«

»

Mai
13

Greuther Fürth: Eine Saison der Minusrekorde

Im Januar habe ich Greuther Fürth dem „Tasmania-Berlin-Check“ unterzogen. Die Franken waren damals auf dem Weg, acht Bundesliga-Minusrekorde auf- bzw. einzustellen. Nach 33 Spieltagen steht fest: Es werden am Ende der Saison „nur“ vier sein – doch die könnten für die Ewigkeit Bestand haben.

Minus-Rekord aufgestellt: Wenigste Heimsiege (0)

Es schien unglaublich, doch die Spielvereinigung hat es tatsächlich geschafft: In 17 Heimspielen unter den Trainern Mike Büskens, Ludwig Preis und Frank Kramer gelang der Spielvereinigung kein einziger Sieg. Die bisherige „Bestmarke“ hatte Hertha BSC gehalten. Den Berlinern gelang in der in der Saison 2009/10 lediglich ein Heimsieg.

Minus-Rekord aufgestellt: Meiste Heimniederlagen (13)

Hier hat man Tasmania Berlin einen dieser Rekorde entrissen, die eigentlich nicht zu knacken schienen. Weil die Fürther Heimbilanz in der Rückrunde (ein Unentschieden, sieben Niederlagen) aber noch schwächer war als im ersten Halbjahr (drei Unentschieden, sechs Niederlagen), haben die „Kleeblätter“ den 47 Jahre alten Minusrekord der Tasmania von zwölf Heimpleiten noch einmal um eine Niederlage getoppt.

Minus-Rekord aufgestellt: Wenigste Heim-Punkte (4)

Diesen Rekord haben die Fürther sprichwörtlich „pulverisiert“. Ganze vier Punkte gewann die Spielvereinigung vor heimischem Publikum. Der bisherigen Rekordhalter Tasmania holte – auf die Dreipunkteregel umgerechnet – in der Saison 1965/66 in Heimspielen immerhin noch neun Zähler.

Minus-Rekord eingestellt: Heimspiele in Folge ohne Sieg (17)

Um diesen Rekord aufzustellen, müssten die Fürther wieder aufsteigen und dürften im ersten Heimspiel nach ihrer Rückkehr ins Oberhaus keinen Dreier einfahren. So aber teilen sie sich den Rekord mit der Berliner Hertha, die zwischen dem 30.8.2009 und 26.8.2011 ebenfalls 17 Heimspiele in Folge sieglos geblieben war. (Anmerkung: Dazwischen lagen der Abstieg und ein Zweitligajahr.)

P.S.: Hätte die Spielvereinigung immer auswärts antreten dürfen, wäre sogar der Klassenerhalt realistisch gewesen. In der Fremde fuhren die Fürther nämlich immerhin vier Siege ein und holten im Schnitt 1,00 Punkte pro Spiel. Auf eine Saison hochgerechnet wären das 34 Zähler. 32 hätten in der Saison 2012/13 bereits zum direkten Klassenerhalt gereicht.

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Sie können diese HTML-Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*