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Mai
02

Stadt Dortmund mit höchsten Einnahmen durch Gästefans

Beim Bundesligaspiel Werder Bremen gegen VfB Stuttgart am 2. Mai werden aus Protest gegen den Montagstermin kaum Gästefans erwartet. Dabei stellte sich mir die Frage, welchen Wirtschaftsfaktor die reisenden Supporter ausmachen – er ist größer, als man denkt.

18 Teams kämpfen in der Bundesliga-Saison 2015/16 bis zum letzten Schlusspfiff um Meisterschaft, Europapokal und Klassenerhalt. In den Stadien werden in den 306 Spielen bis zu 13 Millionen Zuschauer dabei sein. Davon sind nach einer Studie der Reisesuchmaschine GoEuro rund 1,37 Millionen mitreisende Gästefans.

Diese sorgen bei ihren Trips für gehörigen Umsatz. Und zwar nicht nur durch den Ticketkauf oder Wurst und Bier in der Halbzeitpause, sondern auch durch Ausgaben an Transfer, Unterkunft sowie Essen und Trinken. Für lokale Unternehmen in jeder Bundesligastadt sind Gästefans damit ein großer Wirtschaftsfaktor. Hier einige bemerkenswerte Fakten aus der Studie:

  • Für die gesamte Tourismusindustrie in Deutschland bedeutet die Bundesligasaison 2015/16 Einnahmen in Höhe von mehr als 300 Millionen Euro. Da ist Platz zwei in Europa hinter der englischen Premier League, die mit ihren 20 Mannschaften auf gigantische 565 Millionen kommt.
  • Den größten Gewinn wird Dortmund laut der Studie mit 28 Millionen Euro im Spieljahr 2015/16 erzielen. Dies liegt vor allem an der großen Kapazität des Stadions, aber auch der hohen sportlichen Attraktivität des Klubs und der guten Erreichbarkeit aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz oder Hessen, wo die meisten Erstligavereine zuhause sind. Es folgen München (26,6) und Gelsenkirchen (21,3).
  • Das kleine Ingolstadt in Oberbayern kann dagegen nur etwa 5,2 Millionen Euro Einnahmen erwarten. Hier sind das kleine Stadion mit nur 15.000 Plätzen, die geringe Vereinstradition und die weite Reise vor allem aus dem Norden und Westen verantwortlich. Mitaufsteiger Darmstadt ist Vorletzter mit 5,9 Millionen.
  • Besonders ausdauernd müssen die Fans von Hertha BSC sein. Wer Auswärtspiele der Berliner begleitet, wird am Ende der Saison über 17.000 Kilometer Reiseweg hinter sich bringen.
  • Die Frankfurter und Darmstädter Fans legen dagegen weniger als 10.000 Kilometer zurück.
  • Die kürzeste Entfernung zwischen dem Stadion in Köln und dem in Leverkusen beträgt 18,7 Kilometer. Eine überaus fahrradfreundliche Distanz, die aber von den meisten Anhängern per Auto, Regionalbahn oder S-Bahn zurückgelegt wird.

    Wer mehr wissen will, hier geht’s zur Studie

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