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Jan
11

Gewinnspieleinlösung: Ex-Kicker aus der zweiten Reihe und ihre zweiten Karrieren

Andreas, stolzer Gewinner des Aktives-Abseits-Quiz im Monat Januar, hat sich einen Artikel der Sorte „Was macht eigentlich…“ gewünscht. Thema: Die zweiten Karrieren ehemaliger Profis. Bevor bei Euch ein unwillkürliches Gähnen einsetzt: Es geht um „Helden aus der zweiten Reihe“. Diese Gewinnspieleinlösung ist Matthäus- und Basler-freie Zone!

Viele Ex-Kicker sind im Umfeld des Fußballs hängen geblieben. Wenn nicht als (Jugend-)Trainer, Manager, Scout, Spielerberater oder TV-Experte, dann oft genug als Besitzer oder Betreiber einer Fußballhalle oder Fußballschule. Der eine oder andere hat sich aber auch vom grünen Rasen wegbewegt.

Markus Münch
Der gebürtige Badener (164 Bundesligaspiele für Bayern, Leverkusen, Köln und Gladbach) ist einer dieser Spieler, die bis zu ihrem Tod mit einer einzigen Szene verbunden werden. Bei Münch war es das Tor zum 1:1 für Bayer Leverkusen gegen den 1. FC Kaiserslautern am 34. Spieltag der Saison 1995/96, durch das der FCK erstmals aus der Bundesliga abstieg, während sich die „Werkself“ so gerade rettete und in den Folgejahren zu einem Spitzenteam avancierte. Heute macht Markus Münch nicht mehr in Tore, sondern in Pferde. 2001, als seine Spielerkarriere noch in vollem Gange (bzw. Trab, höhö) war, kaufte er sein erstes Ross. Mittlerweile ist Münch auch Züchter und Besitzer von durchaus erfolgreichen Galoppern.

Ilhan Mansiz
Der im Allgäu geborene WM-Star der Türken von 2002, dessen Fußballerkarriere nach dem Turnier in Japan/Südkorea ins Stocken geriet, ist mittlerweile Eiskunstläufer(!). Zunächst verfolgte Mansiz das Ziel, für die Türkei bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014 zu starten. Im September 2012 begrub er diesen ambitionierten Plan und verdienst sein Geld mittlerweile mit Auftritten bei Eisrevuen.

Alfred Nijhuis
Der Niederländer (182 Bundesligaspiele für Duisburg und Dortmund) ist heute als Importeur von Kinesio-Tapes erfolgreich. Unter seinen Abnehmern sind vermutlich auch viele Bundesliga-Vereine.

Markus Osthoff
Der Mittelfeldspieler (130 Bundesligaspiele für Duisburg) hatte als aktiver Spieler nie mit Gewichtsproblemen zu kämpfen. Heute sorgt er dafür, dass anderen die „Pocke“ erspart bleibt: Osthoff ist Ernährungsberater.

Lothar Sippel
Der frühere Mittelstürmer (108 Bundesligaspiele für Frankfurt und Dortmund) arbeitet heute als Beziehungsmanager. Um eins klar zu stellen: Sippel ist niemand, der die Ehen von Lothar Matthäus hätte retten können. Vielmehr vermittelt er Prominente aus Show, Sport und Politik als Attraktion für Events und Vorträge.

Michael Zeyer
Der Schwabe (146 Bundesliga-Spiele für Kaiserslautern, Duisburg und Stuttgart) besitzt ein Sterne-Restaurant in Stuttgart mit dem Namen „5“.

Karl-Heinz Geils
Der 405-malige Bundesligaspieler (für Bremen, Bielefeld, Köln und Hannover) besitzt heute eine Fahrschule in Bremen.

Johan Micoud
Zugegeben, „le Chef“ ist kein Spieler aus der zweiten Reihe. Doch der Ex-Bremer (123 Bundesligaspiele) und Europameister von 2000 hat eine echte Passion gefunden: Micoud betreibt ein Weingut in der Nähe von Bordeaux.

Ralf Kohl
Der „Kanzler“ (147 Bundesligaspiele für den SC Freiburg) besitzt ein Sportgeschäft in Freiburg. Treffender Name: Teamsport Kohl.

Andre Golke
Der frühere Offensivspieler (194 Bundesligaspieler für Stuttgart, Nürnberg und St. Pauli) lässt es auch heute noch des Öfteren klingeln: Golke ist Versicherungsvertreter.

Rüdiger Wenzel
„Sonny“ Wenzel (300 Bundesligaspiele für Frankfurt, St. Pauli und Düsseldorf) betreibt einen Schreibwarenladen in Bad Segeberg – ein Metier, aus dem sich 1974er Weltmeister Georg „Katsche“ Schwarzenbeck vor drei Jahren zurückgezogen hat.

Jeder vierte Profi
Viele Ex-Profis teilen übrigens nach der Karriere das gleiche Schicksal: Sie sind pleite. Nach Angaben der Spielergewerkschaft VdV trifft dies auf knapp 25 der Kicker zu. Ein ausschweifender Lebensstil in der kurzen Phase hoher Einnahmen, mangelnde Schulbildung und ein fehlender Plan für die Zeit nach der Laufbahn sowie schlechte Geldanlagen sind die Hauptgründe dafür, dass viele Profis ab Mitte 30 sozial abrutschen.

1 Kommentar

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  1. Andreas sagt:

    Danke für den schön recherchierten Artikel!

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