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Aug
07

Unstoppable: RB Leipzig in der 2. Bundesliga nur zu Besuch

Das Zweitligadebüt von RB Leipzig verlief mit dem 0:0 gegen den VfR Aalen ernüchternd. Doch der vom Brausehersteller Red Bull alimentierte Aufsteiger wird in der ausgeglichenen 2. Bundesliga ziemlich sicher den Fahrstuhl ins Oberhaus nehmen. Der Klub kann einfach immer nachlegen – und sei es im Winter aus der Filiale Salzburg.

Jonatan Soriano, Sadio Mané, Kevin Kampl, Alan oder Massimo Bruno – ein Fingerschnipser von Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz oder Sportdirektor Ralf Rangnick würde genügen, um die Stars des österreichischen Meisters Red Bull Salzburg kurzerhand zu „RasenBallsport“ Leipzig in die 2. Bundesliga zu lotsen. Ohne Ablösesummen und Gehaltspoker versteht sich.

Ein System, das an die Farmteams in den US-Ligen erinnert, macht es möglich. Der Red-Bull-Konzern mit seinen Fußballzweigstellen in Deutschland, Österreich, den USA, Brasilien und Nigeria kann seine Spieler innerhalb der Transferfenster nach eigenem Gutdünken von einem Klub zum anderen verschieben. Leipzig, das als Flaggschiff des Fußballprojekts auserkoren ist und schnellstmöglich nicht nur in der 1. Bundesliga, sondern auch in der Champions League spielen soll, ist hiervon bislang der große Nutznießer.

Salzburgs Beste noch im August in Leipzig?

Sollte die Elf von Alexander Zorniger an den kommenden drei Spieltagen bis zum Transferschluss am 31. August um Mitternacht nicht zulegen, werden derartige Wechsel gewiss über die Bühne gehen. Womöglich werden sie aber auch im Erfolgsfall vollzogen. Sollte Salzburg nämlich zum neunten Mal den Sprung in die Gruppenphase der Champions League verpassen, vermuten nicht wenige, dass Red Bull fortan alles auf die Karte Leipzig setzen wird.

Doch selbst wenn Salzburg der ersehnte Einzig in die Königsklasse gelingen sollte, ist RB Leipzig wirtschaftlich in der 2. Bundesliga unanfechtbar. Und auch im Oberhaus müsste sich der Klub keineswegs verstecken. Leipzig hat bereits jetzt mehr als 12 Millionen Euro in Neuzugänge investiert – darunter Hochkaräter für die 2. Liga wie Ex-Nationalspieler Marvin Compper und das kroatische Talent Ante Rebic. Mit dieser Summe kann kein Zweitligist mithalten – Nürnberg als „Verfolger“ in dieser Wertung hat nicht einmal ein Drittel davon investiert. Selbst in der 1. Liga waren bislang nur fünf Klubs spendierfreudiger.

Wie einst die TSG Hoffenheim

Der Leipziger Weg scheint klar: Wie in der Saison 2007/08 die TSG 1899 Hoffenheim (übrigens mit Rangnick als Trainer), ist Leipzig in punkto Wirtschaftskraft im Unterhaus unantastbar. Der Aufstieg wird unter normalen Umständen gelingen.

Danach gilt es aber abzuwarten: Auch Hoffenheim wollte seinerzeit um Titel mitspielen. Mehr als die „Herbstmeisterschaft“ im Jahr 2008 kam dabei aber nicht heraus. Vielleicht stagniert RB ja auch an dieser Schwelle. Die Mehrzahl der Fußballfans im Land hätten damit gewiss kein Problem.

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