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Dez
10

Vier für oben – die Überraschungsteams der Saison

VfL Wolfsburg: Die PS auf die Straße gebracht

Der VfL Wolfsburg gilt in finanzieller Hinsicht als Eldorado in der Bundesliga. Der VW-Konzern füttert den Werksklub mit zig Millionen Euro pro Saison. Trotz dieser immensen Möglichkeiten sind bislang allerdings „nur“ der Gewinn der deutschen Meisterschaft im Jahr 2009 sowie zwei Einzüge in den UEFA-Cup (1999 und 2008) dabei herausgekommen.

Nachdem der ehemalige Meistermacher Felix Magath in seiner zweiten Amtszeit nicht mehr das Fortune früherer Tage hatte, scheint die im vergangenen Herbst eingeleitete Kurskorrektor mit Sportvorstand Klaus Allofs und Trainer Dieter Hecking nun Früchte zu tragen. Aktuell rangiert der VfL in der Liga auf Rang fünf. Seit Hecking im Amt ist, haben die Wölfe 50 Punkte aus 32 Spielen geholt – ein durchaus passabler Punkteschnitt.

Gemessen am Personaletat und der Güte des Kaders sollte dies aber eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Dass man das Wolfsburger Abschneiden aber als positive Überraschung wahrnimmt, untermauert wie viel in den vergangenen Jahren schiefgelaufen ist.

Was aber ist anders geworden in der Autostadt? Zum einen wird unaufgeregt und mit ruhiger Hand agiert. Allofs und Hecking halten die Ziele bewusst klein. Vor allem aber hatte die Mannschaft die Zeit, sich zu finden. Nur fünf Neue haben Allofs und Hecking im Sommer geholt. Zu Magaths Zeiten waren 20 Neuzugänge in einer Saison keine Seltenheit. Zugleich wurden 19 Spieler abgegeben, sechs weitere Akteure immerhin ausgeliehen. Der einstmals über 40 Mann starke Kader ist derzeit mit 24 Spielern sogar der kleinste der Liga.

Dieser Kern hat sich einspielen können. Jeder Spieler weiß, dass die Tür für ihn offen ist. So hat Patrick Ochs nach zwei Jahren auf dem Abstellgleis mittlerweile einen Stammplatz auf der Position des Rechtsverteidigers inne. Einen solchen konnten sich auch die Nachwuchsleute Robin Knoche und Maximilian Arnold trotz namhafter Konkurrenz auf ihren Positionen in der Innenverteidigung und im offensiven Mittelfeld erspielen.

Die Mannschaft scheint mittlerweile völlig autark von ihrem einst zentralen Spieler Diego zu sein, dessen Vertrag im Sommer ausläuft – und der nach den letzten Eindrücken aus Klubsicht gewiss nicht zu den gleichen Konditionen verlängert werden muss. Die Entwicklung scheint noch nicht am Ende: Mit Vieirinha, Ja-Cheol Koo und Christian Träsch sind drei Startelf-Kandidaten verletzt. Weitere Spieler wie Bas Dost, Ivan Perisic oder Luiz Gustavo haben noch Luft nach oben.

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