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Nov
26

Plötzlich oben – Der SC Freiburg 2012/13

Beim Blick auf die Bundesliga-Tabelle nach dem 13. Spieltag mag sich der eine oder andere Fußballfan die Augen reiben. Zwar ist das Mittelfeld der Tabelle wieder einmal extrem eng beisammen – zwischen Platz sechs und Platz zwölf liegt nur ein Sieg –, doch der aktuelle sechste Rang des SC Freiburg ist eine Sensation. Und der SCF könnte bereits am Mittwoch indirekt in den Titelkampf eingreifen.

Alles wartet auf den „Gipfel“: Am kommenden Samstag empfängt der souveräne Tabellenführer Bayern München den neun Punkte zurückliegenden Meister aus Dortmund zum „Hinrunden-Knaller“. Nicht wenige räumen dieser Partie vorentscheidenden Charakter ein. Klar, bei einem Sieg der Roten könnte der Vorsprung auf den BVB bereits zwölf Punkte betragen. Das wäre ein mehr als sattes Polster. Doch die beiden deutschen Top-Teams haben zuvor noch ein Spiel unter der Woche zu bestreiten. Während die Schwarz-Gelben im Westfalenstadion gegen Fortuna Düsseldorf leichtes Spiel haben dürften, bekommt es der FC Bayern auswärts mit der „Mannschaft der Stunde“ zu tun.

Stolperstein Freiburg?

Mehr als 18 Jahre ist es her, dass der FC Bayern München im Freiburger Dreisam-Stadion eine der größten Blamagen seiner Bundesliga-Geschichte erlitten hat. 1:5 verlor der amtierende Deutsche Meister am 23.8.1994 beim Fast-Absteiger. Selbst in der Meister-Saison 93/94 erlitten die Bayern bei den „Breisgau-Brasilianern“ um Ikonen wie Uwe Wassmer, Ralf Kohl oder Jens Todt eine 1:3-Pleite. Mittlerweile haben die Bayern die Bilanz geradegerückt, bei 14 Auftritten im Breisgau insgesamt achtmal gewonnen.

Dennoch hat der SCF das Zeug, zum echten Stolperstein für den Tabellenführer zu werden: Die Rot-Schwarzen haben einen Lauf, verloren nur eines ihrer letzten acht Spiele. Darüber hinaus betreibt die Mannschaft von Christian Streich ein taktisch diszipliniertes, auf viel Laufarbeit basierendes Spiel. Ein Kraftverlust ist auch kurz vor der Winterpause noch nicht zu erkennen. Nicht zu unterschätzen ist das Underdog-Image: Freiburg besitzt eine Mannschaft ohne Stars, auch wenn Akteure wie Julian Schuster, Max Kruse, Daniel Caligiuri oder Torhüter Oliver Baumann herausragen.

Normalerweise sollte der FC Bayern mit den Freiburgern keine Probleme haben, ist man doch auf jeder Position individuell besser besetzt als der Gegner. Dennoch sind gerade solche vermeintlich „leichten“ Spiele vor einem Showdown heikel: Man tritt auswärts an, auf einem tiefen Platz, trifft auf einen aggressiven Gegner und findet selber nicht zu seinem Spiel – und ehe man sich versieht, hat man unnötig Punkte liegen gelassen. Auch wenn ich davon überzeugt bin, dass die Bayern in dieser Saison Deutscher Meister werden, wäre so ein Punktverlust in Freiburg im Sinne der Spannung irgendwie ganz charmant…

1 Kommentar

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  1. zanezd sagt:

    Freiburg stellt eigentlich seit Jahren immer wieder eine durch die Bank sympathische Mannschaft, der ich es in diesem Jahr von ganzem Herzen goenne DAS Ueberraschungsteam dieser Saison zu werden.

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