«

»

Dez
10

Vier für oben – die Überraschungsteams der Saison

Borussia Mönchengladbach: Mehr als die vierte Kraft?

Contents

Vor zwei Jahren hat Borussia Mönchengladbach schon einmal oben mitgemischt. Obwohl die Elf von Lucien Favre seinerzeit mit 30 Punkten nach 15 Spieltagen sogar einen Zähler weniger auf dem Konto hatte als aktuell, war die Wahrnehmung doch eine andere. Öffentlichkeit und Medien waren fasziniert von der „Phönix aus der Asche“-Story, die der Beinahe-Absteiger der Vorsaison schrieb. Weiterhin besaß das Team damals eine Symbolfigur des Aufschwungs: Mittelfeldwirbler Marco Reus, dem 18 Tore und 12 Vorlagen gelangen, was durch den Titel „Fußballer des Jahres 2012“ noch veredelt wurde.

Reus ging nach der Sensationssaison nach Dortmund, ebenso wie mit Dante und Roman Neustädter weitere Mosaiksteine die Borussia gen München beziehungsweise Schalke verließen. Nach einem Übergangsjahr mit den 31 Millionen Euro teuren, aber bestenfalls partiell erfolgreichen Neuzugängen Luuk de Jong, Alvaro Dominguez, Granit Xhaka und Peniel Mlapa scheint Manager Max Eberl in der jüngsten Transferperiode alles richtig gemacht zu haben.

Für insgesamt „nur“ acht Millionen Euro hat sich die Borussia mit Nationalstürmer Max Kruse, Offensivallrounder Raffael und Leverkusen-Leihgabe Christoph Kramer gezielt verstärkt. Eigengewächse wie Patrick Herrmann oder Tony Jantschke haben den nächsten Schritt gemacht. Gleiches gilt für Granit Xhaka in seinem zweiten und Oscar Wendt in seinem dritten Bundesligajahr.

Das Beispiel der Borussia zeigt, in welchem Maße sich Nachhaltigkeit auszahlen kann. Ein Trainer, der von seinen Spielern Präzision bis ins kleinste Detail fordert, hat „seine“ Mannschaft über fast drei Jahre formen können. Der Erfolg gibt Gladbach recht: Acht Heimspiele, acht Heimsiege sind Liga-Bestwert noch vor dem FC Bayern. Auch auswärts hat die Elf vom Niederrhein deutlich zugelegt, zuletzt in Hamburg und Stuttgart gewonnen.

Beeindruckend ist vor allem die Flexibilität im Angriffsspiel, die in der Vorsaison noch das große Manko war. In der ersten und der zweiten Reihe stehen viele laufstarke, technisch starke und bewegliche Spieler, die viel rochieren und fast perfekt aufeinander abgestimmt sind.

Mittlerweile würde es wohl niemanden mehr überraschen, wenn das Team von Lucien Favre am Saisonende mindestens auf Platz vier einlaufen würde. Den Respekt der Kollegen besitzt der Schweizer eh schon. So sprach Dortmund-Trainer Jürgen Klopp vor dem Duell Anfang Oktober vom „speziellsten Spiel der ganzen Saison“. Das Ergebnis gab ihm recht: Gladbach gewann, wenn auch unter glücklichen Umständen, mit 2:0.

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Sie können diese HTML-Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*