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Aug
14

Saisonstart 2017/2018: Bayern München vs. Bayer Leverkusen

Am 18. August ist es wieder soweit: Die Fans können sich auf den ersten Spieltag der Fußball-Bundesliga freuen, bei dem Meister FC Bayern München die Gäste von Bayer 04 Leverkusen in der Allianz-Arena empfangen wird. Was wird von dem Spiel zu erwarten sein, welche Neuigkeiten gibt es, wie war die Leistung bislang? Diese Fragen beleuchten wir näher in unserem Artikel.

'Allianz-Arena rot/blau' - Sönke Biehl via Flickr (CC BY-SA 2.0)

‚Allianz-Arena rot/blau‘ – Sönke Biehl via Flickr (CC BY-SA 2.0)

Der FC Bayern war in der Lage, die letzten fünf Saisons hintereinander zu gewinnen und ist deutscher Rekordmeister mit insgesamt 27 Bundesligatiteln. Dennoch hatte der Klub seine Ziele 2016/2017 nicht vollständig erreicht. Mit dem Aus im DFB-Pokal und der Champions League ist die bayerische Dominanz etwas angeschlagen worden. Dennoch konnte der Verein den DFL-Supercup, der jährlich zwischen dem Deutschen Meister und dem DFB-Pokalsieger ausgetragen wird, gegen Borussia Dortmund im Elfmeterschießen gewinnen. Das hat dem Team einen Aufschwung und Motivation für den Start in die neue Saison gegeben.

Bayer Leverkusen konnte sich hingegen in der letzten Saison nicht behaupten und bleib weit hinter den eigenen Ansprüchen zurück. Mit dem 12. Platz blieben die Leverkusener außer Reichtweite der Qualifikationsplätze für die Euro League. Auch im DFB-Pokal schieden sie schon in der zweiten Hauptrunde gegen die Sportfreunde Lotte, einen Verein aus der 3. Liga, aus. In der Champions League kamen die Leverkusener ins Achtelfinale, scheiterten dort jedoch an Atlético Madrid. Insgesamt blieb Bayer 04 also hinter ihrem Potenzial zurück, denn seit 2013 rangierte das Team immer in den Top 4 der Bundesliga. Wie werden beide Teams also in die neue Saison starten?

Im März trennten sich die Leverkusener vom damaligen Trainer Roger Schmidt, nach drei Pflichtspielniederlagen in Folge und dem ausschlaggebenden Ergebnis von 2:6 gegen Borussia Dortmund. Nachdem Tayfun Korkut den Verein für den Rest der Saison betreut hatte, wurde Heiko Herrlich als neuer Trainer von Bayer 04 angeheuert.

Schaut man sich die Statistik der vier Pflichtspiele der letzten Saison zwischen beiden Vereinen an, kann man beobachten, dass der FC Bayern seine beiden Heimspiele gewann, in Leverkusen jedoch ein Spiel verlor und eines mit einem Unentschieden beendete. Als heimstarke Mannschaft ist es wahrscheinlich, dass die Münchener also diesmal wieder den entscheidenden Vorteil haben werden. Diese Einschätzung wird auch statistisch mithilfe von Quoten- und Wahrscheinlichkeitsrechnung unterstützt.

Trotzdem zeigen sich die Leverkusener entschlossen. Bayer 04 nutzte in allen Testspielen die traditionelle 4-4-2 Strategie, mit der das Team schon eingespielt ist. Es ist also weniger wahrscheinlich, dass Trainer Heiko Herrlich die aus seiner Regensburg-Zeit bewährte 4-3-2-1 Aufstellung einsetzt. Dennoch möchte Herrlich den Fokus auf die kollektive Ebene bringen, das Teamwork also noch weiter verbessern. Seine teambasierte Philosophie zeigt sich auch im Bezug zum Umgang mit einzelnen Spielern. Obwohl der mexikanische Angreifer Chicharito als Torgarant galt, denkt Herrlich nicht, dass sein Wechsel zu West Ham United die Team-Performance negativ beeinträchtigen wird.

Herrlich möchte den Spielern also klarmachen, ihr eigenes Ego hinter das Team anzustellen und das Vereinswappen auf dem Trikot wichtiger zu betrachten als den Spielernamen. Erst dann könne eine qualitativ gute Mannschaft wie Bayer Leverkusen auch ihr ganzes Potenzial ausschöpfen.

„Ich glaube, ein Verein wie Bayer 04 Leverkusen wird sich nie in die Abhängigkeit eines einzelnen Spielers begeben. Chicharito hat hier in zwei Jahren tolle Leistungen abgeliefert. Aber das haben viele andere natürlich auch. Erfolge holst du nur als Team“ -Heiko Herrlich

Und wie steht es beim amtierenden Deutschen Meister? Der Neuzugang Sebastian Rudy überzeugte bei seinem ersten Auftritt im Supercupspiel gegen Dortmund und übernahm sofort Verantwortung, um aus dem Mittelfeld heraus immer wieder das taktische Spiel der Bayern voranzutreiben. Damit gilt er als Ersatz für Xabi Alonso (35), der nach der abgelaufenen Saison seine Karriere beendet hat. Auch Mannschaftskapitän Philipp Lahm (33) zog im vergangenen Frühjahr den Schlussstrich, Arjen Robben (33) und Frank Ribéry (34) nähern sich ebenfalls aufgrund ihres Alters dem Ende ihrer Karriere.

Bedenkt man dies und den Wunsch der Bayern, in der nächsten Champions-League-Saison und dem DFB-Pokal erfolgreicher zu sein als 2016/2017, stellt sich die Frage, ob noch weitere Transfers geplant sind. Bislang liehen die Bayern sich für zwei Jahre den offensiven Mittelfeldspieler James Rodriguez von Real Madrid aus und erwarben Innenverteidiger Nilas Süle von der TSG Hoffenheim, dazu ebenfalls aus Hoffenheim Rudy und den Mittelfeldspieler Corentin Tolisso von Olympique Lyon. Es bleibt also abzuwarten, wie die beiden Teams schlussendlich agieren werden, auch wenn die Bayern statistisch gesehen im Vorteil sind.

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