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Okt
14

UEFA Week of Football – Klarer Griff ins Klo

Erst die Aufblähung der EURO 2016 von 16 auf 24 Starter, dann die Reform der normalen zwei Länderspieltage zur fünf bis sechs Tage währenden Week of Football – der europäische Fußballverband UEFA macht sein eigenes „Produkt“ durch Verwässerung kaputt.

Fast eine Woche nur Nationalmannschaftsfußball! Mit der im August eingeführten Week of Football hat die UEFA um ihren schillernden Präsidenten Michel Platini ein Eigentor geschossen. Wo früher alle 54 UEFA-Mitglieder am gleichen Tag gegen den Ball getreten haben, erstreckt sich ein einzelner Spieltag in der „neuen“ EM-Qualifikation (European Qualifiers, wie es jetzt heißt) nun über drei Tage. Fußball im Übermaß anstatt Fußballgenuss ist die Konsequenz.

Die UEFA ist leider den gleichen Weg gegangen, den schon die Top-Ligen Englands, Spaniens und Italiens bestritten haben: Ganze Spieltage werden in möglichst viele kleine Häppchen geteilt, um die Anhänger mit Fußball vollzustopfen. Das Problem: Nicht der Appetit wächst, sondern eine Übersättigung tritt ein.

Wie schon beim Teilnehmerfeld der Europameisterschaft gilt auch für das Ausspielen der freien Plätze die gleiche bittere Erkenntnis: Weniger wäre mehr gewesen. Ein Glück, dass die Bundesliga noch an samstags 15.30 Uhr als Kern-Anstoßzeit festhält und auch die Champions League mit zwei Tagen und zwei Anstoßzeiten auskommt. Ansonsten läuft der Fußball Gefahr, dass man ihn vor lauter Fußball gar nicht mehr sehen möchte…

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