seine Karriere bereits mit 31 Jahren beenden und hatte – wie überraschend viele seiner Kollegen – bei Weitem nicht ausgesorgt. Dziwior arbeitete zuletzt als DHL-Bote. Erst vor kurzem war er noch einmal in den Schlagzeilen, als Lukas Podolski ihm einen Posten als Jugendtrainer beim FC Bergheim vermittelte.

Jürgen Wegmann

Die „Kobra“ ist ein Paradebeispiel für den Werdegang mäßig gebildeter Bundesliga-Profis der 1980er Jahre: Schon bald nach dem Karriereende war das Vermögen aufgebraucht, und mangels entsprechender Ausbildung wurde auch kein neues mehr generiert. Wegmann arbeitet heute als Sicherheitsmann in einem FC Bayern-Fanshop in Oberhausen.

Hansi Pflügler & Raimond Aumann

Apropos Fanshop. An der Kasse eines Bayern-Fanshops arbeitet heute der 1990er Weltmeister Hansi Pflügler. Überhaupt hat es den Anschein, dass Uli Hoeneß verdiente Ex-Spieler bevorzugt in diesem Segment unterbringt. Ex-Keeper Raimond Aumann etwa war zunächst Fanbeauftragter des FC Bayern, heute ist er Abteilungsleiter der Fan- und Fanclubbetreuung.

Katsche Schwarzenbeck

Georg „Katsche“ Schwarzenbeck absolvierte als Mann fürs Grobe unzählige Spiele an der Seite von „Kaiser“ Franz Beckenbauer. Nach der Karriere betrieb er lange einen Schreibwarenladen mit Lotto-Toto-Annahmestelle. Ein großer Kunde war ihm immer sicher: Der FC Bayern bezog seinen Bürobedarf immer von „Katsche“.

Rudi Kargus

Kein anderer Keeper hat mehr Elfmeter in seiner Karriere gehalten als die unumstrittene Nummer 1 des Hamburger SV in den 1970ern. In den 1990ern schulte Kargus erfolgreich um auf expressionistische Malerei.

Ilhan Mansiz

Der im Allgäu geborene WM-Star der Türken von 2002, dessen Fußballerkarriere nach dem Turnier in Japan/Südkorea ins Stocken geriet, ist mittlerweile Eiskunstläufer(!). Sein Ziel: Für die Türkei bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014 starten.

Eric Cantona

Kragen hoch, grimmige Miene, gockelhaftes Posieren – der Kult-Franzose und Jahrhundertspieler von Manchester United wusste schon während seiner Karriere, wie man sich inszeniert. Nach seinem Karriere-Ende 1997 verschlug es Cantona zunächst als Spieler/Nationaltrainer in den Beachfußball, daneben startete er eine durchaus beachtliche Schauspielerkarriere. Neuerdings arbeitet Cantona aber auch wieder im Fußball, als Sportdirektor von Red Bull New York.

Vinnie Jones

Eine weitere Ikone der späten 1980er und frühen 1990er Jahre in der Premier League war der Waliser Vinnie Jones. „Die Axt“ war der Anführer der „Crazy Gang“ des FC Wimbledon und stellte in seiner Karriere diverse Rekorde für Platzverweise und Unsportlichkeiten auf. Das Bad Boy-Image wusste er auch nach der Fußballerkarriere zu pflegen: als Bösewicht in mehreren Filmen. Unerreicht: Seine Darbietung als bestechlicher englischer Nationalmannschaftskapitän im Knast in „Mean Machine“.

Johan Micoud

Von 2002 bis 2006 schnürte „Le Chef“ die Fußballschuhe für Werder Bremen. Nach seinem Karriereende im Jahr 2008 kaufte sich Micoud ein Weingut in der Nähe von Bordeaux. Der Mann weiß zu leben.

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