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Okt
22

Gedränge an der Spitze: Wie stark ist die Bundesliga?

Zwei Punkte trennen nach dem 8. Bundesliga-Spieltag den Tabellenführer Borussia Mönchengladbach und den Neunten Bayer Leverkusen. Ist die neue Dichte nun ein Zeichen der Stärke oder der Schwäche?

Was soll man nun davon halten, wenn so ziemlich jeder in der Bundesliga jeden schlagen kann? Zumindest im Moment, diese Einschränkung muss erlaubt sein nach sieben Jahren teilweise erdrückender Dominanz von Dauer- und Rekordmeister Bayern München.

Tatsächlich aber ist es zumindest bemerkenswert, wenn nach gut einem Drittel der Saison 2019/20 die derzeit besten neun Teams der Bundesliga von nicht einmal einem Sieg getrennt werden. Auch weiter unten ist alles dicht beisammen. Der Tabellen-13. Fortuna Düsseldorf ist nur einen Punkt besser als der FSV Mainz 05 auf dem Abstiegsplatz 17.

Endlich wieder Unvorhersehbarkeit

Was ein Fluch für Fans von Sportwetten ist, verleiht der Bundesliga in jedem Fall mehr Attraktivität. Mit Ausnahme des sieglosen Aufsteigers SC Paderborn, der mit fünf Punkten Rückstand auf Mainz den größten Abstand eines Klubs in der Liga auf einen direkten Nachbarn aufweist, hat schon jeder Verein sein Potenzial in mindestens einem Spiel gezeigt.

Wer etwa hätte mit den 2:1 der TSG Hoffenheim bei Meister Bayern München gerechnet? Wer mit dem Schalker 3:1 beim damaligen Tabellenführer RB Leipzig? Oder wer mit dem 3:1 von Aufsteiger Union Berlin gegen Borussia Dortmund?

Derartige Resultate wecken nach Jahren der Monotonie wieder die Begehrlichkeiten bei vielen Fans, die zuletzt zunehmend fußballverdrossen waren. Sky  und DAZN übertragen die alle Spiele live, aber kostenpflichtig. Umso interessanter für Gelegenheitsgucker werden kostenfreie Möglichkeiten, die Spiele zu verfolgen. Eine Übersicht, was möglich und was legal ist, bietet Uni-24.de.

International schadet die neue Spannung

Mit Blick auf den Europapokal ist die neue Spannung in der Bundesliga aber eher hinderlich. Läuft es in der Liga nicht rund, können auch die großen Klubs wie der FC Bayern oder Borussia Dortmund ihre Stars kaum schonen. Zu wichtig ist es, die Teilnahme an der Champions League zu sichern beziehungsweise natürlich Meister zu werden.

Das führt zu Kraftverlusten im Frühjahr, wenn es um die Frage geht, ob eine ordentliche Saison zu einer guten Saison wird. Weiterhin nagen Rückschläge in der Liga am Selbstvertrauen der Spieler. Dieses fehlt dann bei internationalen Aufgaben.

Letztlich, und da lege ich mich fest, ist die Enge in der Bundesliga ohnehin nur eine Momentaufnahme. Schon zur Winterpause werden Bayern, Dortmund und RB Leipzig drei der vier Champions-League-Ränge belegen.

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