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Okt
31

WM 2014 Welcome Tour: Die Teilnehmer aus Nord- und Mittelamerika

Die Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien befindet sich in den allerletzten Zügen. Drei der maximal vier WM-Startplätze für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik sind bereits vergeben. Aktives Abseits setzt seine virtuelle Welcome-Tour rund um den Globus fort und macht als seine dritte Station in Nord- und Mittelamerika.

USA – die Rekordjäger

Zum siebten Mal in Folge und zehnten Mal insgesamt fahren die Vereinigten Staaten zu einer Weltmeisterschaft – souveräner als dieses Mal haben sie sich nie qualifiziert. Die vom früheren Bundestrainer Jürgen Klinsmann betreute Mannschaft setzte mit dem umstrittenen 1:0-Sieg über Costa Rica bei heftigem Schneefall in Commerce City zu einem in der 100-jährigen Verbandsgeschichte einmaligen Höhenflug an. Zwischenzeitlich gewann die mit zahlreichen Bundesligastars gespickte Mannschaft zwölf Spiele in Folge und schlug unter anderem Deutschland im Juni in einem Freundschaftsspiel mit 4:3. Der Lohn: Platz eins in der CONCACAF-Qualifikationsrunde und quasi im Vorbeigehen auch noch der Titelgewinn beim Gold Cup mit sechs Siegen in sechs Spielen. In der Form der letzten sechs Monate sind die USA bei der WM ein Kandidat für die K.O.-Runde.

Costa Rica – Zuhause ist es am schönsten

Bei der WM 2006 war Costa Rica ein dankbarer Auftaktgegner für Gastgeber Deutschland. 2010 verpassten die „Ticos“ das Ticket nach Südafrika, doch 2014 werden die Mittelamerikaner nach insgesamt souveräner Qualifikation wieder dabei sein. Höhepunkte für die Mannschaft um Fulham-Star Bryan Ruiz waren gewiss die Heimsiege gegen die USA und Mexiko. Doch genau hier liegt das Problem: Alle fünf Quali-Siege errang Costa Rica in der Hauptstadt San José, auf fremden Plätzen war für die Mannschaft von Jorge Luis Pinto dagegen kaum etwas zu holen. In Brasilien muss das Team die Angst vor der Fremde ablegen, will man in der Gruppenphase ein Wörtchen mitreden.

Honduras – Der Profiteur

2010 zahlte Honduras bei seiner zweiten WM-Teilnahme Lehrgeld. In Südafrika sprang neben Niederlagen gegen Spanien und Chile lediglich ein Remis gegen die Schweiz heraus, ein Tor blieb den Mittelamerikanern in allen drei Spielen verwehrt. Auch 2014 ist mit der geschafften Qualifikation – vor Dauer-Teilnehmer Mexiko – das Soll im Grunde schon erfüllt. Das große Problem bei den „Catrachos“ ist die Unausgeglichenheit im Team. Einige wenige Spieler haben den Sprung in eine europäische Top-Liga geschafft, wie Wilson Palacios (Stoke City) oder Maynor Figueroa (Hull City); der Großteil der Mannschaft kickt aber auf bescheidenem Niveau in der Heimat. Für Honduras dürfte damit auch am Zuckerhut Dabeisein wieder alles zu bedeuten.

Auf der Warteliste: Mexiko

Bei 14 von bislang 19 WM-Endrunden gehörte Mexiko zum Starterfeld. Eine WM ohne „El Tri“ scheint fast undenkbar. Doch nach nur zwei Siegen in der vierten und entscheidenden Runde der CONCACAF-Qualifikation bei fünf Unentschieden und drei Niederlagen muss der „WM-Abo-Achtelfinalist“ (zuletzt fünfmal in Folge in der Runde der letzten 16) gegen Ozeaniens Nummer eins Neuseeland im interkontinentalen Playoff nachsitzen. Mit einer der Gründe hierfür war das Trainerkarussell: Im Lauf der Qualifikationsrunde beschäftigte der Verband sage und schreibe vier Trainer. Miguel Herrera, erst seit Mitte Oktober im Amt, soll nun gegen die „All Whites“ die Kohlen aus dem Feuer holen. Zumindest kennt Herrera die meisten Spieler wie kein Zweiter: Zuvor trainierte er den Traditionsklub CF America, aus dem sich ein Großteil der Nationalspieler rekrutiert.

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