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Apr
29

Die besten Fußball Maskottchen Deutschlands

„König Otto“, Gewinner des Aktives-Abseits-Quiz im April, hat sich einen Übersichtsartikel über die besten Maskottchen im deutschen Fußball gewünscht. Seltsam eigentlich, wo doch „sein“ Verein einer der wenigen Profiklubs in Deutschland ist, der ohne ein Maskottchen auskommt – wenn man Thomas Schaaf einmal ausklammert.

Borussia Dortmund: Emma (Biene)
Seit 2005 im Verein. Benannt nach Lothar „Emma“ Emmerich (1941-2003), dem BVB-Torjäger der 1960er Jahre und späteren Fanbeauftragten. Emmas berühmteste Tat: Der „Pinkel-Eklat“ gegen den Bayern-Bus nach dem 1:0-Sieg im April 2012 in der Bundesliga. Der BVB entschuldigte sich prompt per Pressemitteilung: „Emma ist eine sieben Jahre junge, schlaue Biene, die sich im Wissen, sich schon kleidungsbedingt nicht nach vorne entleeren zu können, selbstverständlich setzen würde, um ihr kleines Geschäft zu verrichten. Wir geben zu, ihr Versuch, dem Bayern-Team behilflich zu sein, indem sie am wunderschönen Mannschaftsbus unseres Gastes den Reifendruck kontrolliert, wirkt ein wenig missglückt. Wir bitten um Nachsicht! Wer kann denn kleinen Kindern schon böse sein?“

Bayern München: Berni (Bär)
Seit „Problembär Bruno“ weiß man, dass nicht jeder Bär in Bayern willkommen ist – Bernie schon. Immerhin gewann der FCB seit seiner „Geburt“ im Jahr 2002 bereits sechs Meisterschaften. Bernis Vorgänger als Bayern-Maskottchen war übrigens von 1992 bis 2002 der „Bazi“. Ob Berni ihn gefressen hat?

FC Schalke 04: Erwin (Knappe)
Erwin ist auf Schalke so etwas wie das Mädchen für alles. Ober-Fan bei Spielen, Ringträger bei Trauungen in der Arena, starke Schulter zum Anlehnen für die Spieler nach Niederlagen – oder eben Opfer beim Torjubel, wie bei der „Enthauptung“ durch Ailton im Jahr 2005.

Borussia Mönchengladbach: Jünter (Fohlen)
Ausgerechnet 1999, im Jahr des ersten Bundesligaabstiegs der Vereinsgeschichte, führte die Borussia das etwas zu groß geratene Fohlen Jünter ein. Benannt ist das Tier nach dem einstigen Mittelfeldstrategen Günter Netzer, der in den späten 1960er und frühen 1970er Jahren der Kopf der Gladbacher „Fohlen-Elf“ war, die trotz ihres niedrigen Durchschnittsalters die Bundesliga aufmischte.

Bayer Leverkusen: Brian the Lion (Löwe)
Seit 1996 im Verein. Damals ergänzte der Klub das „nackte“ Bayer-Logo im Vereinswappen durch zwei Löwen. Böse Zungen behaupten, Brian sei optisch an den einstigen Spielmacher Bernd Schuster angelehnt.

VfB Stuttgart: Fritzle (Krokodil)
Seit 1992 im Verein. Benannt nach dem ehemaligen Torjäger Fritz Walter (dem Jüngeren), der in der Saison 1991/92 22 Treffer zum Gewinn der Deutschen Meisterschaft beisteuerte.

Hannover 96: kein Maskottchen

VfL Wolfsburg: Wölfi (Wolf)
Da hat sich aber mal jeder Cent gelohnt, den der VfL Wolfsburg Ende der 1990er Jahre an seine PR-Agentur für die Konzeptionierung eines Wolfs namens Wölfi überwiesen hat. Wie hätte das Tier aber auch anders heißen sollen? Bei Wölfis Einführung hieß der amtierende VfL-Trainer übrigens passenderweise Wolfgang Wolf.

Werder Bremen: kein Maskottchen (mehr)
Um die Jahrtausendwende herum führte Werder Bremen eine Möwe mit dem schönen Namen „Werdi“ (nicht zu verwechseln mit der Gewerkschaft) als Maskottchen ein. Weil das Tier jedoch beim eigenen Anhang ähnliche Sympathiewerte hatte wie in diesen Tagen Marko Arnautovic, wurde Werdi schon bald auf die offene Nordsee hinausgejagt.

1. FC Nürnberg: kein Maskottchen (mehr)
Der Club versuchte einst, einen Ritter namens „Fränkie“ zu etablieren. Der als besonders traditionsbewusst geltende Nürnberger Anhang machte mit dem Ritter aber bald kurzen Prozess. Trikotsponsor „nkd“ vertreibt übrigens einen namenlosen Bär als FCN-Maskottchen. Ob das so seine Richtigkeit hat?

1899 Hoffenheim: Hoffi (Elch)
2004 „geborener“ Elch mit eigener Autogrammkarte. Böse Zungen behaupten, Hoffi habe mehr Tradition als der Verein selbst. Einst laut TSG-Homepage verheiratet mit Elch-Dame „Hoffine“. Weil deren Eintrag mittlerweile gelöscht ist, lebt das Paar vermutlich in Scheidung. Hoffentlich hat Hoffi neben einem Vertrag für die zweite Liga auch einen Ehevertrag abgeschlossen….

SC Freiburg: Füchsle (Fuchs)
Zugegeben, der SC Freiburg hat mit Trainer Christian Streich bereits ein „Maskottchen“, wie man es besser nicht erfinden könnte. Doch weil selbst im beschaulichen Freiburg ein Trainer nur fast eine Ewigkeit lang im Amt bleibt, hat man sich vor ein paar Jahren einen cleveren kleinen Fuchs mit dem überaus kreativen Namen Füchsle als Glücksbringer angeschafft.

FSV Mainz 05: Clown (Clown)
Überaus kreativ war man auch in der rheinland-pfälzischen Karnevalshochburg. Hier führten die Mainzer heimlich, still und leise einen Clown ohne Namen als Maskottchen ein. Passt irgendwie zu einer Mannschaft ohne klangvolle Namen.

FC Augsburg: kein Maskottchen

Hamburger SV: Hermann (Dinosaurier)
Benannt nach Kult-Masseur Hermann Rieger, ist der HSV-Dino mit Sicherheit eines der bekanntesten Maskottchen der Liga. Die Wahl des Dinosauriers ist insofern genial, als dass der HSV der einzige Verein ist, der seit der Gründung der Bundesliga im Jahr 1963 ununterbrochen dabei ist. Doch Vorsicht: Auch die Dinosaurier sind irgendwann ausgestorben.

SpVgg Greuther Fürth: Eddy (Drache)
Glück gehabt: Als die Spielvereinigung einen grünen Drachen als Maskottchen einführen wollte, lagen in Online-Votings lange Zeit griffige Namen wie „Greutherli“ oder „Dragu“ aussichtsreich im Rennen. Am Ende hat man den Namen des Fabeltiers aber doch an Ex-Präsident Edgar Burkart angelehnt.

Eintracht Frankfurt: Attila (Steinadler, lebendig)
Neben bzw. nach dem 1. FC Köln ist die Frankfurter Eintracht der einzige deutsche Profiverein mit einem lebenden Maskottchen.

Fortuna Düsseldorf: kein Maskottchen

2. Bundesliga:
Hertha BSC: Herthinho (brasilianischer Braunbär)
1. FC Köln: Hennes (Geißbock, lebendig)
1. FC Kaiserslautern: Betzi (Teufel)
FC St. Pauli: kein Maskottchen
SC Paderborn: Holli (blaue Maus)
1860 München: Sechzger & Sechzgerl (Vater und Sohn Löwe)
1. FC Union Berlin: Keule (Ritter)
Eintracht Braunschweig: Leo (Löwe)
Dynamo Dresden: kein Maskottchen
MSV Duisburg: Ennatz (Zebra)
VfL Bochum: Bobbie Bolzer (blaue Maus)
FC Ingolstadt: Schanzi (Drache)
FSV Frankfurt: kein Maskottchen
Energie Cottbus: Lauzi (Phantasiefigur)
Erzgebirge Aue: Schachtscheißer (Phantasiefigur)
SV Sandhausen: kein Maskottchen
VfR Aalen: EnBW ODR-Panther (schwarzer Panther mit eindeutig zu langem Namen)
Jahn Regensburg: kein Maskottchen

Herausragend in unterklassigen Ligen:
Karlsruher SC: Willi Wildpark (Wildschwein)
1. FC Heidenheim: Paule (Steiff-Teddy)
Arminia Bielefeld: Lohmann (Stier)
VfL Osnabrück: Li & La (Phantasiefiguren)
Alemannia Aachen: Al-Aix (Kartoffelkäfer)
Rot-Weiß Oberhausen: Underdog (Straßenköter)
KFC Uerdingen: Grotifant (Elefant)

1 Kommentar

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  1. Marion Rabl sagt:

    Der ssv jahn Regensburg hat einen Jahni.( keiner weiß was das sein soll)

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