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Mrz
06

Wenn Rivalität aus den Fugen gerät – Zur Hooligan-Attacke auf einen Gladbach-Fanbus

Fußball ohne Emotionen und eine gesunde Rivalität ist blutleer. Punkt. Doch was sich in letzter Zeit in einigen Fanblöcken und neuerdings sogar auf Autobahnen abspielt, schießt um Lichtjahre über das Ziel hinaus. Hört auf mit dem Scheiß, Ihr Idioten!

Pyro-Attacken auf „verfeindete“ Fanblöcke sieht man immer häufiger, auch Schlägereien, tätliche Angriffe oder Hetzjagden kommen immer mal wieder vor. Unnötig zu erwähnen, dass solche Aktionen mehr sind als eine Unsitte. Doch die Attacke einiger Mitglieder der Kölner Ultra-Gruppierung „Wilde Horde“ auf einen Fanbus von Borussia Mönchengladbach auf der A3 hat am vergangenen Sonntag im negativen Sinne neue Maßstäbe gesetzt.

Diese Leute, die in den Farben des 1.FC Köln auftreten und durch ihr Verhalten nicht nur den gesamten Verein, sondern die gesamte Fankultur in Deutschland in Verruf bringen, handeln gleich in mehrerlei Hinsicht „hirnbefreit“. So gehen sie das Risiko eines Unfalls bei Tempo 100 ein, welcher nicht nur sie selbst, sondern auch gänzlich Unbeteiligte im schlimmsten Fall in den Tod reißen könnte (Stichwort: Massenkarambolage).

Zur anschließenden Attacke mit Steinen und Eisenstangen auf den Gladbacher Fanbus an einer Raststätte: Fansein ist immer auch eine Weltanschauung. Die Verbindung zu seinem Verein ist eine Herzensangelegenheit, die die wenigsten Menschen rational erklären können. Es gibt allein in Deutschland hunderte solcher „Glaubensgruppierungen“. Dass die Ansichten auseinander gehen, ist dabei völlig normal. „Andersdenkende“ ein wenig zu provozieren – etwa durch Fangesänge – ist absolut ok und gehört einfach dazu. Man muss nur wissen, wann Schluss ist und darf sich nicht zum Neandertaler zurückentwickeln (sorry an alle Neandertaler für diesen Vergleich).

Wenn man nicht mehr friedlich die Farben seines Vereins tragen kann, wird man in Deutschland allzu bald die gleichen Probleme haben, wie man sie in Osteuropa, auf dem Balkan oder in Italien hat. Rivalität darf nie und nimmer so weit gehen, dass Steine geworfen werden und man billigend Verletzungen in Kauf nimmt – bzw. sie sogar gezielt bewirken möchte! Dann ist der Fußball im wahrsten Sinne des Wortes nur noch einen Steinwurf vom Grab entfernt.

Da es aber scheinbar immer mehr Unbelehrbare gibt, die ihr Hirn nur allzu gerne in den Energiesparmodus versetzen und in der Wahl ihrer Mittel immer extremer werden, kann man eigentlich nur sagen: Idioten aller Vereine, vereinigt Euch! Trefft Euch alle an einem entlegenen Ort, gebt’s Euch richtig und guckt mal, wer am Ende noch übrig bleibt! Nur so lässt sich dieses Problem scheinbar aus der Welt schaffen…

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